Kategorie: CMS

  • Bye-bye durchschnittliche Website: Wie WordPress 7.0 das moderne Web neu definiert

    Bye-bye durchschnittliche Website: Wie WordPress 7.0 das moderne Web neu definiert

    Hey, du WordPress-Fan! Ich sitze gerade bei einer Tasse Kaffee in der Mindener Altstadt und schaue aus dem Fenster auf die Weser. Beim Gedanken an WordPress: Fragst dich auch, was die Zukunft für dein Lieblings-CMS bringt? WordPress 7 kommt. Schnall dich an! Was ich heute habe, ist kein Bericht über ein simples WordPress-Update, ich halte die 7 für eine echte Zäsur nach langer Zeit.

    WordPress 7.0 landet am 9. April 2026 und es ist viel mehr als nur ein bisschen neuer Code – übertreibe ich, wenn ich schreibe, es ist das neue Betriebssystem für das moderne Web werden kann? Lies und urteile selbst.

    Ich denke, wir verabschieden uns von der Zeit, in der WordPress nur ein Content-Management-Werkzeug war. Jetzt wird es zur orchestralen Plattform für digitale Design-Systeme und künstliche Intelligenz.

    Warum 7.0 eine Ansage ist, mit der man rechnen muss

    Vielleicht hast du gemerkt, dass es 2025 etwas ruhiger zuging? Das war Absicht! Anstatt drei Releases durchzupeitschen, wurde das Tempo gedrosselt, um technische Schulden abzubauen und ein Fundament zu gießen, das stabil genug für die nächste Dekade ist.

    Das Ziel war es, die „Angst vor dem Durchschnitt“ zu besiegen -(ein Mindset, das ich aus dem Buch von Ayra Mudessir liebe; Link zu Youtube) – und Funktionen zu bringen, die früher nur teuren Enterprise-Systemen vorbehalten waren.

    Der Fahrplan der Evolution

    Die Veröffentlichung war von chirurgischer Präzision geprägt, passgenau zum WordCamp Asia:

    MeilensteinDatumFokus
    Beta 119. Februar 2026Öffentliche Testphase und Feature-Freeze
    Beta 35. März 2026Fehlerbehebung und Stabilität
    Release Candidate 119. März 2026Field Guide und finaler Code-Freeze
    Finaler Release9. April 2026Offizielle Veröffentlichung

    Aus dem Maschinenraum: Wir produzieren in Minden und Frankfurt die Power für das Web mit WordPress

    Um diese geballte Power sicher zu verarbeiten, mussten die Mindestanforderungen steigen. Das ist eine Ansage an alle Profis auch hier hier in Ostwestfalen: Wer wettbewerbsfähig bleiben will, muss sein Stack aktuell halten! Bei goneo tun wir das. PHP 8.4 ist bereit, 8.5 schon in der Erprobung in unseren Rechenzentren in Frankfurt.

    • PHP-Power: Die neue Basis ist PHP 7.4, was moderne Syntax und Typisierung im Kern ermöglicht. Aber mal ehrlich: Für eine wirklich geniale Performance und Sicherheit solltest du auf PHP 8.3 oder 4 setzen. Das reagiert nicht nur schneller, sondern ist auch weniger anfällig für Speicherengpässe.
    • Die Iframe-Revolution: Ein technisches Highlight ist das vollständige Iframing des Editors. Das bedeutet, der Editor wird in einer sauberen Sandbox geladen. CSS-Stile von Plugins leaken nicht mehr in dein Bearbeitungsfenster. Endlich Schluss mit Layout-Differenzen zwischen Backend und Live-Seite – ein mega Fortschritt für deine Design-Präzision!

    Phase 3: Gemeinsam statt einsam (Kollaboration)

    Hier wird es ein bisschen emotional (nur ein bisschen). WordPress transformiert sich von einem System für Einzelkämpfer zu einer dynamischen Umgebung für Teams.

    Real-Time Co-Editing: Bye-bye Post-Locking!

    Kennst du den Frust, wenn ein Beitrag gesperrt ist, weil jemand anderes ihn gerade offen hat? Das ist Geschichte! In WordPress 7.0 können mehrere Leute gleichzeitig am selben Dokument arbeiten. Du siehst die Cursor deiner Kollegen in Echtzeit flitzen. Das System nutzt dafür hocheffizientes HTTP Polling, damit es wirklich überall – auch auf Shared-Hosting – reibungslos läuft.

    Notes & Feedback

    Für die asynchrone Arbeit gibt es jetzt „Notes“. Du kannst Kommentare direkt an Blöcke oder Textstellen heften und Kollegen per @-Erwähnung benachrichtigen. Das ist ein absolutes Killer-Feature für Agenturen, weil das Feedback genau dort landet, wo die Arbeit passiert.

    FeatureNutzen für den WorkflowTechnischer Mechanismus
    Co-EditingGleichzeitiges Schreiben ohne DatenverlustHTTP Polling Sync
    Inline NotesGezieltes Feedback an ElementenKommentar-Registry
    Cursor TrackingSichtbarkeit der Kollegen-AktivitätLive-Presence-API
    Spotlight ModeFokus auf ein einzelnes ElementEditor-Overlay-System

    Design-Systeme: Du bist der Kurator

    Wir verlassen das Zeitalter, in dem wir nur „Seiten“ bauen. WordPress 7.0 setzt auf die Atomic-Design-Methodik. Du gestaltest keine Seiten mehr, du kuratierst Atome, Moleküle und Organismen.

