Kategorie: AI und ML

  • PHP 8.5 und der ElePHPant tanzt

    PHP 8.5 und der ElePHPant tanzt

    PHP 2026: Warum das „Arbeitstier des Webs“ gerade sein bestes Jahr erlebt

    „PHP ist tot.“ Wie oft haben wir diesen Satz in den letzten zehn Jahren gehört? Doch wer im März 2026 einen Blick auf die harten Fakten wirft, erkennt schnell: PHP ist nicht nur am Leben, es ist fitter, schneller und moderner als je zuvor. Mit einem Marktanteil von stolzen 71,7 % bleibt es die unangefochtene Nummer eins der serverseitigen Sprachen.

    Für uns WordPress-Nutzer und DIY-Websitebetreiber ist das eine großartige Nachricht. Während die JavaScript-Welt oft von „Hype-Zyklen“ und komplexen Toolchains geplagt wird, hat sich PHP zu einem hochperformanten Enterprise-Werkzeug entwickelt, das Stabilität mit modernster Syntax verbindet.

    Die Evolution: PHP 8.5 ist „Alien-Technologie“ für alte Hasen

    Wer zuletzt mit PHP 5.6 gearbeitet hat, würde den Code von heute kaum wiedererkennen. Es fühlt sich für Veteranen fast wie „Alien-Technologie“ an – im positiven Sinne. Mit den neuesten Releases sind Features eingezogen, die das Entwickeln flüssiger machen:

    • Der Pipe-Operator (|>) in PHP 8.5: Endlich können wir Funktionen elegant verketten, statt sie ineinander zu verschachteln.
    • Property Hooks (PHP 8.4): Schluss mit dem endlosen Schreiben von Gettern und Settern. Wir können Logik jetzt direkt an die Eigenschaften einer Klasse binden.
    • Persistent cURL Handles: Diese sorgen für einen massiven Performance-Boost bei API-Abfragen, da Verbindungen über Requests hinweg im Speicher bleiben.

    PHP vs. JavaScript: Der architektonische Deep Dive

    Oft werden wir gefragt: „Sollte ich für mein nächstes Projekt nicht lieber auf Node.js oder Next.js setzen?“ Die Antwort liegt in der Softwarearchitektur.

    Shared-Nothing vs. Event-Loop

    PHP nutzt klassischerweise die „Shared-Nothing“-Architektur. Das bedeutet: Jeder Request startet bei Null, verarbeitet die Daten und stirbt danach. Das klingt ineffizient, ist aber ein genialer Sicherheitsanker. Ein Fehler in einem Nutzer-Request kann niemals den gesamten Server lahmlegen.

    JavaScript (Node.js) hingegen nutzt einen persistenten Event-Loop. Das ist fantastisch für Echtzeit-Anwendungen wie Chats, birgt aber für DIY-Betreiber Risiken: Ein Memory Leak (ein Speicherfehler) kann dazu führen, dass die gesamte Applikation über Zeit immer langsamer wird oder abstürzt. PHP ist hier „fehlertoleranter“ und wartungsärmer.

    Kosten und Hosting: Der DIY-Faktor

    Für Websitebetreiber, die auf das Budget achten, bleibt PHP der König. PHP-Hosting ist universell verfügbar, günstig und extrem einfach zu skalieren. Node.js-Projekte erfordern oft spezialisierte Umgebungen und teurere Entwickler-Stunden, da die Komplexität der asynchronen Programmierung (Callbacks, Promises) höher ist.

    Ein Realitätscheck: Das Fallbeispiel Friendica

    Dass PHP modern ist, bedeutet nicht, dass man jedes Projekt auf kleinstem Raum betreiben kann. Die dezentrale Web-App Friendica (ein soziales Netzwerk auf LAMP-Basis) zeigte mir die Grenzen auf. Friendica benötigt für die Kommunikation mit tausenden anderen Servern im Fediverse enorm viel RAM – oft sind mindestens 2 GB erforderlich. Und RAM ist heute knapp und teuer.

    Auf einem günstigen Shared-Hosting-Paket mit nur 1 GB RAM gerät Friendica ins Straucheln. Die Hintergrund-Prozesse (Worker) erzeugen so viel Kommunikations-Overhead, dass es zu „Too many MySQL connections“-Fehlern kommen kann. Das lehrt uns: Wenn deine PHP-App extrem interaktiv ist und ständig im Hintergrund funkt, investiere in einen VPS (Virtual Private Server), statt am Hosting zu sparen. Ähnliches gilt auch für die beliebte WebApp Nextcloud, besonders wenn es um die Interaktionen geht wie Sharing, Kommentierung von Dateien etc.

    Frameworks und E-Commerce: Die Giganten von 2026

    In der PHP-Welt haben sich klare Favoriten herauskristallisiert:

    1. Laravel (64 % Marktanteil): Das „Framework für Developer-Happiness“. Es macht den Bau komplexer Web-Apps so schnell wie kaum ein anderes System.
    2. Symfony: Das stabile Fundament für Enterprise-Lösungen.
    3. Doppar: Der neue Disruptor. Mit nativem WebSocket-Support bringt es Echtzeit-Fähigkeiten direkt in die PHP-Welt, ohne dass man einen separaten Node.js-Server benötigt.

    Im E-Commerce bleibt PHP ungeschlagen. WooCommerce treibt weiterhin rund 37 % aller Online-Shops weltweit an. Wer mehr Power braucht, greift zu Magento für den Enterprise-Bereich oder zum DACH-Innovationsführer Shopware 6, der mit seiner API-First-Architektur neue Maßstäbe setzt.

    PHP und KI: Das perfekte Gespann

    Entgegen der Meinung, KI gehöre nur der Python-Welt, hat sich PHP 2026 als idealer KI-Orchestrator etabliert. Während Python die Modelle trainiert, ist PHP die Sprache, die die KI-APIs wie ChatGPT von OpenAI oder Claude von Anthropic in echte Geschäftsprozesse integriert, Nutzerdaten verwaltet und die Logik steuert. Mit Bibliotheken wie Rubix ML lassen sich sogar Machine-Learning-Modelle direkt in PHP ausführen.

    PHP in der Rolle des „Orchestrators“

    • Vom Modell zum System: Die KI-Entwicklung hat sich massiv von der reinen Modelloptimierung (Genauigkeit, Parameter) hin zum Aufbau ganzer KI-Systeme verschoben. Ein solches System benötigt Datenbanken, Authentifizierungsschichten, Logging und komplexe Geschäftsregeln – allesamt Kernkompetenzen von PHP-Backends – schau dir mal LLPhant an.
    • PHP als Gatekeeper für KI-Agenten: Moderne KI-Anwendungen agieren zunehmend als autonome Agenten. PHP-Backends fungieren hierbei als Sicherheitsinstanz, die definiert, welche internen APIs ein Agent aufrufen darf, und die notwendigen Beschränkungen und Validierungen erzwingt.
    • Kontext-Management: KI-Modelle sind an sich zustandslos. PHP übernimmt die Verwaltung des „Kontexts“ (Sessions, Benutzerhistorie, Metadaten), um sicherzustellen, dass die Antworten der KI für den jeweiligen Nutzer relevant und konsistent bleiben.
    • Integration in bestehende Infrastruktur: Da PHP weiterhin rund 71,7 % des Webs antreibt, befinden sich dort die Nutzerdaten und Geschäftsprozesse (z. B. in WordPress, Laravel oder E-Commerce-Systemen wie Magento). Es ist effizienter, die KI über REST-APIs oder Webhooks direkt in diese bestehenden PHP-Umgebungen einzubinden, als die gesamte Infrastruktur in Python neu aufzubauen.
    • Wirtschaftlichkeit und Geschwindigkeit: PHP ermöglicht extrem schnelle Entwicklungszyklen für MVPs (Minimum Viable Products). Während Python die schwere Rechenarbeit für das Modell leistet, sorgt PHP dafür, dass diese Leistung in einer stabilen, skalierbaren und kostengünstigen Webumgebung beim Endnutzer ankommt.

    Python liefert die „Rohintelligenz“, aber PHP kann das das Gehäuse und die Steuerung bauen, damit diese Intelligenz in einem geschäftlichen Kontext sicher und nutzbringend arbeiten kann.

    Warum es gut ist, dass du weiter auf PHP setzt

    PHP ist 2026 keine „Legacy-Sprache“. Es ist ein stabiles, hochperformantes und wirtschaftlich unschlagbares Werkzeug. Für DIY-Websitebetreiber bietet es die perfekte Balance:

    • Geringe Einstiegshürde bei gleichzeitigem Enterprise-Potenzial.
    • Massives Ökosystem an Plugins und Themes (WordPress!).
    • Moderne Syntax, die Spaß macht und Code-Leichen vermeidet.

    Egal, ob du einen Blog startest, einen Shop mit WooCommerce aufbaust oder eine komplexe API entwickelst: PHP gibt dir die Sicherheit, dass deine Technologie auch in zehn Jahren noch da ist.

    Bist du bereit für das Upgrade? Switche im goneo-Kundencenter von PHP 8.5 und erlebe den Unterschied!

    Quellen und mehr Informationen

    https://community.nasscom.in/communities/ai/ai-development-trends-every-php-developer-should-know-2026

    https://www.zend.com/blog/is-php-still-relevant

    https://skynix.co/resources/php-vs-python-vs-node-js-in-2025-which-one-really-wins

    https://w3techs.com/technologies/details/pl-php

  • Bye-bye durchschnittliche Website: Wie WordPress 7.0 das moderne Web neu definiert

    Bye-bye durchschnittliche Website: Wie WordPress 7.0 das moderne Web neu definiert

    Hey, du WordPress-Fan! Ich sitze gerade bei einer Tasse Kaffee in der Mindener Altstadt und schaue aus dem Fenster auf die Weser. Beim Gedanken an WordPress: Fragst dich auch, was die Zukunft für dein Lieblings-CMS bringt? WordPress 7 kommt. Schnall dich an! Was ich heute habe, ist kein Bericht über ein simples WordPress-Update, ich halte die 7 für eine echte Zäsur nach langer Zeit.

    WordPress 7.0 landet am 9. April 2026 und es ist viel mehr als nur ein bisschen neuer Code – übertreibe ich, wenn ich schreibe, es ist das neue Betriebssystem für das moderne Web werden kann? Lies und urteile selbst.

    Ich denke, wir verabschieden uns von der Zeit, in der WordPress nur ein Content-Management-Werkzeug war. Jetzt wird es zur orchestralen Plattform für digitale Design-Systeme und künstliche Intelligenz.

    Warum 7.0 eine Ansage ist, mit der man rechnen muss

    Vielleicht hast du gemerkt, dass es 2025 etwas ruhiger zuging? Das war Absicht! Anstatt drei Releases durchzupeitschen, wurde das Tempo gedrosselt, um technische Schulden abzubauen und ein Fundament zu gießen, das stabil genug für die nächste Dekade ist.

    Das Ziel war es, die „Angst vor dem Durchschnitt“ zu besiegen -(ein Mindset, das ich aus dem Buch von Ayra Mudessir liebe; Link zu Youtube) – und Funktionen zu bringen, die früher nur teuren Enterprise-Systemen vorbehalten waren.

    Der Fahrplan der Evolution

    Die Veröffentlichung war von chirurgischer Präzision geprägt, passgenau zum WordCamp Asia:

    MeilensteinDatumFokus
    Beta 119. Februar 2026Öffentliche Testphase und Feature-Freeze
    Beta 35. März 2026Fehlerbehebung und Stabilität
    Release Candidate 119. März 2026Field Guide und finaler Code-Freeze
    Finaler Release9. April 2026Offizielle Veröffentlichung

    Aus dem Maschinenraum: Wir produzieren in Minden und Frankfurt die Power für das Web mit WordPress

    Um diese geballte Power sicher zu verarbeiten, mussten die Mindestanforderungen steigen. Das ist eine Ansage an alle Profis auch hier hier in Ostwestfalen: Wer wettbewerbsfähig bleiben will, muss sein Stack aktuell halten! Bei goneo tun wir das. PHP 8.4 ist bereit, 8.5 schon in der Erprobung in unseren Rechenzentren in Frankfurt.

    • PHP-Power: Die neue Basis ist PHP 7.4, was moderne Syntax und Typisierung im Kern ermöglicht. Aber mal ehrlich: Für eine wirklich geniale Performance und Sicherheit solltest du auf PHP 8.3 oder 4 setzen. Das reagiert nicht nur schneller, sondern ist auch weniger anfällig für Speicherengpässe.
    • Die Iframe-Revolution: Ein technisches Highlight ist das vollständige Iframing des Editors. Das bedeutet, der Editor wird in einer sauberen Sandbox geladen. CSS-Stile von Plugins leaken nicht mehr in dein Bearbeitungsfenster. Endlich Schluss mit Layout-Differenzen zwischen Backend und Live-Seite – ein mega Fortschritt für deine Design-Präzision!

    Phase 3: Gemeinsam statt einsam (Kollaboration)

    Hier wird es ein bisschen emotional (nur ein bisschen). WordPress transformiert sich von einem System für Einzelkämpfer zu einer dynamischen Umgebung für Teams.

    Real-Time Co-Editing: Bye-bye Post-Locking!

    Kennst du den Frust, wenn ein Beitrag gesperrt ist, weil jemand anderes ihn gerade offen hat? Das ist Geschichte! In WordPress 7.0 können mehrere Leute gleichzeitig am selben Dokument arbeiten. Du siehst die Cursor deiner Kollegen in Echtzeit flitzen. Das System nutzt dafür hocheffizientes HTTP Polling, damit es wirklich überall – auch auf Shared-Hosting – reibungslos läuft.

    Notes & Feedback

    Für die asynchrone Arbeit gibt es jetzt „Notes“. Du kannst Kommentare direkt an Blöcke oder Textstellen heften und Kollegen per @-Erwähnung benachrichtigen. Das ist ein absolutes Killer-Feature für Agenturen, weil das Feedback genau dort landet, wo die Arbeit passiert.

    FeatureNutzen für den WorkflowTechnischer Mechanismus
    Co-EditingGleichzeitiges Schreiben ohne DatenverlustHTTP Polling Sync
    Inline NotesGezieltes Feedback an ElementenKommentar-Registry
    Cursor TrackingSichtbarkeit der Kollegen-AktivitätLive-Presence-API
    Spotlight ModeFokus auf ein einzelnes ElementEditor-Overlay-System

    Design-Systeme: Du bist der Kurator

    Wir verlassen das Zeitalter, in dem wir nur „Seiten“ bauen. WordPress 7.0 setzt auf die Atomic-Design-Methodik. Du gestaltest keine Seiten mehr, du kuratierst Atome, Moleküle und Organismen.

    • theme.json & Design-Tokens: Du steuerst Hierarchien global. Einmal definierte Tokens für Farben oder Abstände ziehen sich durch das gesamte Projekt. Das verhindert Design-Wildwuchs und sorgt für eine beispiellose Wartbarkeit.
    • Dynamische Sichtbarkeit: Du kannst jetzt direkt in der block.json festlegen, ob ein Element nur auf dem Desktop, Tablet oder Smartphone angezeigt wird. Hochgradig optimierte mobile Erfahrungen – genial!

    DataViews: Die neue Admin-Oberfläche

    Sag „Tschüss“ zu den statischen PHP-Tabellen von 2005! Die neuen DataViews sind eine moderne, JavaScript-basierte Schnittstelle, die sich wie eine App anfühlt. Du kannst deine Inhalte in Grids, Tabellen oder Listen visualisieren. Filter und Sortierungen passieren unmittelbar ohne Reload. Das Beste: Das System merkt sich deine bevorzugten Ansichten! Achtung für Entwickler: Plugins, die die alten Listen-Tabellen modifiziert haben, brauchen dringend ein Update, sonst gibt es Brüche in der User-Experience.


    KI-Integration: Dein CMS wird zum Genie

    Das ist die wohl zukunftsträchtigste Neuerung: Die Abilities API und der native KI-Client. WordPress ist hier „Provider-agnostisch“ – es liefert keine eigenen Modelle mit, sondern stellt die standardisierte Schnittstelle bereit.

    Die Abilities API erlaubt es Plugins, ihre Funktionen maschinenlesbar zu registrieren. Eine KI kann so entdecken, was deine Website alles kann, und Aufgaben autonom ausführen. Stell dir vor, du sagst deinem Assistenten: „Erstelle eine Zusammenfassung der letzten fünf Beiträge und generiere passende Alt-Texte“. Die KI findet die passenden „Abilities“, prüft die Berechtigungen über den permission_callback und legt los.

    Lokale KI & MCP: Datensouveränität pur – Erfahre mehr:

    🤖 KI & Infrastruktur (MCP & Abilities API)


    WebAssembly (WASM): Performance-Wunder im Browser

    Unter der Haube nutzt WordPress 7.0 jetzt die Rechenpower deines Endgeräts. Dank WASM findet aufwendige Medienverarbeitung nun direkt in deinem Browser statt.

    • Bildkomprimierung & Video-Transcoding: Früher musste der Server alles berechnen. Jetzt erledigt das dein Browser via wasm-vips und ffmpeg.wasm. Das reduziert die Serverlast um ca. 80 %!
    • Saliency Detection: Ein mega Feature! Kleine KI-Modelle im Browser erkennen beim Zuschneiden automatisch wichtige Bildbereiche (wie Gesichter). Nie wieder abgeschnittene Köpfe in automatisierten Galerien!
    Infographic comparing traditional server-based media processing with WebAssembly (WASM) in-browser processing, highlightin...