    • theme.json & Design-Tokens: Du steuerst Hierarchien global. Einmal definierte Tokens für Farben oder Abstände ziehen sich durch das gesamte Projekt. Das verhindert Design-Wildwuchs und sorgt für eine beispiellose Wartbarkeit.
    • Dynamische Sichtbarkeit: Du kannst jetzt direkt in der block.json festlegen, ob ein Element nur auf dem Desktop, Tablet oder Smartphone angezeigt wird. Hochgradig optimierte mobile Erfahrungen – genial!

    DataViews: Die neue Admin-Oberfläche

    Sag „Tschüss“ zu den statischen PHP-Tabellen von 2005! Die neuen DataViews sind eine moderne, JavaScript-basierte Schnittstelle, die sich wie eine App anfühlt. Du kannst deine Inhalte in Grids, Tabellen oder Listen visualisieren. Filter und Sortierungen passieren unmittelbar ohne Reload. Das Beste: Das System merkt sich deine bevorzugten Ansichten! Achtung für Entwickler: Plugins, die die alten Listen-Tabellen modifiziert haben, brauchen dringend ein Update, sonst gibt es Brüche in der User-Experience.


    KI-Integration: Dein CMS wird zum Genie

    Das ist die wohl zukunftsträchtigste Neuerung: Die Abilities API und der native KI-Client. WordPress ist hier „Provider-agnostisch“ – es liefert keine eigenen Modelle mit, sondern stellt die standardisierte Schnittstelle bereit.

    Die Abilities API erlaubt es Plugins, ihre Funktionen maschinenlesbar zu registrieren. Eine KI kann so entdecken, was deine Website alles kann, und Aufgaben autonom ausführen. Stell dir vor, du sagst deinem Assistenten: „Erstelle eine Zusammenfassung der letzten fünf Beiträge und generiere passende Alt-Texte“. Die KI findet die passenden „Abilities“, prüft die Berechtigungen über den permission_callback und legt los.

    Lokale KI & MCP: Datensouveränität pur – Erfahre mehr:

    🤖 KI & Infrastruktur (MCP & Abilities API)


    WebAssembly (WASM): Performance-Wunder im Browser

    Unter der Haube nutzt WordPress 7.0 jetzt die Rechenpower deines Endgeräts. Dank WASM findet aufwendige Medienverarbeitung nun direkt in deinem Browser statt.

    • Bildkomprimierung & Video-Transcoding: Früher musste der Server alles berechnen. Jetzt erledigt das dein Browser via wasm-vips und ffmpeg.wasm. Das reduziert die Serverlast um ca. 80 %!
    • Saliency Detection: Ein mega Feature! Kleine KI-Modelle im Browser erkennen beim Zuschneiden automatisch wichtige Bildbereiche (wie Gesichter). Nie wieder abgeschnittene Köpfe in automatisierten Galerien!
    Infographic comparing traditional server-based media processing with WebAssembly (WASM) in-browser processing, highlightin...

    🎨 Design & Kollaboration -lies weiter:


    Fazit: Die Ära der Souveränität

    WordPress 7.0 ist kein einfaches Blog-Tool mehr. Es ist das Fundament für ein souveränes, intelligentes Webdesign. Ob du nun Blogger bist und von der Kollaboration profitierst , als Freelancer mit der Block Bindings API komplexe Backends baust oder als Agentur die Sicherheit von PHP 8.4 schätzt – diese Version ist eine Befreiung.

    Bevor du den Sprung wagst: Plane sorgfältig! Teste alles in einer Staging-Umgebung, geh erst auf 6.9 und check die PHP-Kompatibilität.

    Es ist Zeit, die Ärmel hochzukrempeln und die Maloche im Backend durch intelligente Workflows zu ersetzen. Das Web, das wir uns immer gewünscht haben, ist jetzt da – und es startet direkt hier bei uns.

    Nochmal wichtige Quellen für deinen eigen Deep Dive:


    Mehr Futter für WordPress-Fans:

    Fragen, die mir Leser stellten

    Sind mit dem übergang 6.9 auf 7 Migrationsbrüche zu erwarten? Muss der Webseitenbetreiber ran oder wird das ein glattes automatische Update ?

    Das ist nun die Millionen-Frage, oder? Wir alle kennen diesen Moment, wenn man auf „Update“ klickt und kurz die Luft anhält. Ich sag es dir ganz direkt: WordPress 7.0 ist eine Zäsur, kein kleiner Sommerspaziergang. Es ist eine bewusste Neuausrichtung, und das bedeutet, dass man dieses Mal wirklich hinschauen muss.

    Warum du dieses Mal ran musst
    Ein „Klick und Fertig“-Update wird es für viele Profis wahrscheinlich nicht sein. Es gibt ein paar Punkte, die zeigen, dass Handarbeit gefragt ist:

    Technischer Stack: Da die Mindestanforderung auf PHP 7.4 angehoben wurde, ist der erste Check Pflicht. Wenn dein Server noch auf einer uralten Version tuckert, bleibt die Seite nach dem Update schwarz. Kann dir aber bei goneo nicht passieren, da wir kein 7.4 mehr im Stack haben.