    🎨 Design & Kollaboration -lies weiter:


    Fazit: Die Ära der Souveränität

    WordPress 7.0 ist kein einfaches Blog-Tool mehr. Es ist das Fundament für ein souveränes, intelligentes Webdesign. Ob du nun Blogger bist und von der Kollaboration profitierst , als Freelancer mit der Block Bindings API komplexe Backends baust oder als Agentur die Sicherheit von PHP 8.4 schätzt – diese Version ist eine Befreiung.

    Bevor du den Sprung wagst: Plane sorgfältig! Teste alles in einer Staging-Umgebung, geh erst auf 6.9 und check die PHP-Kompatibilität.

    Es ist Zeit, die Ärmel hochzukrempeln und die Maloche im Backend durch intelligente Workflows zu ersetzen. Das Web, das wir uns immer gewünscht haben, ist jetzt da – und es startet direkt hier bei uns.

    Nochmal wichtige Quellen für deinen eigen Deep Dive:


    Mehr Futter für WordPress-Fans:

    Fragen, die mir Leser stellten

    Sind mit dem übergang 6.9 auf 7 Migrationsbrüche zu erwarten? Muss der Webseitenbetreiber ran oder wird das ein glattes automatische Update ?

    Das ist nun die Millionen-Frage, oder? Wir alle kennen diesen Moment, wenn man auf „Update“ klickt und kurz die Luft anhält. Ich sag es dir ganz direkt: WordPress 7.0 ist eine Zäsur, kein kleiner Sommerspaziergang. Es ist eine bewusste Neuausrichtung, und das bedeutet, dass man dieses Mal wirklich hinschauen muss.

    Warum du dieses Mal ran musst
    Ein „Klick und Fertig“-Update wird es für viele Profis wahrscheinlich nicht sein. Es gibt ein paar Punkte, die zeigen, dass Handarbeit gefragt ist:

    Technischer Stack: Da die Mindestanforderung auf PHP 7.4 angehoben wurde, ist der erste Check Pflicht. Wenn dein Server noch auf einer uralten Version tuckert, bleibt die Seite nach dem Update schwarz. Kann dir aber bei goneo nicht passieren, da wir kein 7.4 mehr im Stack haben.

    Migrations-Weg: Es wird ausdrücklich empfohlen, nicht direkt von einer uralten Version zu springen, sondern erst das Update auf Version 6.9 zu machen. Das ist quasi dein technischer Stabilisator und der direkte Wegbereiter für die großen Änderungen.

    DataViews vs. Altlasten: Die Einführung der DataViews ist ein radikaler Bruch mit der Vergangenheit. Die alten PHP-basierten „List Tables“, die seit 2005 dabei waren, fliegen raus. Wenn du Plugins nutzt, die tief in diese alten Listen-Tabellen eingreifen (z. B. spezielle Filter in der Beitragsübersicht), müssen diese zwingend auf Kompatibilität geprüft werden, sonst bricht die Nutzererfahrung.

    Iframed Editor: Durch das vollständige Iframing des Editors in Version 7.0 ändert sich, wie CSS im Backend geladen wird. Das ist zwar mega für die Design-Präzision, kann aber bei Themes, die sehr „hacky“ programmiert wurden, zu Darstellungsfehlern im Editor führen.

    Du hast von Atomic design in WordPress gschrieben. ist das durch Quellen gestützt?

    Absolut berechtigte Frage! Ich weiß, das klingt erst mal nach einem riesigen Buzzword, das man eher aus Figma-Workshops kennt. Aber keine Sorge, ich hab das nicht einfach so in den Raum geworfen, um schlau zu klingen – das ist tatsächlich die strategische Richtung, die WordPress mit der Version 7.0 vollendet hat. Hier ist das Grounding dazu direkt aus den Quellen:

    Der Paradigmenwechsel: In den Quellen, die ich angegeben habe,, wird explizit beschrieben, dass WordPress 7.0 die konsequente Implementierung der Atomic-Design-Methodik markiert.

    Atome statt Seiten: Es wird betont, dass Nutzer (besonders Prosumer) umdenken müssen: Man gestaltet keine statischen Seiten mehr, sondern man kuratiert Atome, Moleküle und Organismen.

    Design-Tokens als Bindeglied: Die technische Basis dafür sind die erweiterten Möglichkeiten der theme.json. Hier werden zentrale Design-Tokens für Farben, Abstände (Dimension Presets) und Typografie definiert, die sich wie ein roter Faden durch das gesamte System ziehen.

    Konsistenz: Ziel dieser „atomaren“ Herangehensweise ist es, den gefürchteten „Design-Wildwuchs“ zu verhindern, indem Hierarchien global und konsistent über das gesamte Projekt hinweg gesteuert werden.

    Kurz gesagt: WordPress 7.0 löst sich von der Vorstellung, dass ein CMS nur Text in Layouts schubst. Es wird zu einem Tool, mit dem du ein echtes, logisch aufgebautes Design-System baust.

    Wie siehst du die Zukunft von WordPress in Bezug auf künstliche Intelligenz?

    Ich glaube, wir stehen da erst am ganz Anfang einer mega spannenden Reise. WordPress 7.0 hat mit der Abilities API und dem Model Context Protocol (MCP) ein absolut geniales Fundament gelegt. Mein Blick auf die Zukunft geht so:
    Vom Werkzeug zum Partner: KI wird nicht mehr nur ein Plugin sein, das dir SEO-Texte schreibt. Sie wird tiefer integriert. Stell dir vor, du sagst deinem WordPress: „Ich brauche eine Landingpage für mein neues Produkt, im Stil meiner Marke, optimiert für Conversions.“ Und das System baut dir einen Entwurf, schlägt Bilder vor, formuliert Texte und richtet die Formulare ein – alles basierend auf den „Abilities“, die deine installierten Plugins bereitstellen.
    Demokratisierung von High-End-Funktionen: KI wird komplexe Aufgaben, die früher teure Entwickler erforderten, für jeden zugänglich machen. Personalisierung von Inhalten in Echtzeit, intelligente A/B-Tests, automatisierte Bild- und Videobearbeitung direkt im Browser (dank WASM!) – das wird Standard.
    Souveränität bleibt der Schlüssel: Und das ist mir persönlich mega wichtig, die Zukunft von WordPress liegt in der Wahlfreiheit. Ja, wir werden mächtige Cloud-KIs wie GPT-4 nutzen. Aber dank MCP und Tools wie Ollama können wir sensible Daten auch lokal auf unseren eigenen Servern verarbeiten. Diese Balance aus Power und Datensouveränität ist genial und wird WordPress auch in der KI-Ära unverzichtbar machen. Kurz gesagt: KI wird WordPress nicht ersetzen, sondern es wesentlich mächtiger, intuitiver und kreativer machen. Es wird die „Maloche“ im Hintergrund reduzieren und uns mehr Raum für die strategische und kreative Arbeit geben.

  • Die 14-Stunden-Falle: Wenn KI-Frameworks die Produktivität fressen

    Die 14-Stunden-Falle: Wenn KI-Frameworks die Produktivität fressen

    (Deep-Dive Edition)

    Wir leben im Zeitalter der „Agentic AI“. Die Vision: Ein autonomer Butler wie OpenClaw sortiert Mails, schiebt Trello-Cards und orchestriert APIs. Doch wer den Vorhang lüftet, blickt in ein organisches Trümmerfeld aus Microservices, das produktives Arbeiten im Keim erstickt.

    Letzte Woche habe ich genau das durchexerziert. Das Ziel: Ein simpler API-Call. Der Aufwand? 14,5 Stunden Netto-Arbeitszeit. Hier ist die Obduktion eines Systems, das vor lauter Isolation das Arbeiten verlernt hat.

    Absicht und Setting waren:

    • Openclaw im Docker aus einem Image auf einem Mac Mini 2018 (Intel Chip, was die Virtualisierung etwas leichter machen sollte als in Mac OS mit M2 oder M4) aufsetzen. Ein Aufsetzen direkt auf dem Mac Mini verbot sich mir. Ich habe da viele Sachen drauf und die Sicherheitslücken sind nicht so einfach überschaubar.
    • WhatsApp als Client nutzbar machen (ist on board)
    • Terminal UI aufrufen, erste Konfiguration, OpenAI GPT-5 Nano statt Claude (die haben sich gestritten und Claude wollte OpenClaw im Chat nicht mal mehr kennen)
    • Web GUI aufrufen, angebotene Skills konfigurieren, z.B. Trello
    • Matrix zusätzlich zu WhatsApp anbinden
    • Einen externen Client anbinden API Call sollte eine andere KI aufrufen, einen Text-String übergeben, auf Antwort warten.

    Das ist passiert:

    • Der Docker-Container aus einem Alpine-basierten Image startete und rief ein Onboarding Skript im Terminal auf. Nach einigen Anläufen lief das.
    • Meine Versuche, das GUI (Webinterface) aufzurufen scheiterten wegen integrierter Sicherheitsschranken (man braucht ein Token, das man sich aus dem Container holen muss mit einem docker exec -it-Befehl). LLMs halluzinierten übrigens gerne Funktionen/Optionen, die es nicht gibt.
    • Irgendwann fand ich, dass es ein TUI gibt (Terminal User Interface) und wie man es aufruft. Lief, es dauerte aber etwas bis man durchsieht.
    • WhatsApp lässt sich mit dem Onboarding-Skript anbinden.
    • Der Versuch, Matrix als Client anzubinden, scheiterte. Es gibt zwar ein Matrix Software Development Kit, das dokumentiert ist und das man nutzen kann, aber die Verschlüsselung geschieht mit Rust. Damit wurde der Container viel schwerer (einiges an GBs). Viele Ressourcen hätten im Container nachinstalliert werden müssen. Dies scheiterte offenbar am Paketmanagement für Bibliotheken und Inkompatibilitäten/Abhängigkeiten/Diskrepanzen, die so leicht nicht aufzulösen waren. Die Installation scheiterte, weil der Container kaputt ging und Docker abstürzte (hatte ich vorher noch nicht so gesehen).
    • Wechsel auf ein schlankes node-basiertes Image, das nur ein Gateway baut mittels einer in einer im Docker-Container laufenden Binary.
    • Matrix Anbindung aufgegeben
    • API Call nach vielen Fehlversuchen halbwegs funktional.

    1. Das „Uncanny Valley“: Intelligence ohne Execution

    Ein ernster Stolperstein ist die funktionale Halluzination des angebundenen LLMs. Ein modernes LLM wie GPT-5 Nano ist darauf programmiert, „hilfreich“ zu sein. Im Kontext von OpenClaw führt das zu einem bizarren Effekt: Die KI sieht deine Skill-Dateien im Verzeichnis. Aber wenn das interne Tool-Gateway die Funktion nicht korrekt registriert hat, schickt das System beim Aufruf nur ein leeres Schweigen zurück.

    Anstatt ehrlich zu sagen: „Ich komme hier nicht raus“, fängt die KI an zu lügen. Ich nenne das Functional Gaslighting. Die KI gaukelt Erfolg vor: „Ich habe die API aufgerufen“, sagt sie im Chat, während im Backend absolut nichts passiert ist. Das LLM interpretiert das Schweigen des Gateways als Erfolg. Ohne eine saubere Fehlerkultur im Framework wird die Intelligenz des Agenten zur Sackgasse.

    Ein geteilter Bildschirm illustriert das „14-Stunden-Versprechen“. Links unter „Die Erwartung“ steht ein sauberer Prompt: „Schreib mir eine API-Integration“. Rechts unter „Die Realität“ zeigt eine rote Digitaluhr „14:30:00“ Stunden an, umgeben von einem Chaos aus roten Fehlermeldungen und Terminal-Fenstern. Die Grafik verdeutlicht die Diskrepanz zwischen einfacher Anfrage und komplexem Infrastruktur-Aufwand.

    2. Die organische Bruchstelle: Docker spawnt Docker

    Man muss verstehen, wie OpenClaw organisch vorliegt: Es ist kein kompaktes Programm, sondern ein hochgradig fragmentiertes Ökosystem. Da ist der Core Orchestrator (FastAPI), das hübsche Frontend (Next.js) und der berüchtigte Agent Runner. Letzterer nutzt die Docker-API deines Hosts, um on-the-fly neue „Worker-Container“ zu gebären.

    Das Problem: Diese Container sind genetisch isoliert. Sie erben weder DNS-Settings noch Netzwerk-Bridges deines Haupt-Setups. Während „Hallo Welt“ (lokale Textausgabe) klappt, stirbt jeder API-Call am digitalen Stacheldraht der Sandbox. Die „Magie“ der Autonomie scheitert hier an basalen Infrastruktur-Hürden.

    Ein Eisberg-Modell verdeutlicht technische Hürden bei KI-Agenten. Über Wasser steht die grüne Spitze „KI-Logik“ mit Begriffen wie Wissen. Unter Wasser verbirgt sich ein riesiges, rot glühendes Kabel- und Container-Chaos unter dem Titel „Infrastruktur-Chaos“. Markierungen zeigen Fehlerquellen wie „Docker-Dodge“, „Alpine vs. Debian“, „musl vs. glibc“ und eine blockierte Gateway-Schnittstelle.

    3. Das Dokumentations-Vakuum: Blindflug in der Registry

    Was am meisten Ärger macht: Dokumentation bzw. Nicht-Dokumentation. Viele Images in der Docker-Registry kommen ohne viel README.md daher. Man steht eher im Regen mit Fragen wie:

    • Basiert das Image auf Alpine (musl) oder Debian (glibc)? (Ein entscheidender Unterschied für fast alle KI-Libraries!)
    • Welche Ports sind offen?
    • Welches Token will das GUI?
    • Welche Environment-Variables werden injiziert?

    Wer hier nicht manuell per docker image inspect und docker exec eine Art Reverse-Engineering betreibt, hat wenig Chancen. Es ist ein „Move fast and break things“-Ansatz, bei dem die Developer-Experience auf der Strecke bleibt. Das dauert und man tippt sich im Terminal die Finger wund.

    Eine alte Apothekerwaage vergleicht Aufwand und Nutzen. In der linken, leichten Schale liegt ein einzelner „1 API-Call“. Die rechte Schale wird von einem schweren, roten Sack mit der Aufschrift „Senior Dev Zeit 14,5 h“ massiv nach unten gedrückt. Darunter steht die Formel: Effizienz gleich gelöste Aufgabe geteilt durch Setup-Aufwand. Das Fazit lautet: Wenn die Wartung den Wert der Aufgabe übersteigt, ist es ein Hobby, kein Tool.

    4. Die „Think-Modus“-Falle: Warum KI-Hilfe versagt

    Vielleicht denkst du: „Frag doch Gemini oder ChatGPT im Think-Modus!“ Vergiss es. Diese Modelle kennen die Doku von gestern, aber nicht die „Breaking Changes“ von heute. OpenClaw ändert seine Architektur und Namen so oft, dass externe KIs nur planlos raten. Sie schlagen Configs vor, die seit drei Versionen deprecated sind. Wir sind zurück in der „MS-DOS-Phase“ der IT: Man muss die Jumper (Docker-Configs) wieder von Hand setzen, damit der Sound (die API) läuft.

    5. Die Abrechnung: Wirtschaftlichkeit vs. Nerd-Spielerei

    Lass uns die harte Rechnung aufmachen:

    • Aufwand: 14,5 Stunden „Dev“-Zeit (Debugging, Container-Patching, Log-Analyse).
    • Ergebnis: Ein mühsam erkämpfter API-Call.
    • Fazit: Eigentlich ein wirtschaftliches Desaster. In dieser Zeit hätte ich ein klassisches Python-Skript oder einen n8n-Workflow erstellt, und das „Problem“ in 15 Minuten gelöst, (wenn es nur um die API geht).

    Fazit: Magie oder Masochismus?

    Die Vision ist großartig: Ein Butler, der Trello sortiert und Mails beantwortet. Aber solange wir 90 % der Zeit mit Infrastruktur-Debugging verbringen, bleibt der Agent ein aufwendiges Spielzeug.

    Eine 2-mal-2-Entscheidungsmatrix mit den Achsen „Komplexität der Aufgabe“ und „Sicherheitsanforderungen“. Einfache Skripte (unten links) werden für tägliche Use-Cases und einfache APIs empfohlen. Komplexe Frameworks (oben rechts) wie OpenClaw eignen sich für Enterprise-Skalierung und Hochsicherheit mit eigenem Ops-Team. Die Bereiche oben links und unten rechts sind als „Overkill“ beziehungsweise „Manuell?“ markiert.

    Meine Empfehlung:

    • JA zu Frameworks wie OpenClaw: Wenn du hunderte Agenten in einer hochgesicherten Enterprise-Umgebung skalieren musst und ein eigenes Ops-Team hast. Mach das!
    • NEIN: Wenn du im Home Office oder für dein Zeug einfach nur produktiv sein willst. Greif zum „nackten“ Skript oder zu stabilen Low-Code-Plattformen.

    Abschlussgedanke: KI-Agenten sollen unsere Probleme lösen, nicht neue erschaffen. Bevor du dich ins nächste Framework stürzt, frag dich: Baue ich gerade eine Lösung oder nur ein Denkmal, um der Komplexität zu huldigen?