    Migrations-Weg: Es wird ausdrücklich empfohlen, nicht direkt von einer uralten Version zu springen, sondern erst das Update auf Version 6.9 zu machen. Das ist quasi dein technischer Stabilisator und der direkte Wegbereiter für die großen Änderungen.

    DataViews vs. Altlasten: Die Einführung der DataViews ist ein radikaler Bruch mit der Vergangenheit. Die alten PHP-basierten „List Tables“, die seit 2005 dabei waren, fliegen raus. Wenn du Plugins nutzt, die tief in diese alten Listen-Tabellen eingreifen (z. B. spezielle Filter in der Beitragsübersicht), müssen diese zwingend auf Kompatibilität geprüft werden, sonst bricht die Nutzererfahrung.

    Iframed Editor: Durch das vollständige Iframing des Editors in Version 7.0 ändert sich, wie CSS im Backend geladen wird. Das ist zwar mega für die Design-Präzision, kann aber bei Themes, die sehr „hacky“ programmiert wurden, zu Darstellungsfehlern im Editor führen.

    Du hast von Atomic design in WordPress gschrieben. ist das durch Quellen gestützt?

    Absolut berechtigte Frage! Ich weiß, das klingt erst mal nach einem riesigen Buzzword, das man eher aus Figma-Workshops kennt. Aber keine Sorge, ich hab das nicht einfach so in den Raum geworfen, um schlau zu klingen – das ist tatsächlich die strategische Richtung, die WordPress mit der Version 7.0 vollendet hat. Hier ist das Grounding dazu direkt aus den Quellen:

    Der Paradigmenwechsel: In den Quellen, die ich angegeben habe,, wird explizit beschrieben, dass WordPress 7.0 die konsequente Implementierung der Atomic-Design-Methodik markiert.

    Atome statt Seiten: Es wird betont, dass Nutzer (besonders Prosumer) umdenken müssen: Man gestaltet keine statischen Seiten mehr, sondern man kuratiert Atome, Moleküle und Organismen.

    Design-Tokens als Bindeglied: Die technische Basis dafür sind die erweiterten Möglichkeiten der theme.json. Hier werden zentrale Design-Tokens für Farben, Abstände (Dimension Presets) und Typografie definiert, die sich wie ein roter Faden durch das gesamte System ziehen.

    Konsistenz: Ziel dieser „atomaren“ Herangehensweise ist es, den gefürchteten „Design-Wildwuchs“ zu verhindern, indem Hierarchien global und konsistent über das gesamte Projekt hinweg gesteuert werden.

    Kurz gesagt: WordPress 7.0 löst sich von der Vorstellung, dass ein CMS nur Text in Layouts schubst. Es wird zu einem Tool, mit dem du ein echtes, logisch aufgebautes Design-System baust.

    Wie siehst du die Zukunft von WordPress in Bezug auf künstliche Intelligenz?

    Ich glaube, wir stehen da erst am ganz Anfang einer mega spannenden Reise. WordPress 7.0 hat mit der Abilities API und dem Model Context Protocol (MCP) ein absolut geniales Fundament gelegt. Mein Blick auf die Zukunft geht so:
    Vom Werkzeug zum Partner: KI wird nicht mehr nur ein Plugin sein, das dir SEO-Texte schreibt. Sie wird tiefer integriert. Stell dir vor, du sagst deinem WordPress: „Ich brauche eine Landingpage für mein neues Produkt, im Stil meiner Marke, optimiert für Conversions.“ Und das System baut dir einen Entwurf, schlägt Bilder vor, formuliert Texte und richtet die Formulare ein – alles basierend auf den „Abilities“, die deine installierten Plugins bereitstellen.
    Demokratisierung von High-End-Funktionen: KI wird komplexe Aufgaben, die früher teure Entwickler erforderten, für jeden zugänglich machen. Personalisierung von Inhalten in Echtzeit, intelligente A/B-Tests, automatisierte Bild- und Videobearbeitung direkt im Browser (dank WASM!) – das wird Standard.
    Souveränität bleibt der Schlüssel: Und das ist mir persönlich mega wichtig, die Zukunft von WordPress liegt in der Wahlfreiheit. Ja, wir werden mächtige Cloud-KIs wie GPT-4 nutzen. Aber dank MCP und Tools wie Ollama können wir sensible Daten auch lokal auf unseren eigenen Servern verarbeiten. Diese Balance aus Power und Datensouveränität ist genial und wird WordPress auch in der KI-Ära unverzichtbar machen. Kurz gesagt: KI wird WordPress nicht ersetzen, sondern es wesentlich mächtiger, intuitiver und kreativer machen. Es wird die „Maloche“ im Hintergrund reduzieren und uns mehr Raum für die strategische und kreative Arbeit geben.

  • Open Source Cookies und KI-Agenten: Insights vom JoomlaCamp 2026 aus Essen.

    Open Source Cookies und KI-Agenten: Insights vom JoomlaCamp 2026 aus Essen.

    Ich melde mich mal mit ein paar Tagen Abstand zum JoomlaCamp 2026 im Essener Unperfekthaus zurück. Wer mich kennt, weiß: Ich bin bei goneo im PM und Marketing unterwegs. Wer mich kennt, weiß: Als PM bei einem Hoster wie goneo bin ich eher Fan von klaren Strukturen und Roadmaps.

    Deswegen war ich anfangs – ich gebe es zu – etwas skeptisch, was das Format angeht. Es war nämlich eine Unkonferenz (oder Barcamp, für die Retros unter uns). Das heißt: Kein festes Programm, keine vorab gebuchten Speaker-Slots.

    Stattdessen hieß es am Morgen: „So Leute, was habt ihr im Gepäck?

    Gelebte Agilität in Reinform

    Corkboard with handwritten notes and tally marks, displaying a schedule with topics and times
    Der Tagesplan für den Businessday beim JoomlaCamp 2026: Themen wurden von der Community gesammelt und nahe Echtzeit den Räumen zugewiesen.

    Das Bild, das ihr hier seht, war der„Masterplan“ für den Businessday. Jeder, der was zu sagen hatte, hat sein Thema auf eine Karte geschrieben, kurz gepitcht, und die Community hat abgestimmt. Der Gastgeber hat das fast in Echtzeit in die Räume und Zeitslots einsortiert.

    Was vielleicht nach Chaos klingt, hat erstaunlich gut funktioniert. Warum? Weil dadurch genau die Themen auf den Tisch kamen, die uns jetzt unter den Nägeln brennen – und nicht das, was ein Marketing-Team vor sechs Monaten in eine Agenda gepresst hat.

    Für mich als Marketer bei einem Hoster ist das wie eine Fokusgruppe auf Steroiden. Ich sehe ungefiltert, wo die Reise hingeht. Hier ist mein „Professional Take“ – ohne Marketing-Sprech, dafür mit Substanz.

    Als Hoster sind wir per se CMS-agnostisch. Ob du WordPress, Typo3 oder eben Joomla auf unsere Server wirfst, ist uns erst mal egal – solange es performant läuft und die Support-Kollegen nicht mit Sicherheitslücken in den Wahnsinn getrieben werden.

    Wer das Gebäude Unperfekthaus kennt, weiß: Das ist ein verwinkeltes Labyrinth, viereinhalb Stockwerke hoch aus Kreativität und renoviertem Retro-Ruhrpott-Charme mit offene Dachterrassen und nettem Restaurant/Bar in der Lobby.

    Das richtige Setting für das, was wir da besprochen haben. Während draußen die Welt über „NeoCoulds“ buzzworded und Claude als KI-Hype abfeiert, haben wir uns im Business-Track mal mehr oder weniger trocken angeschaut, wo die Reise für Joomla bis 2028 hingeht.

    Hier also mein Recap – ein bisschen tiefer unter die Haube geschaut, als man es im Hochglanz-Prospekt lesen würde.

    Wenn man zwei Tage in Essen mit der Joomla-Core-Prominenz in den Räumen sitzt, ändert sich der Blickwinkel. Aus der Hoster-Perspektive ist Joomla nämlich gerade verdammt spannend geworden. 

    Cookies, Lizenzen und der deutsche „Engine Room“

    Echt jetzt: Jemand hat „Open Source Cookies“ mitgebracht. Mürbeteig mit beiliegender Zutatenliste und Lizenz. Klingt nach einem Nerd-Witz, ist aber eigentlich das perfekte Sinnbild für diese Community. Man will jetzt wissen, was drin ist. Keine Blackbox ansteuern. 

    In Essen wurde klar: Die deutsche und europäische Community ist das Rückgrat der Entwicklung bei Jooma. Wenn Sigrid Gramlinger (ihres Zeichens Joomla Department Coordinator Production) über die Roadmap spricht, Consent Management Ansätze abfragt oder Benjamin Trenkle (CMS Maintenance Team Leader) die AI Policy erklärt, dann merkst du: Hier geht es nicht um „schnell mal was hinklatschen“, sondern um Rechtssicherheit und professionelle Standards.

    Das kann als typisch deutsch gelesen werden, im besten Sinne heißt das: Der German Stack. Die Leute hier bauen den „Engine Room“ – auch für den europäischen Mittelstand.

    Wie ein CMS-agnostischer Hoster heute auf Joomla schaut

    Wir bei goneo beobachten den Markt der Webanwendungen genau. Open-Source ist ein Faktor. Während andere Systeme sich in Richtung „Closed Ecosystems“ oder Plugin-Pagebuilder-Monster entwickeln, hat Joomla in Essen eine ganz andere Richtung eingeschlagen: Stabilität durch Struktur.

    Security & Lifecycle: Der „Boring can be sexy“-Faktor

    Aus Marketing-Sicht klingt „Sicherheit“ oft langweilig. Für uns als Hoster-Provider ist es das Fundament. In Essen ging es auch um Compliance.

    • Mein Take: Joomla 5 und 6 sind „Secure by Design“. Für uns als deutsches Unternehmen ist das Gold wert. Wir brauchen Partner und Communities, die DSGVO nicht als Hindernis, sondern als Standard akzeptieren und wahrnehmen. Die Sessions haben gezeigt: Die Leute bauen hier komplexe Business-Lösungen, keine Hobby-Blogs. Das ist die Zielgruppe, die wir bei goneo mit unseren Paketen ansprechen wollen.
    • Sicherheitsdenke bedeutet für uns: Weniger gehackte Instanzen, weniger Stress mit automatisierten Bots. Das ist für einen Hoster ein riesiges Plus bei den Betriebskosten (TCO). 