    Persönliches Resümee: Bin ich vielleich einfach nur zu dumm für OpenClaw?

    Nach diesem Marathon stellt man sich zwangsläufig die Sinnfrage. Ist es Intelligenz-Defizit oder ein massiver Overhead-Fehler.

    • Spezialwissen vs. Dummheit: Man braucht Spezialwissen, sollte Erfahrung haben wo und wie Dinge vielleicht dokumentiert sind. Man scheitert weniger an der KI, sondern an der Infrastruktur, die für den Zweck (hier gings um einen API-Call). Man muss darauf kommen oder es wissen, dass und wie Features blockiert sind aus Sicherheitsaspekten heraus.
    • Das Framework-Paradoxon: High-End-Frameworks sind high end, heißt: Man muss sie kennen. Damit schießt man aber eben mit Kanonen für Spatzen. Wer versucht, mit einem Flugzeugträger über einen Bach zu setzen, scheitert nicht am Steuern, sondern an der Wahl des Gefährts.

    Mein abschließendes Learning: Ich denke dafür zu pragmatisch, weil es mir nicht darum geht, 14 Stunden lang Komplexität zu generieren, wenn ein 30-Minuten-Skript den Job erledigt hätte. Aber wie schafft man sich sonst das Wissen drauf?

    Ex-post-Analyse: Was hätte ich vorher wissen müssen?

    Hinterher ist man immer schlauer. Aber bei der Analyse meiner 14,5 Stunden wurde mir klar: Mein Problem war, dass mir die impliziten technischen Anforderungen des Frameworks fehlten. Wer mit OpenClaw experimentiert, sollte diese drei Ebenen vorab validieren:

    • Ebene 1: Die Architektur-Wahrheit (Docker-Orchestrierung): OpenClaw führt Agenten-Code nicht lokal aus. Es ist eine Schicht, die „on-the-fly“ neue Docker-Worker gebärt. Mein Problem war kein Python-Fehler, sondern ein Netzwerk-Routing-Problem im Docker-Stack.
    • Ebene 2: Die Sicherheits-Philosophie (Zero-Trust-Isolation): Die Standard-Einstellung vieler Agent-Sandboxen ist „Nichts geht rein, nichts geht raus“. Für einen API-Call nach draußen muss man die Sandbox-Konfiguration aktiv aufbohren und im Einzelfall wissen, wie.
    • Ebene 3: Die Dependency-Hölle (Base-Image-Check): Wer Python-KI-Libraries nutzt, braucht glibc. Wer ein Alpine-Image (musl) nutzt, hat verloren. Ein 5-minütiger Check des Base-Images vorab hätte vielleicht Stunden an Debugging gespart.


    Warum behauptet mein KI-Agent, er hätte die Aufgabe erledigt, obwohl im Backend nichts passiert ist?

    Der Text erklärt das Phänomen des Functional Gaslighting: Die KI sieht zwar den Skill (Wissen), aber da das Framework die Funktion nicht korrekt im Tool-Gateway registriert hat, schlägt die Ausführung fehl. Da viele Frameworks kein sauberes Fehler-Feedback an das LLM zurückgeben, interpretiert die KI das Schweigen als Erfolg und halluziniert ein positives Ergebnis.

    Wieso scheitern API-Calls in Agenten-Frameworks oft an Docker-Problemen?

    Der Beitrag beleuchtet die Isolation der Sandbox. Standardmäßig sind viele Docker-Worker in OpenClaw & Co. so abgeschottet, dass sie keinen DNS-Zugriff oder Internet-Outbound haben. Wer nicht manuell die Netzwerk-Policies anpasst, lässt seinen Agenten buchstäblich gegen eine Wand laufen.

    Warum laufen Python-Scripts lokal einwandfrei, aber stürzen im Agent-Container ab?

    Hier liefert der Text die Antwort im „glibc vs. musl“-Konflikt. Viele schlanke Docker-Images (Alpine) nutzen eine andere C-Bibliothek als herkömmliche Linux-Systeme (Debian/Ubuntu). Da KI-Libraries fast immer auf glibc angewiesen sind, führt die Nutzung von Standard-Alpine-Images zwangsläufig zum Systemabsturz.

    Wann ist ein KI-Framework wie OpenClaw sinnvoll und wann ist es Zeitverschwendung?

    Der Artikel bietet eine klare Entscheidungshilfe: Frameworks lohnen sich für hochskalierbare Enterprise-Szenarien mit eigenem Ops-Support. Für den produktiven Alltag und individuelle Automatisierungen (Mail, Trello, API) zeigt der Text auf, dass klassische Skripte oder stabile Low-Code-Plattformen (wie n8n) die deutlich wirtschaftlichere Wahl sind.

  • Open Source Cookies und KI-Agenten: Insights vom JoomlaCamp 2026 aus Essen.

    Open Source Cookies und KI-Agenten: Insights vom JoomlaCamp 2026 aus Essen.

    Ich melde mich mal mit ein paar Tagen Abstand zum JoomlaCamp 2026 im Essener Unperfekthaus zurück. Wer mich kennt, weiß: Ich bin bei goneo im PM und Marketing unterwegs. Wer mich kennt, weiß: Als PM bei einem Hoster wie goneo bin ich eher Fan von klaren Strukturen und Roadmaps.

    Deswegen war ich anfangs – ich gebe es zu – etwas skeptisch, was das Format angeht. Es war nämlich eine Unkonferenz (oder Barcamp, für die Retros unter uns). Das heißt: Kein festes Programm, keine vorab gebuchten Speaker-Slots.

    Stattdessen hieß es am Morgen: „So Leute, was habt ihr im Gepäck?

    Gelebte Agilität in Reinform

    Corkboard with handwritten notes and tally marks, displaying a schedule with topics and times
    Der Tagesplan für den Businessday beim JoomlaCamp 2026: Themen wurden von der Community gesammelt und nahe Echtzeit den Räumen zugewiesen.

    Das Bild, das ihr hier seht, war der„Masterplan“ für den Businessday. Jeder, der was zu sagen hatte, hat sein Thema auf eine Karte geschrieben, kurz gepitcht, und die Community hat abgestimmt. Der Gastgeber hat das fast in Echtzeit in die Räume und Zeitslots einsortiert.

    Was vielleicht nach Chaos klingt, hat erstaunlich gut funktioniert. Warum? Weil dadurch genau die Themen auf den Tisch kamen, die uns jetzt unter den Nägeln brennen – und nicht das, was ein Marketing-Team vor sechs Monaten in eine Agenda gepresst hat.

    Für mich als Marketer bei einem Hoster ist das wie eine Fokusgruppe auf Steroiden. Ich sehe ungefiltert, wo die Reise hingeht. Hier ist mein „Professional Take“ – ohne Marketing-Sprech, dafür mit Substanz.

    Als Hoster sind wir per se CMS-agnostisch. Ob du WordPress, Typo3 oder eben Joomla auf unsere Server wirfst, ist uns erst mal egal – solange es performant läuft und die Support-Kollegen nicht mit Sicherheitslücken in den Wahnsinn getrieben werden.

    Wer das Gebäude Unperfekthaus kennt, weiß: Das ist ein verwinkeltes Labyrinth, viereinhalb Stockwerke hoch aus Kreativität und renoviertem Retro-Ruhrpott-Charme mit offene Dachterrassen und nettem Restaurant/Bar in der Lobby.

    Das richtige Setting für das, was wir da besprochen haben. Während draußen die Welt über „NeoCoulds“ buzzworded und Claude als KI-Hype abfeiert, haben wir uns im Business-Track mal mehr oder weniger trocken angeschaut, wo die Reise für Joomla bis 2028 hingeht.

    Hier also mein Recap – ein bisschen tiefer unter die Haube geschaut, als man es im Hochglanz-Prospekt lesen würde.

    Wenn man zwei Tage in Essen mit der Joomla-Core-Prominenz in den Räumen sitzt, ändert sich der Blickwinkel. Aus der Hoster-Perspektive ist Joomla nämlich gerade verdammt spannend geworden. 

    Cookies, Lizenzen und der deutsche „Engine Room“

    Echt jetzt: Jemand hat „Open Source Cookies“ mitgebracht. Mürbeteig mit beiliegender Zutatenliste und Lizenz. Klingt nach einem Nerd-Witz, ist aber eigentlich das perfekte Sinnbild für diese Community. Man will jetzt wissen, was drin ist. Keine Blackbox ansteuern. 

    In Essen wurde klar: Die deutsche und europäische Community ist das Rückgrat der Entwicklung bei Jooma. Wenn Sigrid Gramlinger (ihres Zeichens Joomla Department Coordinator Production) über die Roadmap spricht, Consent Management Ansätze abfragt oder Benjamin Trenkle (CMS Maintenance Team Leader) die AI Policy erklärt, dann merkst du: Hier geht es nicht um „schnell mal was hinklatschen“, sondern um Rechtssicherheit und professionelle Standards.

    Das kann als typisch deutsch gelesen werden, im besten Sinne heißt das: Der German Stack. Die Leute hier bauen den „Engine Room“ – auch für den europäischen Mittelstand.

    Wie ein CMS-agnostischer Hoster heute auf Joomla schaut

    Wir bei goneo beobachten den Markt der Webanwendungen genau. Open-Source ist ein Faktor. Während andere Systeme sich in Richtung „Closed Ecosystems“ oder Plugin-Pagebuilder-Monster entwickeln, hat Joomla in Essen eine ganz andere Richtung eingeschlagen: Stabilität durch Struktur.

    Security & Lifecycle: Der „Boring can be sexy“-Faktor

    Aus Marketing-Sicht klingt „Sicherheit“ oft langweilig. Für uns als Hoster-Provider ist es das Fundament. In Essen ging es auch um Compliance.

    • Mein Take: Joomla 5 und 6 sind „Secure by Design“. Für uns als deutsches Unternehmen ist das Gold wert. Wir brauchen Partner und Communities, die DSGVO nicht als Hindernis, sondern als Standard akzeptieren und wahrnehmen. Die Sessions haben gezeigt: Die Leute bauen hier komplexe Business-Lösungen, keine Hobby-Blogs. Das ist die Zielgruppe, die wir bei goneo mit unseren Paketen ansprechen wollen.
    • Sicherheitsdenke bedeutet für uns: Weniger gehackte Instanzen, weniger Stress mit automatisierten Bots. Das ist für einen Hoster ein riesiges Plus bei den Betriebskosten (TCO). 

    Die Technik: Von der „Insel“ zum „Hub“

    Früher war Joomla eine Art Insel, ein eigener Ansatz, eigene Workflows. Heute ist es eine API-first Schaltzentrale. Verfolgt man die Sessions von Marc Dechèvre von Woluweb aus Brüssel, dann wird das sehr deutlich.

    1. MCP (Model Context Protocol) – Der Gamechanger

    Besonders krass waren die Sessions von David Jardin (Joomla Security Liaison)  und Stefan Wendhausen (Joomla CMS Release Team Leader) zum Model Context Protocol (MCP). Der Clou: Damit können KI-Modelle wie ChatGPT oder Claude direkt mit den Daten in Joomla „kommunizieren“. 

    DIe Hoster-Perspektive: Wenn Joomla zum Headless-Hub für KI-Agenten wird, ändert das die Lastprofile auf unseren Servern. Wir bei goneo müssen hier Infrastruktur bieten, die diese API-Dauerfeuer weglächelt. Marc Dechèvre (Automatisierungsexperte) hat das mit Make-Workflows und der Joomla-API direkt in die Praxis übersetzt. Krass, was da an Effizienz drinsteckt.

    • Was das für uns bedeutet: Wenn Joomla-Instanzen anfangen, über MCP direkt mit KI-Modellen zu kommunizieren, verschiebt sich die Last auf den Servern Richtung I/O. Wir reden weniger über RAM-lastiges PHP-Rendering, sondern über API-Calls und automatisierte Workflows (Callout an Marc Dechèvre für die Demo mit Make).
    • Die Erkenntnis: Joomla entwickelt sich weg vom reinen Anzeigewerkzeug hin zum Content-Hub. Für goneo heißt das: Wir müssen unsere Infrastruktur genau auf diese API-First-Szenarien optimieren.
      MCP ist für Joomla technisch gesehen ein Sprung. Statt dass wir mühsam jedes KI-Tool per Hand anbinden, bietet Joomla eine standardisierte Schnittstelle.
    • Der Benefit: Claude, ChatGPT oder lokale LLMs können direkt mit den Joomla-Daten sprechen.
    • Use Case: Du tippst: „Analysiere die Tabelle mit den Zugriffszahlen und schreib mir basierend auf den bestperformenden Beiträgen drei Teaser-Texte für die Startseite.“ Das passiert ab 2026 nativ, ohne dass du Daten händisch kopieren musst.

    2. agents.md und die neue KI-Policy

    Agents.md ist quasi eine maschinenlesbare Anleitung für KI-Coding-Agenten in nahezu flachem Text. Wenn eine KI beim Coden hilft, muss sie die Struktur von Joomla verstehen. Das steht in der md-Datei. Mit diesem Standard stellen wir sicher, dass KI-generierter Code nicht den Core zerschießt. Pragmatismus schlägt hier Angst. Wir nutzen die Tools, aber kontrollieren die Qualität. Agents helfen beim Coden und Warten helfen. Für uns bedeutet das: Die Einstiegshürde für komplexe Projekte sinkt, während die Code-Qualität durch KI-Reviews steigt.

    Roadmap 2028: Was ist in der Pipeline?

    Ich habe mir die Pläne für die nächsten zwei Jahre angeschaut. Wer glaubt, Joomla ruht sich auf Version 5 oder 6 aus, irrt. Die Roadmap bis 2028 fokussiert sich auf drei neue Kernpunkte:

    Feature-BereichErwartung bis 2028Warum das wichtig ist
    Structured ContentTiefe Integration von Custom Fields in den Core-Workflow.Weniger Abhängigkeit von Overrides, sauberere Datenbanken.
    Performance 2.0Native Unterstützung für modernste Bildformate und Edge-Caching.Google Core Web Vitals werden noch strenger; Joomla liefert Out-of-the-Box.
    AI Integration„AI-Assisted Site Building“ im Backend.Kunden können Content-Strukturen per Prompt vorschlagen lassen.

    Was kommt da auf uns und auf Anwender zu?

    • Structured Data & Custom Fields: Das ist der Tod des „Frickel-Overhead“. Joomla wird im Core so sauber, dass wir im Hosting weniger Caching-Tricks anwenden müssen, weil die Datenbankabfragen effizienter werden.
    • Mein Take: Das wird die Art, wie wir Content managen, komplett disruptieren. Wenn das CMS zum „Knowledge Hub“ wird, brauchen wir Infrastrukturen, die solche massiven API-Abfragen weglächeln.
    • PHP-Evolution: Joomla ist immer vorne mit dabei, wenn es um neue PHP-Versionen geht. Das pusht uns, unsere Plattformen aktuell zu halten, wovon am Ende alle unsere Kunden profitieren – egal welches CMS sie nutzen.

    Wer trägt das Ganze eigentlich? (Governance & Business)

    Manchmal wird man gefragt: „Markus, wer garantiert mir eigentlich, dass es Joomla in fünf Jahren noch gibt?“

    Für uns bei goneo ist die Stabilität eines Projekts wichtig. Joomla wird von Open Source Matters (OSM) verwaltet.  Das ist kein Ein-Mann-Betrieb.

    OSM ist eine Non-Profit-Organisation, nach US-Recht eine 501(c)(3)), die 2005 gegründet wurde, als sich Joomla von Mambo abgespalten hat. Wenn es um Lizenzen, Markenrechte (Trademarks) oder Verträge geht, tritt OSM als juristische Person auf. Ohne OSM gäbe es niemanden, dem die Marke „Joomla“ gehört – und das wäre im Business-Umfeld ein totales Risiko.

    OSM verwaltet die Gelder. Sponsoring-Einnahmen, Spenden und Einnahmen aus dem Partner-Programm fließen hier rein und werden für die Infrastruktur (Server, Downloads, Marketing) wieder ausgegeben.

    Es gibt ein Board of Directors, das strikt nach Ressorts getrennt ist (Marketing, Finance, Programs). Das Ganze ist demokratisch organisiert.

    • Ich habe mir auch mal die Board-Rollen und die Organisation angeschaut.
    • Mein Fazit: Das ist eine extrem solide, demokratische Struktur. Es gibt keinen „Single Point of Failure“ durch einen Investor, der plötzlich den Geldhahn zudreht. Diese Unabhängigkeit ist für einen Hoster wie goneo ein wichtiges Argument für die langfristige Empfehlung an unsere Kunden.

    Und: Es gibt auch keinen CEO, der morgen beschließt, die Preise um 300% zu erhöhen oder das Projekt an eine Heuschrecke zu verscherbeln. Joomla gehört eigentlich allen.

    Aus unternehmerischer Perspektive kann man eine gewisse  Investment-Sicherheit ableiten. Allerdings fehlt sichtlich ein kommerzieller Arm in einer Welt, in der SaaS-Tools kommen und gehen. Joomla wirkt wie der der Fels in der Brandung – ist ja auch gerad wie goneo 20 Jahre alt geworden.