    Die Technik: Von der „Insel“ zum „Hub“

    Früher war Joomla eine Art Insel, ein eigener Ansatz, eigene Workflows. Heute ist es eine API-first Schaltzentrale. Verfolgt man die Sessions von Marc Dechèvre von Woluweb aus Brüssel, dann wird das sehr deutlich.

    1. MCP (Model Context Protocol) – Der Gamechanger

    Besonders krass waren die Sessions von David Jardin (Joomla Security Liaison)  und Stefan Wendhausen (Joomla CMS Release Team Leader) zum Model Context Protocol (MCP). Der Clou: Damit können KI-Modelle wie ChatGPT oder Claude direkt mit den Daten in Joomla „kommunizieren“. 

    DIe Hoster-Perspektive: Wenn Joomla zum Headless-Hub für KI-Agenten wird, ändert das die Lastprofile auf unseren Servern. Wir bei goneo müssen hier Infrastruktur bieten, die diese API-Dauerfeuer weglächelt. Marc Dechèvre (Automatisierungsexperte) hat das mit Make-Workflows und der Joomla-API direkt in die Praxis übersetzt. Krass, was da an Effizienz drinsteckt.

    • Was das für uns bedeutet: Wenn Joomla-Instanzen anfangen, über MCP direkt mit KI-Modellen zu kommunizieren, verschiebt sich die Last auf den Servern Richtung I/O. Wir reden weniger über RAM-lastiges PHP-Rendering, sondern über API-Calls und automatisierte Workflows (Callout an Marc Dechèvre für die Demo mit Make).
    • Die Erkenntnis: Joomla entwickelt sich weg vom reinen Anzeigewerkzeug hin zum Content-Hub. Für goneo heißt das: Wir müssen unsere Infrastruktur genau auf diese API-First-Szenarien optimieren.
      MCP ist für Joomla technisch gesehen ein Sprung. Statt dass wir mühsam jedes KI-Tool per Hand anbinden, bietet Joomla eine standardisierte Schnittstelle.
    • Der Benefit: Claude, ChatGPT oder lokale LLMs können direkt mit den Joomla-Daten sprechen.
    • Use Case: Du tippst: „Analysiere die Tabelle mit den Zugriffszahlen und schreib mir basierend auf den bestperformenden Beiträgen drei Teaser-Texte für die Startseite.“ Das passiert ab 2026 nativ, ohne dass du Daten händisch kopieren musst.

    2. agents.md und die neue KI-Policy

    Agents.md ist quasi eine maschinenlesbare Anleitung für KI-Coding-Agenten in nahezu flachem Text. Wenn eine KI beim Coden hilft, muss sie die Struktur von Joomla verstehen. Das steht in der md-Datei. Mit diesem Standard stellen wir sicher, dass KI-generierter Code nicht den Core zerschießt. Pragmatismus schlägt hier Angst. Wir nutzen die Tools, aber kontrollieren die Qualität. Agents helfen beim Coden und Warten helfen. Für uns bedeutet das: Die Einstiegshürde für komplexe Projekte sinkt, während die Code-Qualität durch KI-Reviews steigt.

    Roadmap 2028: Was ist in der Pipeline?

    Ich habe mir die Pläne für die nächsten zwei Jahre angeschaut. Wer glaubt, Joomla ruht sich auf Version 5 oder 6 aus, irrt. Die Roadmap bis 2028 fokussiert sich auf drei neue Kernpunkte:

    Feature-BereichErwartung bis 2028Warum das wichtig ist
    Structured ContentTiefe Integration von Custom Fields in den Core-Workflow.Weniger Abhängigkeit von Overrides, sauberere Datenbanken.
    Performance 2.0Native Unterstützung für modernste Bildformate und Edge-Caching.Google Core Web Vitals werden noch strenger; Joomla liefert Out-of-the-Box.
    AI Integration„AI-Assisted Site Building“ im Backend.Kunden können Content-Strukturen per Prompt vorschlagen lassen.

    Was kommt da auf uns und auf Anwender zu?

    • Structured Data & Custom Fields: Das ist der Tod des „Frickel-Overhead“. Joomla wird im Core so sauber, dass wir im Hosting weniger Caching-Tricks anwenden müssen, weil die Datenbankabfragen effizienter werden.
    • Mein Take: Das wird die Art, wie wir Content managen, komplett disruptieren. Wenn das CMS zum „Knowledge Hub“ wird, brauchen wir Infrastrukturen, die solche massiven API-Abfragen weglächeln.
    • PHP-Evolution: Joomla ist immer vorne mit dabei, wenn es um neue PHP-Versionen geht. Das pusht uns, unsere Plattformen aktuell zu halten, wovon am Ende alle unsere Kunden profitieren – egal welches CMS sie nutzen.

    Wer trägt das Ganze eigentlich? (Governance & Business)

    Manchmal wird man gefragt: „Markus, wer garantiert mir eigentlich, dass es Joomla in fünf Jahren noch gibt?“

    Für uns bei goneo ist die Stabilität eines Projekts wichtig. Joomla wird von Open Source Matters (OSM) verwaltet.  Das ist kein Ein-Mann-Betrieb.

    OSM ist eine Non-Profit-Organisation, nach US-Recht eine 501(c)(3)), die 2005 gegründet wurde, als sich Joomla von Mambo abgespalten hat. Wenn es um Lizenzen, Markenrechte (Trademarks) oder Verträge geht, tritt OSM als juristische Person auf. Ohne OSM gäbe es niemanden, dem die Marke „Joomla“ gehört – und das wäre im Business-Umfeld ein totales Risiko.

    OSM verwaltet die Gelder. Sponsoring-Einnahmen, Spenden und Einnahmen aus dem Partner-Programm fließen hier rein und werden für die Infrastruktur (Server, Downloads, Marketing) wieder ausgegeben.

    Es gibt ein Board of Directors, das strikt nach Ressorts getrennt ist (Marketing, Finance, Programs). Das Ganze ist demokratisch organisiert.

    • Ich habe mir auch mal die Board-Rollen und die Organisation angeschaut.
    • Mein Fazit: Das ist eine extrem solide, demokratische Struktur. Es gibt keinen „Single Point of Failure“ durch einen Investor, der plötzlich den Geldhahn zudreht. Diese Unabhängigkeit ist für einen Hoster wie goneo ein wichtiges Argument für die langfristige Empfehlung an unsere Kunden.

    Und: Es gibt auch keinen CEO, der morgen beschließt, die Preise um 300% zu erhöhen oder das Projekt an eine Heuschrecke zu verscherbeln. Joomla gehört eigentlich allen.

    Aus unternehmerischer Perspektive kann man eine gewisse  Investment-Sicherheit ableiten. Allerdings fehlt sichtlich ein kommerzieller Arm in einer Welt, in der SaaS-Tools kommen und gehen. Joomla wirkt wie der der Fels in der Brandung – ist ja auch gerad wie goneo 20 Jahre alt geworden.

    Es scheint mit OSM zu funktionieren.  Die Rollen im Board sind klar verteilt. Dass Leute wie Sigrid oder Benjamin tief involviert sind, gibt Hostern das Vertrauen, dass Joomla auch 2028 noch die Engine für anspruchsvolle Business-Websites sein kann.

    Mein Fazit aus Essen

    JoomlaCamp 2026 war ein Augenöffner. Die Organisation und die Akteuere zeigen sich pragmatisch, hochprofessionell und haben den KI-Wandel voll auf dem Schirm. Für goneo bedeutet das: Wir werden unsere Hosting-Pakete noch spezifischer auf diese API- und KI-Workflows optimieren müssen.

    Joomla 2026 fühlt sich nun weniger wie ein CMS an, mehr wie ein Enterprise-Framework. Oder – um ein anderes Bild zu wählen – wie ein gut gewarteter Motor, unaufgeregt, zuverlässig, aber mit der neuen KI-Einspritzung (MCP), so dass es jetzt richtig anziehen kann. Alle Sprachbilder haben eins gemeinsam: Sie sind mindestens leicht schief, aber sie illustrieren: Man bastelt nicht, man baut Architekturen. Und Joomla ist das Fundament, das stabil bleibt, während sich die KI-Welt drumherum dreht.

    Viele Diskussionen drehten sich um Skalierbarkeit und über das YOOtheme Pro Template als Shining Star und Industriestandard für effizientes Design. Auch ein interessanter Impuls: Playwright für automatisiertes Testing. Dirketen Nutzwert lieferten Leute, die nicht der Joomla-Organisation angehören, sondern vielleicht eine Agentur betreibenm, wie zum Beispiel Peter Martin von db8 aus den Niederlanden mit der Präsentation seiner Sammlung netter Tools (nicht nur) für Joomla

    Um auf den Punkt zu kommen: Wir bei goneo bleiben natürlich CMS-agnostisch, weil wir die Wahlfreiheit lieben. Aber nach diesem Joomlacamp in Essen muss ich sagen: Joomla hat seinen Platz in der Professional-Ecke mehr als verdient. Wer Struktur sucht und keine Lust auf „Lock-in-Effekte“ hat, kommt 2026 an Joomla nicht vorbei.

    Die Diskussionen am Board und in den Sessions zeichnen ein klares Bild für die nächsten zwei Jahre:

    1. AI-Native Features: Nicht nur ein Plugin, sondern tiefe Integration im Core.
    2. Positioning: Ein Marketing- & Positionierungs-Experte einer Agentur hat eine interessante Debatte angestoßen: Wo liegt der Wert des Developers, wenn die KI den Code schreibt? Fragen, die man auch im Hause goneo hört. Antwort: In der Architektur und der Strategie.

    Wie sieht’s bei dir aus? Hast du schon eine Strategie, wie du die neuen MCP-Möglichkeiten in deine Kundenprojekte integrierst, oder ist das für dich noch zu weit weg?

    Schreib mir mal – oder noch besser: Sollen wir mal gemeinsam schauen, wie wir deine aktuelle Joomla-Instanz auf die Roadmap 2028 vorbereiten?