    Es scheint mit OSM zu funktionieren.  Die Rollen im Board sind klar verteilt. Dass Leute wie Sigrid oder Benjamin tief involviert sind, gibt Hostern das Vertrauen, dass Joomla auch 2028 noch die Engine für anspruchsvolle Business-Websites sein kann.

    Mein Fazit aus Essen

    JoomlaCamp 2026 war ein Augenöffner. Die Organisation und die Akteuere zeigen sich pragmatisch, hochprofessionell und haben den KI-Wandel voll auf dem Schirm. Für goneo bedeutet das: Wir werden unsere Hosting-Pakete noch spezifischer auf diese API- und KI-Workflows optimieren müssen.

    Joomla 2026 fühlt sich nun weniger wie ein CMS an, mehr wie ein Enterprise-Framework. Oder – um ein anderes Bild zu wählen – wie ein gut gewarteter Motor, unaufgeregt, zuverlässig, aber mit der neuen KI-Einspritzung (MCP), so dass es jetzt richtig anziehen kann. Alle Sprachbilder haben eins gemeinsam: Sie sind mindestens leicht schief, aber sie illustrieren: Man bastelt nicht, man baut Architekturen. Und Joomla ist das Fundament, das stabil bleibt, während sich die KI-Welt drumherum dreht.

    Viele Diskussionen drehten sich um Skalierbarkeit und über das YOOtheme Pro Template als Shining Star und Industriestandard für effizientes Design. Auch ein interessanter Impuls: Playwright für automatisiertes Testing. Dirketen Nutzwert lieferten Leute, die nicht der Joomla-Organisation angehören, sondern vielleicht eine Agentur betreibenm, wie zum Beispiel Peter Martin von db8 aus den Niederlanden mit der Präsentation seiner Sammlung netter Tools (nicht nur) für Joomla

    Um auf den Punkt zu kommen: Wir bei goneo bleiben natürlich CMS-agnostisch, weil wir die Wahlfreiheit lieben. Aber nach diesem Joomlacamp in Essen muss ich sagen: Joomla hat seinen Platz in der Professional-Ecke mehr als verdient. Wer Struktur sucht und keine Lust auf „Lock-in-Effekte“ hat, kommt 2026 an Joomla nicht vorbei.

    Die Diskussionen am Board und in den Sessions zeichnen ein klares Bild für die nächsten zwei Jahre:

    1. AI-Native Features: Nicht nur ein Plugin, sondern tiefe Integration im Core.
    2. Positioning: Ein Marketing- & Positionierungs-Experte einer Agentur hat eine interessante Debatte angestoßen: Wo liegt der Wert des Developers, wenn die KI den Code schreibt? Fragen, die man auch im Hause goneo hört. Antwort: In der Architektur und der Strategie.

    Wie sieht’s bei dir aus? Hast du schon eine Strategie, wie du die neuen MCP-Möglichkeiten in deine Kundenprojekte integrierst, oder ist das für dich noch zu weit weg?

    Schreib mir mal – oder noch besser: Sollen wir mal gemeinsam schauen, wie wir deine aktuelle Joomla-Instanz auf die Roadmap 2028 vorbereiten?

    Fragen, die dieser Text beantworten kann

    Wo fand das JoomlaCamp 2026 statt?

    Das Event wurde im Unperfekthaus in Essen abgehalten.

    Welches Veranstaltungsformat wurde für das JoomlaCamp gewählt?

    Es handelte sich um eine Unkonferenz (auch bekannt als Barcamp), bei der es kein festes Programm oder vorab gebuchte Sprecher-Slots gab.

    Wer berichtet in diesem Text über seine Erfahrungen?

    Der Autor ist im Bereich Produktmanagement (PM) und Marketing bei dem Hostinganbieter goneo tätig.

    Warum war der Autor dem Format gegenüber zunächst skeptisch eingestellt?

    Aufgrund seiner beruflichen Rolle als Produktmanager bevorzugt er normalerweise klare Strukturen und feststehende Roadmaps, was im Gegensatz zum offenen Konzept einer Unkonferenz steht.

  • Website-Zugriff für Bots und Crawler verhindern

    Website-Zugriff für Bots und Crawler verhindern

    Stellt euch vor, eure Website ist wie euer eigenes Zuhause. Ihr habt die Tür geöffnet. Freunde und Familie sind willkommen. Doch auch ungebetene Gäste, die du nicht eingeladen hast, strömen herein, durchstöbern eure Schränke, nehmen sich Snacks, hinterlassen Chaos. 

    Genau so benehmen sich Webcrawler und Bots auf eurer Website. 

    Webcrawler sind automatisierte Programme, die euere Serverressourcen auffressen. Das kann Ladezeiten in die Höhe treiben und echte Besucher vergraulen. 

    Wollt ihr etwas dagegen tun? Wir haben praktische Tipps für euch, um digitale Störenfriede in Schach zu halten. 

    Was sind Bots oder Crawler überhaupt?

    Bots oder Crawler sind Software-„Roboter“, die ohne menschliches Zutun durchs Internet streifen. 

    Sie besuchen Websites, interagieren mit Inhalten und führen auch selbsttätig Aufgaben aus. Das ist im einfachsten Fall ein virtueller Klick auf einen Menüpunkt, kann aber auch eine Suche auf der Website sein. 

    Einige sind nützlich, wie die Crawler von klassischen Suchmaschinen, die eure Seite indexieren und euch in den Suchergebnissen nach oben bringen.

    Andere Crawler sind weniger freundlich und können eure Inhalte klauen, Spam verbreiten oder Sicherheitslücken ausnutzen. 

    so funktionieren Crawler: sie starten auf einer gegebenen URL, laden den HTML Code und extrahieren alle Links, die Daten werden gespeichert. Damit ist das Webdokument im Suchindex. Die gefundenen Links werden nacheinander besucht und der Kreislauf beginnt von vorne.

    Gute Bots, böse Bots

    Versuchen wir mal, Gut und Böse zu unterscheiden:

    Die Guten:

    • Suchmaschinen-Crawler
      Wie der Googlebot oder Bingbot, die eure Seite indexieren und für Sichtbarkeit sorgen. Das heißt: Somit gelangt euere Website in die Suchergebnisse einer Suchmaschine.
    • Auditing-Bots
      Sie sammeln wertvolle Daten über die Performance eurer Website, z.B. der Google Pagespeed Insights-Bot. Die Daten braucht ihr, wenn ihr wissen wollt, ob euere Seite gute Erfahrungen bei eueren Nutzern erzeugt. 

    Die Bösen:

    • Content-Scraper
      Sie klauen eure Inhalte und kopieren sie, um sie anderswo zu verwenden.
    • Spam-Bots: 
      Diese fluten eure Formulare und Kommentarbereiche mit Müll, in denen meist ein Link eingebaut ist.
    • Hacker-Bots
      Diese Art versucht, Sicherheitslücken zu finden und auszunutzen. Ziel ist, unbefugten Zugriff zu erlangen.

    Welche Anzeichen für Bot-Aktivitäten auf eurer Website gibt es? 

    Bevor wir zu den Lösungen kommen, solltet ihr wissen, woran ihr unerwünschte Bot-Aktivitäten erkennt:

    • Plötzliche Traffic-Spitzen
      Ein Anstieg der Besucherzahlen ohne entsprechenden Anstieg der Interaktionen oder Verkäufe.
    • Langsame Ladezeiten 
      Eure Seite lädt plötzlich langsamer, was echte Besucher abschrecken kann.
    • Hohe Absprungraten 
      Wenn Nutzer eure Seite schnell wieder verlassen, könnte das an Bots liegen.
    • Ungewöhnliche Sitzungsmuster
      Besucher, die nur für Millisekunden bleiben oder stundenlang auf einer Seite verweilen.
    • Formulareingaben mit zufälligem Text:
      Ein klares Zeichen für Spam-Bots – woher soll der Müll sonst kommen? 
    Zutritt verboten für böse Bots

    Wie könnt ihr Bots den Zugang zur Website verweigern? 

    Der spannende Teil. Hier sind einige effektive Methoden, um unerwünschte Bots fernzuhalten

    1. robots.txt-Datei erstellen

    Die robots.txt-Datei ist wie ein Türsteher für eure Website, nur ehrlich gesagt, nicht ganz so mächtig. Die Datei robots.txt teilt Bots mit, welche Bereiche sie betreten dürfen und welche nicht.

    So erstellst du eine robots.txt-Datei

    • Texteditor öffnen
      Verwendet einen einfachen Texteditor wie Notepad (Windows), Notepad++ oder TextEdit (Mac OS).
    • Anweisungen hinzufügen

      Fügt folgende Zeilen ein: 
    # Blockiert BadBot vom gesamten Zugriff auf die Website
    User-agent: BadBot
    Disallow: /
    
    # Blockiert EvilScraper vom gesamten Zugriff auf die Website
    User-agent: EvilScraper
    Disallow: /
    
    # Standard-Regel für alle anderen Bots (z.B. Googlebot, Bingbot). 
    # Alle anderen werden standardmäßig erlaubt.
    User-agent: *
    Disallow:
    • Datei speichern: Speichert die Datei als robots.txt und zwar exakt unter diesem Namen.
    • Datei hochladen: Ladet die Datei ins Stammverzeichnis eurer Website hoch, sodass sie unter https://www.eure-domain.de/robots.txt erreichbar ist. 

      Testet dies. Im Browser sollten die Zeile als reiner Text erscheinen, aber keine 404-Fehlermeldung.  

    Achtung: Nicht alle Bots halten sich an die robots.txt. Bösewichte ignorieren sie oft. Du kannst keinen Bot damit wirklich zwingen, die Seite zu besuchen und Aktionen auszuführen. 

    2. .htaccess-Datei anpassen

    Bei Servern, die für Webhosting verwendet werden, gibt es eine Möglichkeit, festzulegen, wie sich die Software auf dem Server verhalten soll. Das kann man als Webhosting-Kunde mit einer Datei steuern, die sich .htaccess nennt.

    Mit den richtigen Anweisungen in der .htaccess-Datei könnt ihr bestimmten Bots oder IP-Adressen den Zugriff komplett verweigern.

    Die seltsam wirkende Schreibweise mit dem Punkt vor dem Dateinamen kommt aus der Linux-Welt. Dateien mit einem vorangestellten Punkt im Namen lassen sich in FTP-Software verbergen und signalisieren, dass es sich um eine Art Steuerdatei handelt, die von der Serversoftware verarbeitet werden kann.  Bei goneo kommt dafür Apache 2 zum Einsatz. Kleine Fußnote: Euer Server, falls ihr nicht bei goneo hostet, sollte AllowOverrideAll gesetzt haben, sonst funktioniert das nicht.

    So geht’s:

    • Zugriff auf die .htaccess
      Verbindet euch per FTP mit eurem Server und navigiert zum Stammverzeichnis eurer Website. Falls die .htaccess-Datei nicht sichtbar ist, stellt sicher, dass euer FTP-Client auch versteckte Dateien anzeigt. Das kann man in der Konfiguration der Software vornehmen.
    • Datei bearbeiten
      Öffnet die .htaccess-Datei mit einem Texteditor.
    • Anweisungen hinzufügen
      Um einen bestimmten User-Agent zu blockieren, fügt folgende Zeilen hinzu:
    ## User Agent Blockierung
    RewriteEngine On
    RewriteCond %{HTTP_USER_AGENT} ^BoeserBot [NC]
    RewriteRule ^ - [F,L]
    • Ersetzt „BoeserBot“ durch den Namen des Bots, den ihr blockieren möchtet. Die Anweisungen folgen der Apache 2.4+ Syntax. Order/Deny gilt als veraltet.
    • IP-Adresse blockieren
      Um eine bestimmte IP-Adresse zu blockieren, fügt hinzu:
      <RequireAll>
         Require all granted
         Require not ip 123.456.789.000
      </RequireAll>
    • Ersetzt „123.456.789.000“ durch die zu blockierende IP-Adresse.
    • Datei speichern und hochladen
      Speichert die Änderungen und ladet die Datei zurück auf den Server.

    Ein Hinweis: Bitte seid vorsichtig mit Änderungen an der .htaccess, da Fehler eure Website unzugänglich machen können. Hebt auf jeden Fall eine Kopie auf.  

    Nun stellt sich noch die Frage: Wie erfährt man die Namen der Bots oder die IP-Adresse eines Crawlers? Darüber geben die Log-Dateien Auskunft. 

    3. CAPTCHAs implementieren

    CAPTCHAs sind kleine Tests, die Menschen leicht lösen können, Bots jedoch nicht. Sie sind besonders nützlich für Formulare und Anmeldeseiten.

    So geht’s:

    1. Anmeldung bei einem CAPTCHA-Dienst: Registriert euch bei einem Dienst wie Google reCAPTCHA.
    2. Code integrieren: Fügt den bereitgestellten Code in eure Formulare ein.

    Tipp: Moderne unsichtbare CAPTCHAs arbeiten im Hintergrund und stören echte Nutzer nicht. 

    4. Unerwünschte Anfragen blockieren und Ausnahmen definieren (mit .htaccess)

    Ein echtes Rate Limiting (X Anfragen pro Y Sekunden) wäre fein, aber über die .htaccess ist allein ohne spezielle Apache-Module (wie mod_qos) so etwas nicht möglich. Ihr könnt stattdessen eine Logik implementieren, um verdächtige Anfragen komplett zu blockieren.

    • Erlaube zunächst alle harmlosen Dateien (Bilder, CSS, JS).
    • Erlaube alle „guten“ Crawler (Googlebot, Bingbot).
    • Blockiere alles andere, was nicht von einem „guten“ Bot kommt und keine statische Datei ist.

    Auch diese Verhinderungsregel gilt für die Apache2-Serversoftware wie sie bei goneo verwendet wird:

    RewriteEngine On
    
    # 1. Bedingung: Nur Anfragen, die NICHT auf eine Dateiendung (css, js, etc.) enden. 
    RewriteCond %{REQUEST_URI} !(\.css|\.js|\.png|\.jpg|\.gif|robots\.txt)$ [NC]
    
    # 2. Bedingung: User Agent ist NICHT Googlebot
    RewriteCond %{HTTP_USER_AGENT} !^Googlebot [NC]
    
    # 3. Bedingung: User Agent ist NICHT Bingbot
    RewriteCond %{HTTP_USER_AGENT} !^Bingbot [NC]
    
    # AKTION: Wenn alle Bedingungen erfüllt sind, den Zugriff verbieten (403 Forbidden)
    RewriteRule .* - [F,L]

    Wichtig: Diese Direktive in diesem Beispiel ist sehr aggressiv! Sie verbietet den Zugriff auf alle euere HTML-Seiten für jeden Besucher, dessen User Agent nicht als Googlebot oder Bingbot bekannt ist (und der keine statische Datei anfordert). Ihr solltet diesen Code nur verwenden, wenn ihr ganz genau wisst, welche Bots ihr zulassen und welche ihr ausschließen wollt.

    5. Bot-Management-Tools 

    Es gibt spezialisierte Tools, die dabei helfen, unerwünschte Bots zu erkennen und zu blockieren.Dabei handelt es sich meist um externe Dienste, die vielleicht auch in einem „Drittland“ realisiert werden. Damit stellen sich Fragen hinsichtlich des Datenschutzes und der Datensouveränität. 

    Dennoch kann das Vorteile haben: 

    • Echtzeit-Überwachung und Schutz.
    • Anpassbare Regeln für spezifische Bedrohungen.

    Ein neuer „Türsteher“ für KI-Modelle: Die llms.txt

    Die Welt der Bots und Crawler entwickelt sich rasant weiter. Mit dem Aufkommen großer Sprachmodelle (LLMs) und generativer KI entsand eine neue Art von „Besuchern“ auf eurer Website, die ebenfalls eure Inhalte nutzen möchten – sei es zum Training oder zur Beantwortung von Benutzeranfragen.

    Hier kommt die noch recht neue llms.txt-Datei ins Spiel. Ähnlich wie die robots.txt soll sie KI-Modellen mitteilen, welche Inhalte sie zum Lernen oder zur Verarbeitung nutzen dürfen und welche nicht. Sie ist eine höfliche Bitte an kooperative KI-Systeme, eure Urheberrechte und Ressourcen zu respektieren und den Zugang zu sensiblen oder geschützten Inhalten zu beschränken.

    Die llms.txt-Datei ist ein neuer Entwurf und noch nicht so weit verbreitet oder standardisiert wie die robots.txt. Sie wurde von Google vorgeschlagen und ist primär dafür gedacht, Webmastern die Kontrolle darüber zu geben, wie große Sprachmodelle (LLMs) und andere KI-Systeme ihre Website-Inhalte zum Training nutzen dürfen.

    Wie die llms.txt-Datei aussieht und funktioniert

    Die llms.txt ähnelt in ihrer Struktur stark der robots.txt, verwendet jedoch spezifische Direktiven für KI-Modelle. Sie muss ebenfalls im Stammverzeichnis eurer Website platziert werden (z.B. https://www.eure-domain.de/llms.txt).

    Grundlegender Aufbau

    Die Datei besteht aus einem oder mehreren Blöcken, die jeweils mit einem User-agent beginnen, gefolgt von spezifischen Anweisungen für dieses KI-Modell oder diese Bot-Kategorie.