    Fragen, die dieser Text beantworten kann

    Wo fand das JoomlaCamp 2026 statt?

    Das Event wurde im Unperfekthaus in Essen abgehalten.

    Welches Veranstaltungsformat wurde für das JoomlaCamp gewählt?

    Es handelte sich um eine Unkonferenz (auch bekannt als Barcamp), bei der es kein festes Programm oder vorab gebuchte Sprecher-Slots gab.

    Wer berichtet in diesem Text über seine Erfahrungen?

    Der Autor ist im Bereich Produktmanagement (PM) und Marketing bei dem Hostinganbieter goneo tätig.

    Warum war der Autor dem Format gegenüber zunächst skeptisch eingestellt?

    Aufgrund seiner beruflichen Rolle als Produktmanager bevorzugt er normalerweise klare Strukturen und feststehende Roadmaps, was im Gegensatz zum offenen Konzept einer Unkonferenz steht.

  • Warum goneo auf Joomla setzt – und diesen Blog trotzdem mit WordPress schreibt

    Warum goneo auf Joomla setzt – und diesen Blog trotzdem mit WordPress schreibt

    Ein Blick hinter die Kulissen unserer neuen Web-Architektur: Über Atomic Design, digitale Souveränität und warum wir Technologie nicht dogmatisch, sondern pragmatisch wählen.

    Es ist offiziell: Die neue goneo Corporate Website ist live. Sie ist schnell, sie ist modern, und wer einen Blick in den Quellcode wirft, wird vielleicht überrascht sein. Wir setzen dort nicht auf den globalen Marktführer. Wir setzen auf Joomla 5.4, das T4 Framework und das JA Stark Template.

    Moment mal – liest du das hier nicht gerade auf einem WordPress-Blog? Ganz genau. Und das ist kein Widerspruch, sondern Strategie.

    Die Elefanten im Raum: 40% Marktanteil und die WordPress-Power

    Wir wissen natürlich genau, in welcher Welt wir leben. Mehr als 40% aller Websites weltweit basieren heute auf WordPress. Das System, einst als kleiner Blog gestartet, ist heute das Betriebssystem des Webs. Ob als kommerzieller Service bei WordPress.com oder als Self-Hosted-Variante mit mächtigen Pagebuildern wie Elementor oder Divi: WordPress ist der Standard.

    Deshalb läuft unser eigener Blog und unser Social Hub social.goneo.de ganz bewusst auf WordPress. Wir wollen weiter Teil dieses gigantischen Ökosystems sein, die Plugins testen, die unsere Kunden nutzen, und unsere Expertise in der WordPress-Welt stetig ausbauen. Wir lieben die Dynamik, die Community und die schiere Unendlichkeit der Möglichkeiten, die WordPress bietet.

    Aber für unsere Hauptseite – das Herzstück unserer Infrastruktur – haben wir uns für einen anderen Weg entschieden. Einen europäischen Weg.

    Warum Joomla 5.4 für uns „Enterprise“ bedeutet

    Für unsere Corporate Site hatten wir Anforderungen, die über das klassische Blogging hinausgingen. Wir wollten eine Architektur, die Sicherheit, Datenschutz und modulare Entwicklung (Atomic Design) nativ verbindet.

    Hier hat uns Joomla 5.4 überzeugt – und zwar nicht aus Nostalgie, sondern wegen harter Fakten:

    1. Architektur statt Baukasten (Atomic Design)

    Mit dem T4 Framework unter der Haube arbeiten wir nach dem Atomic Design Prinzip. Wir bauen keine „Seiten“, wir konstruieren Systeme aus Atomen (Buttons), Molekülen (Suchfelder) und Organismen (komplette Header). Das sorgt für extrem sauberen Code, schnelle Ladezeiten und eine Wartbarkeit, die bei komplexen Unternehmensseiten Gold wert ist.

    2. Ein europäisches Statement (Digitale Souveränität)

    Joomla hat seine Wurzeln tief in Europa. Nach der legendären Abspaltung vom australischen Mambo-Projekt im Jahr 2005 wurde Open Source Matters gegründet, um sicherzustellen, dass der Code der Gemeinschaft gehört – und nicht Investoren. In Zeiten von DSGVO und der Diskussion um digitale Unabhängigkeit ist Joomla ein Statement. Es liefert „Privacy by Design“ ab Werk, ohne dass wir erst zehn Plugins installieren müssen, um datenschutzkonform zu sein.

    3. Die Lektionen der Vergangenheit

    Wir sind ehrlich: Wir erinnern uns noch gut an die Zeit um 2011/2012. Damals glühten bei uns die Telefone, weil Sicherheitslücken in alten Joomla-Versionen (Media Manager) Shops und Seiten lahmlegten. Wir haben damals mit unseren Kunden gelitten, die an komplizierten Updates verzweifelten. Aber genau deshalb ist unsere Wahl heute so fundiert. Wir haben genau hingeschaut: Joomla hat gelernt. Die Architektur ist gehärtet, Updates laufen automatisiert, der Code ist bereit für PHP 8.x und Enterprise-Anforderungen.

    Fazit: Das richtige Werkzeug für den richtigen Job

    Bei goneo glauben wir nicht an Glaubenskriege zwischen CMS-Systemen. Wir glauben an das passende Werkzeug.