    Mögliche Anweisungen und Direktiven (Beispiele)

    Da der Standard noch in Entwicklung ist, basieren die Direktiven auf Googles Vorschlägen und der Logik der robots.txt.

    1. Den Zugriff für alle KI-Modelle erlauben oder verbieten

    Dies ist die grundlegendste Anwendung:

    # Erlaubt allen KI-Modellen den Zugriff auf die gesamte Website
    User-agent: *
    Allow: /

    Oder, um allen KI-Modellen den Zugriff auf die gesamte Website zu verbieten:

    # Verbietet allen KI-Modellen den Zugriff auf die gesamte Website
    User-agent: *
    Disallow: /

    2. Spezifische KI-Modelle ansprechen

    Wenn ihr die User-agent-Namen bestimmter KI-Crawler kennt (die diese dann im HTTP-Header senden sollten), könnt ihr diese gezielt ansprechen.

    # Regeln für den Google-spezifischen KI-Crawler (hypothetischer Name)
    User-agent: Google-Extended
    Disallow: /private-data/
    Allow: /public-articles/
    
    # Regeln für einen anderen hypothetischen KI-Crawler
    User-agent: ExampleAI-Bot
    Disallow: /training-data/
    • User-agent: Google-Extended: Dies ist der von Google vorgeschlagene User-Agent, um spezifisch Google’s generativen KI-Produkten und großen Sprachmodellen Anweisungen zu geben (zusätzlich zu den bestehenden Googlebot-Anweisungen in der robots.txt).
    • Disallow: /private-data/: Weist das Modell an, Inhalte in diesem Pfad nicht zu nutzen.
    • Allow: /public-articles/: Erlaubt explizit die Nutzung von Inhalten in diesem Pfad, auch wenn eine allgemeinere Disallow-Regel dies umfassen könnte (hier nicht der Fall, dient nur als Beispiel).

    3. Verwendung des Allow:-Befehls (als Ausnahme)

    Wie bei der robots.txt wird Allow: verwendet, um Ausnahmen innerhalb eines Disallow-Bereichs zu definieren.

    User-agent: *
    Disallow: /all-content-for-ai-blocked/
    Allow: /all-content-for-ai-blocked/public-articles/
    • In diesem Beispiel dürfen alle KI-Modelle nicht auf den Ordner /all-content-for-ai-blocked/ zugreifen, außer auf den Unterordner /public-articles/ innerhalb dieses Ordners.

    Wichtige Punkte zur llms.txt

    • Freiwillige Einhaltung
      Ähnlich wie die robots.txt ist die llms.txt eine „Höflichkeits“-Anweisung. Kooperative und ethische KI-Modelle werden sich daran halten, aber „schlechte“ Akteure könnten sie ignorieren.
    • Noch in Entwicklung
      Der Standard und die spezifischen User-agent-Namen sind noch nicht fest etabliert. Google hat Google-Extended vorgeschlagen, aber andere Anbieter könnten eigene User-Agents definieren.
    • Ergänzung zur robots.txt
      Die llms.txt soll die robots.txt ergänzen, nicht ersetzen. robots.txt regelt das allgemeine Crawling und Indexieren durch Suchmaschinen, während llms.txt spezifisch die Nutzung von Inhalten für das Training von KI-Modellen adressiert.

    Es ist eine spannende Entwicklung, die Webmastern mehr Kontrolle in der Ära der generativen KI geben soll!

    Eine spannende Entwicklung, um auch in Zukunft die Kontrolle über eure digitalen Inhalte zu behalten.

    Fazit

    Bots können Fluch und Segen zugleich sein. Während einige eure Website unterstützen, können andere erheblichen Schaden anrichten. Mit den oben genannten Methoden könnt ihr eure digitale „Haustür“ vor unerwünschten Gästen schützen und sicherstellen, dass eure echten Besucher den besten Service erhalten. Bleibt wachsam und passt eure Sicherheitsmaßnahmen regelmäßig an, um immer einen Schritt voraus zu sein.

    Bleibt sicher und viel Erfolg mit eurer Website! 💪

    Wichige Bots und Crawler

    Wichtigste Bots und Crawler für robots.txt und llms.txt

    Bot-Name (User-Agent)Zweck und FunktionSteuerung inHinweise
    GooglebotHaupt-Crawler von Google. Indexiert Webseiten für die klassische Google-Suche (Web-Index, Bilder, Videos).robots.txtDer wichtigste Bot für die allgemeine Sichtbarkeit in der Suche.
    Google-ExtendedDer von Google vorgeschlagene Bot für das Training von großen Sprachmodellen (LLMs) und die Nutzung in generativer KI.llms.txtWird verwendet, um Inhalte speziell für KI-Training zu steuern.
    BingbotHaupt-Crawler von Microsoft. Indexiert Webseiten für die Bing-Suche und Copilot (Bing AI).robots.txtWichtig für Bing, Yahoo und DuckDuckGo (da diese Bing-Daten nutzen).
    AdsBot-GoogleCrawler, der die Landingpages von Werbeanzeigen auf ihre Qualität und Konformität prüft.robots.txtSteuert das Crawling von Seiten, die Google Ads verwenden.
    ApplebotCrawler von Apple, der Inhalte für die Siri-Vorschläge und die Spotlight-Suche auf iOS/macOS indexiert.robots.txtWichtig für Apple-Gerätenutzer.
    DuckDuckBotCrawler von DuckDuckGo, obwohl sie häufig Bing-Daten nutzen, crawlen sie auch eigene Inhalte.robots.txtFür die Sichtbarkeit in der DuckDuckGo-Suche.
    BaiduspiderHaupt-Crawler für die Baidu-Suchmaschine (China).robots.txtWichtig, wenn Ihre Zielgruppe China umfasst.
    YandexBotHaupt-Crawler für die Yandex-Suchmaschine (Russland).robots.txtWichtig für die Region Osteuropa/Russland.
    AhrefsBotCrawler, der das Internet nach Links durchsucht, um Daten für das Ahrefs SEO-Tool zu sammeln.robots.txtEin Tool-Bot; kann viel Traffic verursachen, wenn er nicht begrenzt wird.
    SemrushBotCrawler, der Daten für das Semrush SEO-Tool sammelt (Keywords, Rankings, Backlinks).robots.txtEin Tool-Bot; oft ein Ziel für Geschwindigkeitsbegrenzungen.
    ChatGPT-UserEin allgemeiner, jedoch seltener Bot, der von OpenAI in manchen Fällen verwendet werden kann. (Die Steuerung ist noch unklarer.)robots.txt oder llms.txtVorsicht: OpenAI schlägt vor, dass die robots.txt den Zugriff auch für ihr KI-Training steuert, während Google die llms.txt bevorzugt.

    💡 Wichtige Unterscheidung: robots.txt vs. llms.txt

    • robots.txt: Primär zur Steuerung von Suchmaschinen-Crawlern (Indexing) und SEO-Tools. Die Anweisungen hier gelten für fast alle Bots, die das Internet nach Links durchsuchen.
    • llms.txt: Ein neuer, vorgeschlagener Standard, der speziell die Nutzung von Inhalten zum Training generativer KI-Modelle (wie ChatGPT oder Google Gemini) steuern soll. Hier verwendet ihr am besten spezifische User-Agents wie Google-Extended.

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  • Wofür stehen die Buchstaben „ki“ in „goneo“?

    Wofür stehen die Buchstaben „ki“ in „goneo“?

    Mensch statt Maschine: Warum wir bei goneo im Kundenservice bewusst auf KI verzichten

    Künstliche Intelligenz verspricht Effizienz, Automatisierung und eine Zukunft, in der Technologie uns die mühsamen Aufgaben des Alltags abnimmt.

    Viele Unternehmen, auch in der Webhosting-Branche, setzen daher verstärkt auf KI-gestützte Chatbots und automatisierte Systeme im Kundenservice. Bei goneo haben wir uns bewusst für einen anderen Weg entschieden.

    Wir verzichten in unserem Kundendienst und im goneo-Kundencenter auf den Einsatz von Künstlicher Intelligenz. Diese Entscheidung ist kein Zeichen von Technikfeindlichkeit, sondern das Ergebnis einer tiefen Überzeugung, die auf unseren Kernwerten beruht: Datensouveränität, kompromissloser Datenschutz und der Respekt vor dem Wunsch unserer Kunden nach einem echten, menschlichen Ansprechpartner.

    Hier wollen wir dir transparent darlegen, warum wir glauben, dass ein Gespräch von Mensch zu Mensch unersetzlich ist und wie wir Technologie dort einsetzen, wo sie dir als Nutzer dient – und nicht umgekehrt.

    Nicht jeder mag KI: Das unersetzliche menschliche Element im Support

    Wer kennt es nicht? Du hast ein dringendes technisches Problem, die Website ist offline oder eine E-Mail-Einstellung funktioniert nicht wie erwartet.

    In dieser Stresssituation landest du in der Endlosschleife eines Chatbots, der standardisierte Antworten liefert, den Kern des Problems aber nicht versteht. Du formulierst deine Frage um, versuchst es mit anderen Stichworten, doch die Maschine bleibt bei ihrem Skript. Die Frustration wächst, die Zeit verrinnt und das eigentliche Problem bleibt ungelöst.

    Eine bewusste Entscheidung gegen den Strom
In einer Zeit, in der fast jedes Unternehmen auf KI-gesteuerte Chatbots und automatisierte Antworten setzt, haben wir uns für einen anderen Weg entschieden. Unsere Prioritäten sind nicht Effizienz um jeden Preis, sondern die Souveränität Ihrer Daten und ein Serviceerlebnis, das diesen Namen verdient.

❓
Die Frage
Sollen wir KI im Kundenservice und Kundencenter einsetzen?

➡️
🏆
Unsere Antwort: Nein.
Datensouveränität: Deine Daten bleiben bei uns, sicher in Deutschland.
Datenschutz (DSGVO): Kein Risiko durch Drittanbieter-KIs.
Menschlicher Kontakt: Echte Hilfe von echten Menschen.
Vertrauen: Transparenz statt Blackbox-Algorithmen.

    Diese Erfahrung, die viele von uns im digitalen Alltag machen, ist der Hauptgrund für unsere Entscheidung. Wir sind der festen Überzeugung, dass guter Service mehr ist als die schnelle Abfertigung einer Anfrage.

    Guter Service bedeutet Empathie, kreative Lösungsfindung und die Fähigkeit, zuzuhören und auch mal zwischen den Zeilen zu lesen. Ein erfahrener Support-Mitarbeiter aus Fleisch und Blut kann ein Problem in seinem Kontext verstehen, Rückfragen stellen, die eine Maschine niemals stellen würde, und eine Lösung finden, die auf deine individuelle Situation zugeschnitten ist.

    Unsere Zielgruppe – budgetbewusste Freelancer, kleine Unternehmen, Vereine und Privatpersonen – verfügt nicht immer über absolut tiefgreifendes technisches Fachwissen. Du benötigst keine algorithmische Antwort, sondern einen verlässlichen Partner, der geduldig zuhört und verständlich erklärt. Wenn du bei uns anrufst oder eine E-Mail schreibst, sprichst du mit einem echten Menschen, der sich Zeit für dein Anliegen nimmt. Das ist unser Serviceversprechen, und das lässt sich nicht automatisieren.

    Für wen wir das machen: Eine Zielgruppe mit klaren Werten
Potenzielle Zielgruppengröße in Deutschland, die Wert auf Datensouveränität, deutschen Datenschutz und menschlichen Service legt:

2.078.249

Unternehmen, Selbstständige & Privatpersonen

Zusammensetzung der Nische
Diese Gruppe ist vielfältig, aber sie teilt gemeinsame Werte. Sie suchen nach zuverlässigen, transparenten und werbefreien digitalen Dienstleistungen.

    Datensouveränität: Deine Daten gehören dir, nicht dem Algorithmus

    Unser zweites, ebenso wichtiges Argument ist unser unerschütterliches Bekenntnis zur Datensouveränität. Als „Pure Player“ mit Unternehmenssitz und Serverstandorten ausschließlich in Deutschland unterliegen wir vollständig den strengen deutschen und europäischen Datenschutzgesetzen. Dieses Prinzip ist für uns nicht verhandelbar.

    Der Einsatz von KI im Kundenservice würde dieses Prinzip fundamental gefährden. KI-Systeme, insbesondere solche des maschinellen Lernens, sind datenhungrig. Um zu „lernen“, müssten sie mit riesigen Mengen an Informationen gefüttert werden – in diesem Fall mit dem Inhalt deiner Support-Anfragen, E-Mails und Chat-Verläufe.

    Dies steht im direkten Widerspruch zu unserem Geschäftsmodell, das eine sekundäre Monetarisierung oder Verwertung von Kundendaten kategorisch ausschließt. Bei goneo bezahlst du für eine Dienstleistung, und im Gegenzug garantieren wir dir, dass deine Daten dein privates Eigentum bleiben.

    Darüber hinaus kollidiert die Funktionsweise vieler KI-Systeme mit den Transparenzanforderungen der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Komplexe KI-Modelle agieren oft als „Black Box“: Selbst für Experten ist es kaum nachvollziehbar, wie eine KI zu einer bestimmten Entscheidung kommt. Die DSGVO sichert dir jedoch bei automatisierten Entscheidungen ein Recht auf eine aussagekräftige Erklärung zu. Wie könnten wir diesem Anspruch gerecht werden, wenn ein KI-System beispielsweise fälschlicherweise eine Nutzungsbeschwerde auslöst oder eine Support-Anfrage falsch kategorisiert?

    Die Verarbeitung sensibler Daten durch KI wirft zudem erhebliche Sicherheits- und Datenschutzfragen auf. Die Nutzung von KI-Diensten von Drittanbietern, die oft von US-Konzernen dominiert werden, käme für uns als deutscher „Pure Player“ niemals in Frage, da dies das Einfallstor für ausländische Rechtsordnungen wie den CLOUD Act schaffen würde. Indem wir auf KI im Support verzichten, stellen wir sicher, dass deine Kommunikation mit uns vertraulich bleibt und ausschließlich nach deutschem Recht behandelt wird.

    Ein klares Ja zur Technologie – aber am richtigen Ort und unter deiner Kontrolle

    Unser Verzicht auf KI im Kundenservice bedeutet nicht, dass wir uns der Technologie verschließen. Im Gegenteil: Wir glauben an den sinnvollen Einsatz von KI als Werkzeug, das dir als Anwender mehr kreative Freiheit und Effizienz ermöglicht. Der entscheidende Unterschied liegt in der Kontrolle: Bei goneo entscheidest du, ob, wann und wie du KI nutzen möchtest.

    Beispiel 1: Der Homepage-Baukasten goneo easyPage

    In unserem Homepage-Baukasten „easyPage“ haben wir KI-Funktionen integriert, die dir als kreativer Assistent dienen. Du kannst dir von der KI einen ersten Entwurf für deine Webseite vorschlagen lassen, ansprechende Texte generieren oder bestehende Inhalte optimieren. Hier ist die KI ein Werkzeug in deinen Händen. Du gibst den Anstoß, du bewertest das Ergebnis und du behältst die volle Kontrolle. Die KI arbeitet für dich an deiner Website, nicht mit deinen Support-Daten hinter den Kulissen.

    Beispiel 2: Webanwendungen wie WordPress

    Auf unseren Hosting-Paketen betreibst du deine Webanwendungen in völliger Autonomie. Wenn du beispielsweise WordPress nutzt, steht es dir frei, Plugins wie Jetpack oder Yoast SEO zu installieren, die ihrerseits KI-gestützte Funktionen zur Texterstellung oder Suchmaschinenoptimierung anbieten.

    Diese Entscheidung liegt allein bei dir. Du gehst eine direkte Beziehung mit dem Hersteller des Plugins ein, und oft sind diese erweiterten KI-Funktionen kostenpflichtige Zusatzleistungen des jeweiligen Anbieters.

    Diese Beispiele verdeutlichen unsere Philosophie: Wir stellen dir eine sichere, souveräne und leistungsstarke Plattform zur Verfügung. Welche Werkzeuge du darauf nutzt – ob mit oder ohne KI – liegt in deiner Hand. Wir zwingen dir keine Automatisierung auf, sondern befähigen dich zur freien Wahl.

    Unser Fazit: Eine Investition in Vertrauen statt in Automatisierung

    Fokus statt Masse
Wir jagen nicht jedem Trend und jedem Kunden hinterher. Unsere Strategie ist es, organisch und nachhaltig zu wachsen, indem wir die richtige Zielgruppe mit dem richtigen Angebot überzeugen. Mit einem fokussierten Marketingbudget von 150.000 € pro Jahr ist unser Ziel nicht die Dominanz, sondern die erste Wahl für unsere Nische zu sein.

Dieses Diagramm vergleicht unsere jährliche Neukunden-Prognose mit der gesamten potenziellen Zielgruppe. Es zeigt, dass unser Ansatz auf tiefgehende Beziehungen mit einer spezifischen Gruppe abzielt, anstatt oberflächlich den gesamten Markt zu adressieren.

Marktpotenzial vs. Jährliche Neukunden-Prognose

    Die Entscheidung, im Kundenservice auf KI zu verzichten, ist für uns eine strategische Investition in das, was eine langfristige Kundenbeziehung ausmacht: Vertrauen, Verlässlichkeit und das Gefühl, als Mensch wertgeschätzt zu werden.

    Wir investieren lieber in die Schulung und Erreichbarkeit unseres menschlichen Support-Teams als in die Lizenzgebühren für Chatbot-Systeme. Wir glauben, dass sich diese Investition in höherer Kundenzufriedenheit und einer loyaleren Kundenbasis auszahlt.

    In einer zunehmend automatisierten Welt möchten wir eine Oase der Menschlichkeit sein – ein Anbieter, bei dem du weißt, dass am anderen Ende der Leitung ein kompetenter Mitarbeiter sitzt, der sich für dein Anliegen wirklich interessiert.

    Das ist unser Versprechen an dich. Einfach, menschlich und sicher.

    Wenn du unseren Weg sinnvoll findest, dann zeig es doch! Zur Zeit sucht die Vergleicher-Plattform Hosttest den Webhoster des Jahres.

    Mach mit uns stimme für goneo. Das wäre ein starkes Zeichen!

  • Was wir vom WordCamp US 2025 erfahren haben

    Was wir vom WordCamp US 2025 erfahren haben

    WordPress am Scheideweg: Tech-Revolution und die Frage der Führung der Community

    Portland ist gelaufen. Wenn du dachtest, beim WordCamp US 2025 ging es nur um neue Features und Networking, müssen wir dich enttäuschen. Und das ist eine gute Nachricht (wir haben darüber geschrieben).

    Wir wollen hier mehr liefern als Zusammenfassungen, sondern eine tiefgehende Analyse der entscheidenden Vorträge versuchen. Wir nennen Namen, arbeiten die zentralen Thesen der Vordenker heraus und zeigen dir, welche strategischen Konsequenzen sich daraus für dich als Agentur, Webdesigner oder anspruchsvoller Webseitenbetreiber ergeben. 

    WordCamp US 2025 auf X: https://x.com/WordCampUS

    Im Web: https://wc-us.org/

    Teil 1: Der technologische Tsunami – Drei Paradigmenwechsel und ihre wahren Konsequenzen

    Die vorgestellten Technologien sind keine simplen Updates. Es sind grundlegende Verschiebungen, die definieren werden, was WordPress in den nächsten Jahren sein kann.

    Paradigma 1: WordPress wird zum agnostischen Daten-Hub

    Die zentrale Aussage: Die Zeit, in der WordPress nur Inhalte aus seiner eigenen Datenbank kannte, ist vorbei.

    Bisher war die Sache klar: Daten rein in die wp_posts, und vorne wieder raus. Der Vortrag von Seth Rubenstein und Max Schmemelling (Automattic) über „Block Composability“ hat diesen Grundsatz pulverisiert. Ihre Demonstration der „Remote Data Blocks“ ist nichts weniger als eine Neudefinition von WordPress.

    • Die Technologie im Detail: Stell dir einen nativen WordPress-Block vor, der seine Inhalte nicht aus der Datenbank, sondern über eine serverseitige API-Anfrage live aus einer externen Quelle bezieht. Das können Immobiliendaten aus einem MLS-System, Produkte aus einem PIM, Veranstaltungen aus einem Buchungstool oder – ganz simpel – Öffnungszeiten aus einem Google Sheet sein. Dank intelligentem Caching (Object & Page Cache) geschieht dies performant.
    • Der entscheidende Unterschied: Das ist kein wackeliges <iframe> oder ein nächtlicher Daten-Import. Es ist eine native, serverseitige Integration. WordPress agiert hier nicht mehr als in sich geschlossenes CMS, sondern als zentraler Hub zur Aggregation und Darstellung von Daten aus beliebigen Quellen.
    • Die technologische Erwartung: Wir erwarten, dass die Block-Bindings-API weiter ausgebaut wird. WordPress wird sich zu einem erstklassigen Frontend für Headless-Systeme aller Art entwickeln. Du kannst ein hochkomplexes Backend in einem anderen System betreiben und WordPress als flexible, benutzerfreundlich zu bedienende Präsentationsschicht nutzen.

    Paradigma 2: Die KI-Souveränität – Das ethische Gegengewicht zum API-Monopol

    Die zentrale Aussage: WordPress wird es dir ermöglichen, KI zu besitzen, anstatt sie nur von OpenAI & Co. zu mieten.

    In einer Zeit, in der jeder „KI-Integration“ ruft und damit meist nur einen API-Call zu ChatGPT meint, präsentierte Jeffrey Paul (VP of Open Source, Fueled) einen radikal anderen Weg. Sein Workshop zur „Scalable, Ethical AI“ war ein Manifest für digitale Souveränität.

    • Die Technologie im Detail: Jeffrey Paul demonstrierte, wie man mit Tools wie Ollama quelloffene KI-Sprachmodelle (LLMs wie Llama 3, Mistral etc.) direkt auf dem eigenen Server betreiben kann. In Kombination mit dem ClassifAI-Plugin kann WordPress diese lokale KI für redaktionelle Aufgaben nutzen: automatische Verschlagwortung, Erstellung von Alt-Texten, Zusammenfassungen oder die semantische Analyse von Inhalten.
    • Die strategische Konsequenz: Dies ist die Antwort von Open Source auf das Quasi-Monopol von Big Tech im KI-Bereich. Für dich und deine Kunden im europäischen Raum ist das ein gewaltiger Vorteil. Du kannst KI-gestützte Workflows anbieten, die zu 100 % DSGVO-konform sind, da keine Daten an Drittserver in den USA gesendet werden.
    • Die technologische Erwartung: Wir erwarten eine Welle von Plugins und Hosting-Lösungen, die die Installation und Verwaltung lokaler LLMs vereinfachen. WordPress hat das Potenzial, die führende Plattform für den Aufbau privater, unternehmensinterner KI-Lösungen zu werden.

    Paradigma 3: Die Entfesselung der Performance – Jenseits von Caching

    Die zentrale Aussage: Die nächste Performance-Stufe wird nicht mehr nur auf dem Server, sondern intelligent im Browser des Nutzers gezündet.

    Western Router vom Google-Sponsoring-Team zeigte in seinem Vortrag zum Performance Lab Plugin, dass die Tage von rein serverseitigem Caching als Allheilmittel gezählt sind. Die Zukunft liegt in der Nutzung moderner Browser-APIs.

    • Die Technologie im Detail:
      • Speculative Loading API: Der Browser lernt, welche Links du wahrscheinlich als Nächstes klicken wirst (z.B. beim Überfahren mit der Maus) und lädt diese Seiten im Hintergrund bereits vor. Der Klick führt dann zu einer nahezu sofortigen Navigation.
      • View Transitions API: Statt des harten „White-Flash“ beim Laden einer neuen Seite ermöglicht diese API sanfte, App-ähnliche Übergänge und Animationen. Das verbessert die wahrgenommene Geschwindigkeit massiv und lässt eine klassische WordPress-Seite wie eine moderne Single-Page-Application wirken.
    • Die technologische Erwartung: Diese Funktionen, die aktuell im Performance Lab Plugin getestet werden, werden schrittweise in den WordPress-Core wandern. Das Ziel ist klar: Eine WordPress-Seite „out of the box“ soll sich so schnell und flüssig anfühlen wie eine native App.
    Screenshit Bühne Track 1 WordCamp US 2025 : we are here to talk about tech, but mostly aboout community

    Teil 2: Die Zerreißprobe – Die Führungskrise und die Zukunft der Gemeinschaft

    So brillant die Technologie ist, sie kann nicht überdecken, dass das menschliche Fundament des Projekts Risse zeigt. Die beim WordCamp US spürbare Kontroverse ist das Ergebnis von lange schwelenden Konflikten.

    Die zentrale Aussage: Die größte Bedrohung für WordPress ist derzeit nicht die Konkurrenz, sondern der interne Konflikt über Führung, Wertschätzung und die zukünftige Ausrichtung.

    • Die Namen und Fakten: Die Kritik wird von respektierten Veteranen der Community wie Mika Epstein und Morten Rand-Hendriksen lautstark geäußert. Ein offener Brief von über 100 Contributors, der beim WordCamp Europe in Basel übergeben wurde, prangerte konkret Burnout bei Freiwilligen, mangelnde Transparenz und eine Top-Down-Entscheidungskultur an. Im Zentrum der Kritik steht oft Matt Mullenweg, dem vorgeworfen wird, die Grenze zwischen dem Open-Source-Projekt und seiner kommerziellen Firma Automattic zu sehr zu vermischen.
    • Die tiefere Ursache: Es ist der Kampf zweier Kulturen. Auf der einen Seite die dezentrale, kollaborative und oft chaotische Welt eines Open-Source-Projekts. Auf der anderen Seite der Bedarf an einer straffen, produktorientierten Führung, um im Wettbewerb mit kommerziellen Anbietern wie Wix oder Shopify bestehen zu können. Diese beiden Welten prallen derzeit ungebremst aufeinander.

    Deine strategische Roadmap für 2026: Konkrete Handlungsanweisungen

    Was bedeutet dieser Mix aus technologischem Aufbruch und interner Krise nun für dich?

    1. Für Agenturen & Entwickler:
      • JavaScript wird zur Pflicht: Die Zukunft von WordPress ist interaktiv. View Transitions, die Interactivity API – wer hier nicht sattelfest in modernem JavaScript ist, wird den Anschluss verlieren.
      • Denke in APIs, nicht nur in Themes: Dein Wert als Dienstleister wird sich daran messen, wie gut du WordPress mit anderen Systemen verbinden kannst. Die „Remote Data Blocks“ sind dein Einstieg.
      • Entwickle eine KI-Strategie: Positioniere dich jetzt als Experte für private, DSGVO-konforme KI-Lösungen auf Basis von WordPress. Das ist ein riesiger, wachsender Markt.
    2. Für KMUs & anspruchsvolle Webseitenbetreiber:
      • Fordere moderne Performance: Frage deine Agentur gezielt nach den Möglichkeiten des Performance Lab Plugins. Gib dich nicht mehr mit Ladezeiten über einer Sekunde zufrieden.
      • Überdenke deine Content-Workflows: Musst du wirklich alles im Backend pflegen? Prüfe, ob du Daten (Events, Produkte, Standorte) nicht effizienter in Tools wie Airtable oder Google Sheets verwalten und live auf deiner Seite ausspielen kannst.
      • Hinterfrage deine Tool-Landschaft: Bevor du eine weitere Lizenz für einen komplexen Page-Builder verlängerst, prüfe, wie weit du mittlerweile mit den Bordmitteln von WordPress kommst. Der Core wird mächtiger – nutze das.

    Presentation Day 1

    Tech-Highlights und Enterprise-Strategien aus Track 2

    Während auf der einen Bühne die großen Visionen diskutiert wurden, ging es in Track 2 des WordCamp US 2025 ans technisch Eingemachte. Hier zeigten die Experten von Dow Jones, Google und Automattic die technologische Zukunft von WordPress im Detail und wie große Unternehmen die Plattform bis ans Limit treiben. Wenn du wissen willst, welche konkreten Technologien bald deinen Arbeitsalltag prägen werden, findest du die Antworten hier.

    Die Neudefinition des WordPress-Kerns

    Drei Vorträge stachen besonders hervor, da sie die Grundfesten von WordPress neu definieren:

    1. WordPress als Daten-Zentrale: Seth Rubenstein und Max Schmemelling von Automattic präsentierten die wohl größte Neuerung: die „Remote Data Blocks“. Stell dir vor, du kannst Daten live aus einem Google Sheet, einer Airtable-Basis oder deinem Shopify-Shop direkt in WordPress anzeigen, ohne sie jemals zu importieren. WordPress wird damit zu einer flexiblen Integrationsplattform, die als Schaltzentrale für alle deine Unternehmensdaten dienen kann.
    2. Der Editor wird portabel: Josh Bryant von Dow Jones zeigte, wie sie den Gutenberg-Editor komplett von WordPress entkoppelt und in eine eigene React-Anwendung für Journalisten eingebaut haben. Das Ergebnis ist ein blitzschneller Editor für Eilmeldungen. Für Entwickler bedeutet das: Gutenberg ist nicht mehr nur ein Teil von WordPress, sondern ein modulares Werkzeug, das du in beliebigen Projekten einsetzen kannst.
    3. Performance wie eine App: Western Router von Google gab einen Ausblick auf die Zukunft der Seitengeschwindigkeit. Vergiss reines Caching. Mit neuen Browser-Technologien wie Speculative Loading (intelligentes Vorladen von Seiten) und View Transitions (sanfte Seitenübergänge) werden sich WordPress-Seiten bald so flüssig und direkt anfühlen wie eine native App auf deinem Smartphone. Viele dieser Funktionen findest du schon heute zum Ausprobieren im Performance Lab Plugin.

    Skalierung in der Praxis: Von 150+ Seiten und der perfekten Migration

    Doch was nützt die beste Technologie ohne die richtige Strategie? Zwei Vorträge zeigten, wie man WordPress in der Praxis meistert:

    • Jacob Trust erklärte, wie seine Agentur über 150 Unternehmens-Websites mit einem einzigen System verwaltet. Das Geheimnis war eine „globale Bibliothek“ – eine Master-WordPress-Seite, aus der Design-Komponenten und Vorlagen per Knopfdruck an alle anderen Seiten verteilt werden konnten. Ein beeindruckendes Beispiel für echte Skalierbarkeit und Markenkonsistenz.
    • Ganz praxisnah zeigte Maryanne Ashen Brener einen klaren Schritt-für-Schritt-Fahrplan, um eine veraltete Website von einem klassischen Theme sicher auf ein modernes Block-Theme umzuziehen. Ihr Vortrag war eine Meisterklasse in Projektplanung und zeigte, dass die Migration mit der richtigen Vorbereitung reibungslos gelingen kann.

    Abgerundet wurde der Tag durch eine Diskussion über das „WordPress Campus Connect“-Programm, eine Initiative, die aktiv die nächste Generation von WordPress-Talenten an Hochschulen fördert und so die Zukunft des gesamten Ökosystems sichert.

    Zusammenfassend zeigte Track 2 ein WordPress, das technisch erwachsen wird: modularer, schneller und bereit für die komplexesten Anforderungen großer Unternehmen und Agenturen.

    Presentation Day 2

    WordPress, KI und die Zukunft des Webs: Die Highlights aus Matt Mullenwegs Keynote beim WordCamp US 2025

    Wie jedes Jahr blickte die WordPress-Welt gespannt auf die Abschluss-Keynote von WordPress-Mitbegründer Matt Mullenweg.

    Für alle, die nicht live dabei sein konnten, haben wir die wichtigsten Erkenntnisse zusammengefasst. Denn was dort besprochen wurde, wird schon bald auch deine Website hier bei goneo betreffen.

    Die Präsentation war inspirierend und zukunftsorientiert, mit Parallelen zu historischen Entwicklungen in WordPress. Zentrale Werte sind die Demokratisierung des Publizierens und die GPL-Lizenz als „Verfassung“ von WordPress. Diese gewährt vier Freiheiten: Weiterverbreitung. Nutzung für jeden Zweck, Einsicht in den Code, Modifikation.

    Das Herz von WordPress: Die unschlagbare Stärke von Open Source

    Zuerst erinnerte Mullenweg uns alle daran, warum wir WordPress so lieben: seine offene Natur. In einer digitalen Welt, die von geschlossenen Systemen dominiert wird, ist WordPress eine Festung der Freiheit und Zusammenarbeit.

    Er brachte es auf den Punkt, als er sagte: 

    „Ein großer Vorteil, wenn man seine Inhalte auf eine Open-Source-Plattform wie WordPress stellt […], ist, dass man ständige Upgrades ‚umsonst‘ bekommt, während wir die Software warten und weiterentwickeln.“

    Matt Mullenweg, WordCamp US 2025

    Mit dieser Aussage will er die Sicherheit und Langlebigkeit deiner Website danke WordPress unterstreichen. Während andere Plattformen kommen und gehen, biebe WordPress dank seiner riesigen, globalen Community beständig und wird täglich besser und sicherer. Mullenweg betonte stolz: „WordPress ist so einzigartig, weil wir nicht nur ein Produkt sind; wir sind eine Bewegung.“

    Die Zukunft ist jetzt: Künstliche Intelligenz direkt im WordPress-Kern

    Das wohl spannendste Thema des Abends war Künstliche Intelligenz. KI ist kein ferner Traum mehr, sondern wird bald ein fester Bestandteil deines WordPress-Dashboards sein. Mullenweg gab einen klaren Ausblick darauf, wie KI die Arbeit mit WordPress revolutionieren wird:

    • Intelligente Werkzeuge: Stell dir vor, KI hilft dir bei der Erstellung von Inhalten, optimiert deine Bilder automatisch für SEO oder gibt dir Vorschläge zur Verbesserung der Barrierefreiheit deiner Seite. Genau das ist die Vision.
    • Effizientere Verwaltung: Die KI soll dir Routineaufgaben abnehmen, damit du dich auf das konzentrieren kannst, was wirklich zählt: deine Inhalte und dein Geschäft.
    • Vorschau auf WordPress 6.9: Die nächste große Version wird bereits tiefgreifende KI-Funktionen enthalten und den Grundstein für eine neue Ära der Website-Erstellung legen.

    Ökosystem und rechtliche Updates

    Mullenweg berührte kurz Kontroversen aus dem Vorjahr (z. B. Medienaufmerksamkeit um Ökosystem-Mitglieder), die nun im rechtlichen System bearbeitet werden, inklusive einer Schlichtungskonferenz. Er vermied Details und lenkte den Fokus auf positive Entwicklungen, um die Community nicht zu belasten.

    Wachstum und Statistiken 2025

    Ein zentraler Teil war die Präsentation von Wachstumszahlen seit dem letzten WordCamp US:

    • Traffic auf WordPress.org: +10 %,
    • Neue Besucher: +20 %,
    • Neue Follower in Social Media: +124.000,
    • YouTube- und TikTok-Wachstum: Abonnenten fast verdreifacht,
    • Events: +32 % im Vergleich zur Post-COVID-Zeit, mit vielen Neulingen und Organisatoren.

    Er hob die globale Expansion hervor, z. B. neue WordCamps in Afrika (fünf in Uganda, zwei in Nigeria, eines in Kenia). Besonders erwähnte er das WordPress Campus Connect-Programm: Universitäten integrieren WordPress in ihre Curricula, mit Mentoren für Studenten. Bisher 570 Studenten involviert, zwei abgeschlossene Events und neun laufende. Dies fördert die nächste Generation von Entwicklern und Nutzern.

    Verbesserungen im Plugin-Verzeichnis

    Mullenweg lobte das Plugin-Team für herausragende Arbeit („This has been one of the teams that’s doing some of the best work across the whole dot-org ecosystem“). Frühere Probleme wie monatelange Warteschlangen für Plugin-Einreichungen sind gelöst:

    • Über 60.000 Plugins im Verzeichnis (insgesamt 73.000 Plugins und Themes),
    • Einreichungen fast verdoppelt im Jahresvergleich,
    • Warteschlangen nun unter einer Woche.

    KI wird hier für Automatisierung und Mentoring eingesetzt, was die Effizienz steigert. Dies wurde in Live-Tweets als Highlight gefeiert, z. B. von David Pérez, einem Team-Mitglied.

    Kommende Änderungen in WordPress 6.9

    Mullenweg demonstrierte neue Features in WordPress 6.9 (geplant für Ende 2025):

    • Block-Kommentare: Teil von Phase 3 des Gutenberg-Projekts für Kollaboration. Nutzer können Kommentare zu Blöcken hinzufügen, was Teamarbeit erleichtert.
    • Command Palette: Ein Keyboard-Shortcut-System (z. B. Command + K auf Mac), um schnell durch den Admin-Bereich zu navigieren. Dies nutzt die Abilities-API, die auch für KI-Agenten zugänglich ist.

    Diese Features machen WordPress zugänglicher und effizienter.

    KI-Integration und Zukunftstrends

    Der Kern der Präsentation war die Rolle von KI in WordPress. Mullenweg verglich KI mit historischen Innovationen wie dem WYSIWYG-Editor (TinyMCE), der trotz Kritik (weniger sauberer Code) WordPress massentauglich machte: „I see AI as very much like a new version of this.“ („Ich sehe KI als eine neue Version davon.“) KI ermögliche es, Tools für die nächste Generation zu schaffen, ohne „mit einem geliehenen Stift zu schreiben“ (Zitat: „How do we give the tools to the next generation to not write with a borrowed pen?“).

    Schlüsselaspekte:

    • KI-Browser und Usability: Erwähnung von Tools wie Perplexity’s Comet (integriert in Chrome), die Cookies und Logins beibehalten und Aufgaben in Gutenberg automatisieren (z. B. Blöcke verschieben oder Inhalte bearbeiten).
    • Kontext-Engineering statt Prompt-Engineering: KI profitiert von WordPress‘ reifen, dokumentierten Systemen für agentische Workflows.
    • Demos:
      • Ein WordPress-Assistent aus dem Contributor Day, der mit OpenAI-Keys arbeitet (GitHub-Repo: https://github.com/felixarntz/wp-ai-sdk-chatbot-demo; Screencast: https://www.youtube.com/watch?v=LX1kAR4Js98).
      • Telex: Ein experimentelles Tool, das Gutenberg-Blöcke per Beschreibung erstellt („Vibe Coding“). Demo: Erstellung eines Doom-Spiel-Blocks, der als ZIP-Datei heruntergeladen und installiert werden kann. Telex funktioniert ähnlich wie v0 oder Lovable, aber WordPress-spezifisch. Es ermöglicht das Erstellen autonomer KI-Agenten in Workspaces, die 24/7 arbeiten, Kanäle zuweisen und benutzerdefinierte Skills haben.
    • Sponsoren wie Elementor und Hostinger shippen bereits KI-Agenten.

    Mullenweg betonte, dass WordPress‘ offene Struktur KI perfekt ergänzt und endlose Möglichkeiten für agentische Workflows bietet – trotz einiger Skepsis in der Community.

    Historischer Kontext und Kontroversen

    Er zog Parallelen zu vergangenen Debatten (z. B. TinyMCE), die WordPress zugänglicher machten, und argumentierte, KI sei kontrovers, aber essenziell für die Demokratisierung.

    Ankündigungen für zukünftige Events

    • WordCamp Asia 2026: In Mumbai, Indien, 9.–11. April – potenziell das größte WordPress-Event aller Zeiten (basierend auf lokalen Events mit 2.000 Teilnehmern).
    • WordCamp US 2026: In Phoenix, Arizona, 16.–19. August (mit Scherz über die Hitze, aber Versicherung von Klimaanlagen).
    • Erwähnung von WordCamp Canada 2025 als „pretty amazing flagship event“ (sehr beeindruckendes Flaggschiff-Event).

    Q&A-Session

    Nach der Keynote folgte eine live Q&A, in der Mullenweg Fragen aus dem Publikum beantwortete. Details aus Berichten und Tweets:

    • Themen umfassten KI-Integration, WordPress-Verbesserungen und Community-Fragen.
    • Es gab Diskussionen zu AI-Agenten und deren Potenzial (z. B. der Chatbot-Demo).
    • Eine Frage bezog sich auf die Zukunft von Open Source und Tools für Neueinsteiger.
    • Keine spezifischen Kontroversen (z. B. aus dem Vorjahr) wurden detailliert behandelt, aber Mullenweg blieb optimistisch und interaktiv.
    • Nach der Session gab es informelle Gespräche, z. B. mit Teilnehmern über AI und WordPress (wie in Tweets von Dustin Hyle erwähnt).

    Die Präsentation endete mit Applaus und führte direkt zur After-Party. Insgesamt war sie motivierend, mit Fokus auf Innovation und Community-Wachstum. Reaktionen in sozialen Medien waren positiv, mit Highlights wie Telex und den KI-Demos.

    Für dich als Nutzer bedeutet das: Deine Website wird nicht nur einfacher zu bedienen, sondern auch leistungsfähiger und zugänglicher für alle Besucher.

    Was bedeutet das für dich als goneo-Kunde?

    Die Botschaft von Matt Mullenweg ist: WordPress ist und bleibt die zukunftssicherste Wahl für deine Online-Präsenz. Die Kombination aus einer stabilen, von der Community getragenen Open-Source-Basis und der Integration modernster KI-Technologie ist unschlagbar.

    Als goneo-Kunde bist du bestens auf diese Zukunft vorbereitet. Wir sorgen dafür, dass unsere Server immer optimal für die neuesten WordPress-Versionen konfiguriert sind, damit du von allen neuen Funktionen – einschließlich der kommenden KI-Tools – reibungslos profitieren kannst. Deine Vision verdient eine Plattform, die mit dir wächst, und genau das bietet das Duo aus WordPress und goneo.

    Wir sind gespannt auf diese Entwicklungen und halten dich natürlich auf dem Laufenden!

    Fazit

    WordPress wird technologisch dezentraler, flexibler und leistungsfähiger als je zuvor. Gleichzeitig wird seine Führung als so zentralisiert und richtungsweisend wie nie zuvor empfunden. Dieser fundamentale Widerspruch wird die Entwicklung der nächsten Jahre prägen. Die Chancen, die sich aus der technologischen Revolution ergeben, sind immens. Aber es wird entscheidend sein, dass das Projekt seine internen Gräben überwindet, um dieses Potenzial auch nachhaltig zu entfalten.

    Wir bei goneo bieten dir die stabile und performante Hosting-Grundlage, auf der du diese neuen Technologien sicher erkunden kannst. Bleib neugierig – wir halten dich auf dem Laufenden.

    Was denkst du über die Integration von KI in WordPress? Freust du dich darauf oder siehst du es kritisch? Schreib uns deine Meinung in die Kommentare!

  • Was wir vom Wordcamp US erwarten

    Was wir vom Wordcamp US erwarten

    Was ist eigentlich los mit WordPress? (Spoiler: Mehr als du denkst!)

    Bist du auch immer wieder überrascht, wie viel „WordPress“ im Internet eigentlich steckt? Fast 43% aller Websites laufen darauf – also fast jede zweite Seite, die du täglich besuchst!

    Doch 2025 fühlt sich ein bisschen wie Staffelfinale bei einer dieser Netflix-Serien an, wo alle Stränge zusammenlaufen und du denkst: Geht’s jetzt nach oben oder in die Krise?

    Lass uns heute mit einem XXL-Deep-Dive schauen, warum das WordCamp US 2025 in Portland, Oregon, plötzlich zur größten Weichenstellung der Internetgeschichte wird, welche Rolle KI wirklich spielt, was hinter den Kulissen kracht, wer sich wo engagiert und warum gerade auch Unternehmen und Agenturen aus Deutschland und Europa jetzt ganz genau hinsehen sollten.

    Portland ruft! Die große Bühne für KI, Kollaboration und Krisenmanagement

    Vom 26. bis 29. August pilgern die WordPress-Nerds, Entwicklerinnen, Agenturen, Marketer und Community-Heroes nach Portland, um mehr über die WordPress Zukunft 2025 zu hören und zu sehen. Aber ehrlich: Das ist diesmal weit mehr als ein Branchentreffen – es ist DIE Plattform für globale Strategien, für einen neuen Spirit, für Retter:innen der Community und sogar für etwas Nerd-Glamour aus den Big Tech-Schmieden.

    WordCamp US 2025: Agenda Highlights – Hier entscheidet sich das Web

    • Contributor Day: Hier werkeln Hunderte Hochmotivierte direkt am Code oder testen neue Features. Man munkelt, der “Abilities API Hackathon” wird ein Hotspot mit Leuten wie Adam Silverstein (Google, Core Contributor) oder Jonathan Bossenger („Mr. Plugin“).
    • Sessions & Workshops: Ein Hauptprogramm, das dermaßen KI-lastig ist, dass du glatt ChatGPT einen eigenen Ausweis basteln könntest! Zum Beispiel „Unlock Developer Superpowers with AI“ (Adam Silverstein, Google) oder der Hands-On-Workshop „Turn your local WordPress install into your AI coding assistant“ (Jonathan Bossenger). Sogar E-Commerce-Use-Cases wie „From Storefront to Strategy: What Happens When AI Shops for Your Customers?“ mit Sonja Ibele sind vertreten.
    • Showcase Day: Fallstudien und Live-Demos, u.a. wie Tidio KI-Chatbots Websites revolutionieren und Elementor AI das Webdesign auf eine neue Stufe hebt.
    • Keynote-Speaker: Nicht weniger als Danny Sullivan (Google Search Liaison), John Maeda (VP bei Microsoft & ehemaliger Automattic CDO, Open Source-Guru!) und Adam Gazzaley (Neurowissenschaftler à la „Black Mirror“ für’s Web) legen vor, bevor Matt Mullenweg himself bei „State of the Word“ die Strategie für die WordPress-Zukunft vorstellt und sich – ganz Reality-TV – den Publikumsfragen stellt.

    Tipp: Viele Sessions werden übrigens als Livestream vorbereitet. Für alle, die 2025 keine Lust auf die Westküste haben oder im Home Office zwischen Kaffee und Katzen Videos schauen wollen…

    KI – Vom Buzzword zur Plattform-DNA

    Abilities API: Die Revolution vom Plugin-Ghetto zur Plattform-Power

    Okay, gaaaaanz langsam – diese Änderung ist wirklich epochal:
    Mit WordPress 6.9 kommt die „Abilities API“. Keine simple neue Funktion wie ein frisches Block-Pattern, sondern ein komplett neues System, damit KI nativ, sicher, performant und flexibel mit dem WordPress-Kern spricht.

    Bislang war’s oft so: Du hast ein Plugin wie ChatWP, Rank Math AI, Elementor AI installiert – und jedes Plugin kocht sein eigenes Süppchen.

    Die Zukunft? Du kannst als Entwickler*in oder als Agentur gezielt jedes beliebige KI-Modell andocken: OpenAI, Google Gemini, Meta Llama 3, lokale Modelle wie Rasa oder sogar deine eigene Custom-KI – alles per API, alles direkt auf den Content, die Mediathek, die Website-Suche, die WooCommerce-Produkte oder selbst erstellte Blöcke!

    WordPress und KI: Einige pluginbasierte KI-Beispiele

    • Yoast SEO: Neben bekannten Funktionen wie Content-Analyse testet Yoast bereits GPT-basierte Onpage-Texterstellung.
    • Elementor AI: Designer:innen lieben, dass sie nun Text, Layoutblöcke UND Bilder generieren lassen können. Pro-Tipp: Die KI kann die Seitenheader direkt barrierefrei designen!
    • Tidio/LiveChat AI: Support-Chats erledigen jetzt auch komplexe Preisanfragen oder Produkt-Support vollautomatisch – oft schneller als der menschliche Kundendienst (Aua, aber wahr…).
    • Rank Math AI: Automatische Headlines, meta descriptions, ja sogar die Outlines ganzer Blogposts: GPT im Plugin, aber bald Core-integriert.

    Das Ziel? Kein Plugin-Wildwuchs mehr, sondern ein strukturierter, sicherer Playground, auf dem auch Krankenhäuser, Banken oder E-Commerce-Riesen wie Zalando KI-Vorteile nutzen, ohne Datenschutz oder Performance zu riskieren.

    Die folgende Tabelle fasst die wichtigsten KI-fokussierten Sessions zusammen und ordnet sie strategisch ein, um die Tiefe und Breite des KI-Engagements auf dem WordCamp US 2025 zu verdeutlichen.

    Das Engagement für KI in den Sessions

    Hier eine Tabelle mit den wichtigsten KI-fokussierten Sessions. Das zeigt die Tiefe und Breite des KI-Engagements auf dem WordCamp US 2025.

    Session-TitelSprecherKategorieKernstrategische Einsicht
    Core AI: What We’re BuildingJames LePageAISignalisiert den Übergang von Drittanbieter-KI-Lösungen zu einer erstparteiischen, plattformweiten Strategie.
    Unlock Developer Superpowers with AIAdam SilversteinAIPositioniert KI als Produktivitätswerkzeug für die bestehende Entwicklerbasis, nicht als Ersatz.
    Turn your local WordPress install into your AI coding assistantJonathan BossengerAIFördert die Integration von KI in den lokalen Entwicklungs-Workflow und senkt die Einstiegshürde.
    Your Words, Your Brain, Your Device: Democratizing Writing Assistance with ML at the EdgeElijah PotterHoning your SkillsBetont datenschutzfreundliche, gerätebasierte KI und adressiert Bedenken hinsichtlich zentralisierter KI-Modelle.
    Catch Bugs Faster with AI & Playwright (No Hype, Just Results)Wendy Erdheim-PochAIZeigt den praktischen Nutzen von KI bei der Verbesserung der Code-Qualität und der Reduzierung von Entwicklungszeit.
    From Storefront to Strategy: What Happens When AI Shops for Your Customers?Sonja IbeleAIHebt das Potenzial von KI zur Revolutionierung des E-Commerce und der Kundenerfahrung hervor.
    Fixing and Optimizing websites with AIArnas DonauskasTechnical WordPressDemonstriert den Einsatz von KI für Wartungs- und Performance-Aufgaben, ein wachsender Markt für Agenturen.
    A New Era of Experiential Medicine – AI and the BrainAdam GazzaleyKeynoteErweitert den Horizont über das Web hinaus und positioniert KI als transformative Kraft für die menschliche Erfahrung.

    Kollaboration: WordPress meets Google Docs & Notion

    Mit WordPress 6.9 kommt nicht nur die KI-Revolution, sondern auch eine neue Ära der Zusammenarbeit.
    Professional Teams, Editors, Agenturen – aufgepasst!

    Block-Level-Kommentare, Multi-Reviewer, Approval-Workflows…

    Du willst mit deinem Team an einem Post arbeiten, Feedback geben, Absätze blockweise kommentieren? Bald alles direkt im Editor!
    Die Einführung erinnert an die besten Funktionen von Google Docs oder Notion, nur eben Open Source und viel sicherer (Stichwort: DSGVO!).

    Gerade größere Newsrooms (wie Zeit Online oder t3n), Agenturen wie Inpsyde aus Deutschland oder Valet aus den USA, aber auch NGOs und Behörden mit vielen Mitwirkenden werden sich den Umweg über umständliche Third-Party-Kollaborationslösungen sparen.

    Hier und da ist von einem Admin-Redesign die Rede. Mal sehen, was in Portland dazu gezeigt wird. Das Dashboard in WordPress wirkt wirklich etwas betagt und umständlich. Newbies kommen damit immer schwerer zurecht. Interessanterweise hatte wordpress.com (die Automattic-Variante) einige Zeit lang ein ganz anderes Backend. Inzwischen haben sie wieder das gleiche wie die Communityversion von wordpress.org. Tja, Admin-Panels zu bauen und zu pflegen ist aufwendig und teuer.

    Typische Anwendungsfälle

    • Redaktion gibt Feedback zu Block X („Bitte inhaltliche Tiefe ausbauen, Sarah!“)
    • Marketing-Chef setzt nur die Abschnitte „Final“ auf grün
    • Externe Lektor:innen kommentieren Rechtschreibung, ohne Zugriff auf sensible Daten zu benötigen

    Ehrlich, mega! Und ein absoluter Verkaufs-Booster für Agenturen, denn du kannst deinen Kund:innen nun echtes Teamwork auf der Website zugänglich machen.

    wordpress zukunft 2025: Der Kollaborations-Foku, : Gutenberg Phase 3
Mit WordPress 6.9 beginnt offiziell Phase 3 der Gutenberg-Entwicklung. Ziel ist es, WordPress zu einer kollaborativen Plattform für professionelle Teams auszubauen, vergleichbar mit Google Docs oder Notion.

Phase 1: Block Editor
Einführung eines modernen, blockbasierten Bearbeitungserlebnisses.

Phase 2: Full Site Editing
Erweiterung des Block-Editors auf die gesamte Website, einschließlich Header und Footer.

Phase 3: Kollaboration (WP 6.9)
Integration von Werkzeugen für die Zusammenarbeit im Team, wie z.B. Kommentare auf Blockebene.

    Krise im Maschinenraum: Community vs. Machtspiele

    Tech ist das eine, Menschen das andere – und da gibt’s gerade ziemlich viel Zoff.
    Viele sprechen vom „WordPress-Burnout”, und das zeigt sich nicht nur auf X/Twitter, sondern auch ganz real in Basel oder auf GitHub.

    Der Rechtsstreit: Automattic gegen einen großen Spezialhoster

    Ja, du hast richtig gelesen: Automattic, die Company von Matt Mullenweg (einem der „Erfinder“ von WordPress), hat einen echten Showdown mit einem WordPress-Hosting-Provider, einem der größten Spezialisten der Branche.

    Anklagepunkte/Fakten

    • Markenmissbrauch: Es ging u. a. darum, dass WP Engine angeblich das Trademark „WordPress“ für eigene Produkte zu offensiv genutzt hat.
    • Sanktionen: Zeitweise wurden bestimmte Core-Updates für WP Engine-Kunden geblockt (What?!)
    • Gerichtsverhandlungen & Shitstorms: Die Community diskutierte offen auf X/Twitter, in Slack und auf Github Tickets, ob Automattic zu viel Macht an sich zieht.
    • Wichtige Stimmen: Leute wie Mika Epstein (WordPress-Plugin-Revue-Queen) und Morten Rand-Hendriksen (WordPress-Philosoph & Accessibility-Vorkämpfer) äußerten öffentlich Kritik an der mangelnden Transparenz und zu starker Zentralisierung.

    Der Hilferuf aus Basel: Der offene Beschwerdebrief

    Auf dem WordCamp Europe in Basel 2025 hat Patricia Brun Torre, eine der ganz alten Core-Mitarbeiterinnen, einen Brief mit den Unterschriften von über 100 Contributors an die neue WordPress-Geschäftsführerin Mary Hubbard übergeben.

    Worum ging’s?

    • Organisator:innen brennen aus (Stichwort: Event-Volunteer-Burnout)
    • Viele fühlen sich aus Entscheidungsprozessen ausgeschlossen („top-down statt bottom-up“, wie es Ines van Essen anmerkte)
    • Globale Contributors wünschen sich wieder mehr Wertschätzung und flache Hierarchien – statt strategische Ansagen von oben

    Direkter O-Ton aus dem Brief

    „Wir bauen nicht nur Software, wir bauen auch die Werte für ein freies Internet. Redet MIT uns, nicht ÜBER uns!“
    Mehr Mut zur Mitbestimmung, mehr Transparenz bei Finanzen, Diversität einfordern – Forderungen, die auch Unternehmen und Agenturen weltweit unterstützen!

    Bedeutung für Deutschland und Europa – WordPress als Innovationsmotor

    Nicht vergessen: Deutschland ist Nummer 2 weltweit bei WordPress-Websites!
    Über 1,7 Millionen Sites – von Greenpeace bis zum Bäckermeister um die Ecke, von t3n über Tagesspiegel bis hin zu Zalando.

    Warum das relevant ist

    • KMUs & Startups: Ohne WordPress hätten viele Unternehmen nicht mal schnell eine eigene Präsenz am Markt. Die Digitalisierung von Mittelstand, Ärztehäusern und Freiberuflern läuft fast immer via WordPress
    • Arbeitsmarkt: Agenturen wie Inpsyde (Köln), MarketPress (München), Elbnetz (Hamburg) oder MenschDanke (Bochum, fast mein Nachbar!) suchen nach immer mehr WordPress-Talenten – da steckt richtig Musik in Sachen Jobs und Wachstum.
    • DSGVO & Datenschutz: WordPress kann auf deinem eigenen Server stehen. Du entscheidest, wo die Daten liegen – der Unterschied zu Cloud.basierten Website-Buildern ist für viele Unternehmen und Behörden ein Gamechanger.
    • Agenturen profitieren vom offenen Ökosystem: Kein Locked-In, keine horrenden SaaS-Monatsgebühren, sondern individuelle Anpassung, Hosting-Kontrolle, Flexibilität.

    Ein schönes Beispiel: Die Universität Leipzig betreibt ihre ganze Webkommunikation mit einem zentralisierten WordPress-Multisite-System (über 200 Mikrosites!) – DSGVO, Barrierefreiheit, Performance – alles in Eigenregie, alles Open Source.

    WordPress Zukunft 2025 – Zwischen Genie und Wahnsinn

    WordPress ist 2025 kein Harmonieparadies, aber eben auch kein Fossil!
    KI, Kollaboration und Community-Turnaround müssen jetzt zusammenwachsen. Die Agenda und Roadmap zeigen den Willen zum Wandel.

    Ob Matt Mullenweg nach Portland die richtigen Zeichen setzt? Werden die Keynotes wie die von John Maeda (Microsoft) Innovation UND Ethik die Community vereinen? Könnten Website-Builder-Konkurrenten durch das neue KI-Ökosystem endlich echten Gegenwind spüren? Wir sind live dabei!

    Bleibt nur: Bleib du auch kritisch, engagiert, kreativ! Diskutier mit (Kommentare auf goneo Blog offen), schau dir die Sessions auch aus Entwicklersicht an, oder bring dich in der deutschen WP-Community ein – z. B. bei den Meetups in Berlin, Köln oder virtuell bei wpde.org.

    In diesem Sinn: WordPress kann die Zukunft rocken – wenn Technik und Community wieder Hand in Hand gehen.

    Und du? Bist du dabei, einfach average zu bleiben (Wink mit dem Buchtitel von Ayra Mudessir: „INSPIRED BY THE FEAR OF BEING AVERAGE“), oder gehst du den nächsten Schritt – mit, für oder sogar auf WordPress?

    Schreib’s in die Kommentare. Wir sind mega gespannt – und begleiten dich, wohin das Web 2025 noch steuert!

  • goneo-Kundenumfrage: Zerstört Google-KI deinen Traffic?

    goneo-Kundenumfrage: Zerstört Google-KI deinen Traffic?

    Danke an alle, de sich an unserer Umfrage zu Google KI beteiligt haben, Heute nehmen wir euch mit durch die Ergebnisse. Diese Umfrage wurde in einem Onlinefragebogen über unseren Newsletter verschickt. Das Feedback bietet faszinierende Einblicke in das Nutzungsverhalten und die Einstellungen unserer Kunden zu Datensouveränität und der Zukunft US-amerikanischer Services.

    Ganz wichtig war für uns die Einschätzung wie die Google-KI-Zusammenfassungen auf den Ergebnisseiten der Websuche die Anzahl der Besucher, die sich auf die Website durchklicken beeinflussen. 

    Wer sind die Webmacher? 

    Es stellte sich heraus, dass fast drei Viertel – genauer gesagt, 73,48 % – der Befragten mindestens eine Website betreiben. Davon haben 33,91 % sogar mehrere Projekte am Start. Diese engagierte Zielgruppe lässt uns vermuten, dass wir es hier mit einer Mischung aus passionierten Hobby-Webmastern, Freelancerhelden und kleinen Unternehmen zu tun haben. 

    Zusammenfassung für G02Q02	
Betreiben Sie (mindestens) eine eigene Website?(egal ob bei goneo oder anderswo)	
Antwort	Prozent
Ich betreibe genau eine Website. 	29,57%
Ich betreibe mehrere Websites.	33,91%
Ich betreibe keine Website.	36,52%
Keine Antwort	0,00%

    Überraschend war aber auch, dass 36,52 % derzeit keine Website betreiben. Dies könnte darauf hindeuten, dass einige Kunden unsere Dienste für zukünftige Projekte in Betracht ziehen oder lediglich Domain-Hosting nutzen.

    Der Einfluss von Googles KI-Zusammenfassungen – Segen oder Fluch?

    Ein interessantes Detail: 26,98 % der Befragten beobachten einen Rückgang ihres Traffics, den sie auf KI-generierte Zusammenfassungen bei Google zurückführen. Für manche eine deutlich spürbare Veränderung, während andere nur vermuten. Doch fast 40 % sind sich hier unsicher. Vielleicht eine Gelegenheit, genauer hinzuschauen?

    Zusammenfassung für G03Q03	
Haben Sie einen Verlust an Traffic festgestellt, den Sie auf die Praxis von Google zurückführen würden, zu vielen  Suchanfragen eine KI-generierte Zusammenfassung oben auf der Suchergebnisseite zu zeigen?	
Antwort	Prozent
ja, deutlich	6,35%
ja, ich vermute es 	20,63%
kann ich nicht feststellen	39,68%
nein, ich vermute nicht	17,46%
nein, ganz klar nicht 	7,94%
Keine Antwort	7,94%

    Die Besucher

    Mehr als die Hälfte der Websites sehen weniger als 100 Besucher am Tag vorbeischlendern. 33,33 % begrüßen sogar weniger als 20 Besucher täglich. Nur ein kleiner Hauch von 4,76 % kann sich über mehr als 1.000 Besucher pro Tag freuen. 

    Offensichtlich tummeln sich bei uns viele kleine bis mittelgroße Websites – der Charme privater Blogs, lokaler Unternehmen oder Nischenprojekte, die mit Herzblut betrieben werden.

    Zusammenfassung für G03Q04	
In welcher Klasse liegt die Anzahl Ihrer Webseitenbesucher?(Wenn Sie keine Trafficmessung per Webanalyse vornehmen, schätzen Sie bitte)	
Antwort	Prozent
unter 20 pro Tag 	33,33%
20 bis 100 pro Tag 	19,05%
101 bis 500 pro Tag 	11,11%
501 bis 1.000 pro Tag 	4,76%
1.001 bis 5.000 pro Tag 	3,17%
über 5.000 pro Tag 	1,59%
Das weiß ich nicht. 	17,46%
Keine Antwort	9,52%

    US-Dienste versus europäische Alternativen – Die ewige Frage vor einer neuen Antwort?

    Ein heiß diskutiertes Thema: Ersatzfähigkeit amerikanischer Digitaldienste. 38,54 % sehen Potenzial in europäischen Alternativen, während 18,75 % keinen gleichwertigen Ersatz finden. Ein Drittel der Befragten ist sich noch unsicher – ein Zeichen, dass wir in Sachen Aufklärung noch nachlegen können.

    Interessanterweise befürchten 73,96 %, dass geopolitische Spannungen die Nutzung von US-Diensten erschweren könnten. Ein bedeutender Teil fühlt sich durch unsere europäische Verankerung bereits sicherer – ein wichtiges Argument in unseren Gesprächen!

    Es gibt für die meisten US-Digitaldienste gleichwertigen Ersatz in Deutschland oder Europa.Stimmen Sie zu?

    [Es gibt für die meisten US-Digitaldienste gleichwertigen Ersatz in Deutschland oder Europa.Stimmen Sie zu? 	
Antwort	Prozent
Ja	38,54%
Nein 	25,00%
Unsicher 	27,08%
Keine Antwort	9,38%

    Ein Zoll- und Handelskrieg könnte die Nutzung auf US-Digitaldienste erschweren oder verteuern. Stimmen Sie zu?

    Ein Zoll- und Handelskrieg könnte die Nutzung auf US-Digitaldienste erschweren oder verteuern.	
"Stimmen Sie zu?
"	
Antwort	Prozent
Ja 	73,96%
Nein 	4,17%
Unsicher 	14,58%
Keine Antwort	7,29%

    Bei den Zoll- und Handeslstreitigkeiten handelt es sich um eine kurzfristige Episode ohne dass wesentliche Änderungen passieren. Stimmen Sie zu?

    Bei den Zoll- und Handeslstreitigkeiten handelt es sich um eine kurzfristige Episode ohne dass wesentliche Änderungen passieren. Stimmen Sie zu?	
	
Antwort	Prozent
Ja 	8,33%
Nein 	37,50%
Unsicher 	45,83%
Keine Antwort	8,33%

    Mit meiner Entscheidung für goneo habe ich dem aktuellen Szenario vorgebeugt. Stimmen Sie zu?

    Mit meiner Entscheidung für goneo habe ich dem aktuellen Szenario vorgebeugt. Stimmen Sie zu? 	
Antwort	Prozent
Ja (Y)	53,13%
Nein (N)	15,63%
Unsicher (U)	18,75%
Keine Antwort	12,50%

    Ich würde jedem empfehlen, deutschen oder europäischen Digitaldiensten den Vorzug vor US-Diensten zu geben. Stimmen Sie zu?

    Wenn die von mir genutzten US-Dienste sich nicht verteuern oder verschlechtern, werde ich diese weiter nutzen. Stimmen Sie zu?

    Zusammenfassung für G04Q05(SQ005)[Ich würde jedem empfehlen, deutschen oder europäischen Digitaldiensten den Vorzug vor US-Diensten zu geben.]	
"Stimmen Sie zu?
"	
Antwort	Prozent
Ja	78,13%
Nein 	7,29%
Unsicher 	10,42%
Keine Antwort	4,17%

    Es gibt keinen wirklichen Ersatz in Europa oder Deutschland für die US-Digitaldienste, die ich nutze. Stimmen Sie zu?

    Wenn die von mir genutzten US-Dienste sich nicht verteuern oder verschlechtern, werde ich diese weiter nutzen.]	
"Stimmen Sie zu?
"	
Antwort	Prozent
Ja 	23,96%
Nein 	27,08%
Unsicher 	36,46%
Keine Antwort	12,50%
	
	
Zusammenfassung für G04Q05(SQ007)[Es gibt keinen wirklichen Ersatz in Europa oder Deutschland für die US-Digitaldienste, die ich nutze.]

    Was bedeutet das alles für dich und uns?

    Mit den Erkenntnissen dieser Umfrage können wir euch besser unterstützen. Wir überlegen, wie wir unsere Kommunikation über die Vorteile eines europäischen Hosters weiter stärken können. Was haltet ihr von skalierbaren Hosting-Paketen für unsere Viel-Website-Betreiber und SEO-Optimierungstools für die, die mit Traffic kämpfen?

    Die Unsicherheiten und der Informationsbedarf deutlichen darauf hin, dass wir unser Angebot an Webinaren und Vergleichsstudien ausbauen sollten. Eure Bedürfnisse sind vielfältig, und das ist großartig – denn es gibt so viele Wege und Projekte zu unterstützen.

    Diese Umfrage zeigt uns einmal mehr die Präferenz für sichere europäische Digitaldienste und gleichzeitig einige Herausforderungen, die das digitale Zeitalter mit sich bringt. Zusammen mit euch möchten wir die beste Basis für eure Online-Projekte schaffen.

    Lasst uns den Weg gemeinsam weitergehen. 

    Hört dazu auch mal rein in unsere Podcast-Episode Nummer 127 vom 2.5.2025

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  • Eine Website wie von Zauberhand

    Eine Website wie von Zauberhand

    Homepagebaukasten mit KI: Entdecke die neue Dimension des Webdesigns mit easyPage 3.0 und Künstlicher Intelligenz.

    Es ist an der Zeit, die Website-Welt wieder ein Stück weiterzudenken. Hebe mit uns deine Online-Präsenz auf das nächste Level. 

    Wir bei goneo sind stolz darauf, heute ein weiteres KI-Feature unseres beliebten Websitebuilders easyPage 3.0 vorstellen zu können. Das neue Release macht die Pforten zu der zukunftsweisenden Technologie rund um Künstliche Intelligenz (KI) noch ein Stück weiter auf.

    Die Integration von KI in unsere Tools ist wichtig. Es geht nicht nur darum, dir das Website-Erstellen zu erleichtern, sondern auch um innovativ und zukunftsorientiert zu bleiben. 

    Wir haben zugehört und die Anregungen und Wünsche unsere Nutzergemeinde in die Weiterentwicklung von easyPage einfließen lassen. Lies weiter oder probiere die Homepagebaukasten KI in easyPage unverbindlich einfach selbst mal aus!

    (mehr …)