    • Für Content, Community und schnelle News: WordPress (wie hier im Blog). Es ist unschlagbar in der Verbreitung und Einfachheit.
    • Für komplexe Strukturen, Daten-Souveränität und striktes MVC-Design: Joomla 5.4 (wie auf unserer Hauptseite).

    Wir laden euch ein, beide Welten bei uns zu erleben. Klickt euch durch die neue goneo.de, spürt die Performance des T4 Frameworks – und dann kommt gerne wieder hierher zurück, um zu lesen, was es Neues gibt.

    Wie seht ihr das? Nutzt ihr auch verschiedene Systeme für verschiedene Zwecke, oder seid ihr „One-CMS-Only“? Schreibt es uns in die Kommentare!

  • State of the Word 2025: San Francisco, „Gene“ und das Agent-OS – Die Analyse

    State of the Word 2025: San Francisco, „Gene“ und das Agent-OS – Die Analyse

    Matt Mullenweg steht in San Francisco auf der Bühne bzw. im hochauflösenden Hybrid-Stream, den ich mir hier in Deutschland um 21 Uhr MEZ reinziehen wollte. Der Stream war extrem instabil – was mir leid tut für die Zuschauer und Zuschauerinnen bei den vielen Watchparties. Der State of the Word Stream brach immer wieder zusammen, sowohl auf X als auch auf Youtube. Und das zum 22. Geburtstag von WordPress.

    Stream „unlive“ nachgeholt. Wer dachte, wir reden hier nur über ein CMS, das in die Jahre gekommen ist, der irrt. Die Zahlen sprechen eine andere Sprache: 43 % des Webs laufen auf WordPress. Betrachtet man nur den CMS-Markt sind es sogar 60 %. Besonders krass: In Japan liegt der Marktanteil bei 58,5 %. Das Web spricht nicht mehr nur Englisch – über 56 % der Installationen sind international.

    Aber genug der Statistik. Was in San Francisco vorgestellt wurde, ist eine fundamentale Neuausrichtung. WordPress transformiert sich vom „Website-Baukasten“ zum Betriebssystem für das offene Web und KI-Agenten.

    Hier ist meine Analyse – technisch, direkt und ohne Marketing-Filter.

    1. AI Architecture: Standardisierung statt Wildwuchs

    Das dominierende Thema war – wie kann es 2025 anders sein – KI. Aber im Vergleich zu 2023/24 geht es nicht mehr um Spielereien. Matt und sein Team (unterstützt durch Experten wie James LePage und Felix Arntz im Panel) bauen Infrastruktur.

    Die „Abilities API“ & MCP

    Das Herzstück ist die neue Abilities API. Bisher waren LLMs „blind“ für das, was WordPress kann. Mit der neuen API und dem WP AI Client können Entwickler Funktionen registrieren, die KI-Modelle verstehen und ausführen können.

    Noch spannender: WordPress unterstützt jetzt das Model Context Protocol (MCP) von Anthropic. Das bedeutet, KI-Tools wie Claude oder Copilot können standardisiert auf WordPress-Inhalte zugreifen und diese bearbeiten.

    Der technische Clou: Es ist keine proprietäre Blackbox. Es ist ein offener Standard. Wir müssen nicht für jedes Modell (OpenAI, Google, Anthropic) neuen Code schreiben. Das ist echte „Augmentierung“, wie Matt es nennt – der Mensch wird befähigt, nicht ersetzt.

    2. WordPress 6.9 „Gene“: Ein UX-Shift im Live-Release

    Ein Highlight war der Live-Release von WordPress 6.9 „Gene“ (benannt nach dem Jazz-Pianisten Gene Harris) direkt auf der Bühne. Und diese Version ändert, wie wir arbeiten.

    Command-First: Tippen statt Klicken

    Vergesst das Suchen in Block-Bibliotheken. Der neue Workflow ist Command-First. Es gibt ein Eingabefeld, in das ihr Wünsche in natürlicher Sprache eintippt. Beispiel: „Erstelle eine Preistabelle für 3 Produkte mit einem ‚Meistverkauft‘-Badge.“ Die KI baut das Layout, setzt die Spalten, stylt die Buttons – alles basierend auf den Patterns, die im Theme hinterlegt sind. Das ist Layouting via Prompt.

    Block Notes & Kollaboration

    Das Feature, das Agenturen lieben werden: Block Notes. Ähnlich wie in Google Docs könnt ihr jetzt Kommentare direkt an den Block heften. Aber es geht weiter: Ein Redakteur kann notieren: „@AI, mach diesen Text kürzer.“ Die KI führt die Änderung direkt am Block aus. Damit verlagert sich die Diskussion aus Slack und E-Mails direkt ins CMS. Endlich.

    Zoom-Out & Interaktivität

    Da KI oft ganze Sektionen auf einmal baut, gibt es den neuen Zoom-Out Modus. Man verlässt die Pixelebene und schiebt grobe Layout-Stücke hin und her. Dazu kommt nativer Support für LaTeX (endlich vernünftige mathematische Formeln!) und verbesserte Grid-Layouts. Die Demos, wie ein interaktiver Lego-Preisrechner ohne eine Zeile JavaScript erstellt wurde, zeigten eindrucksvoll, was „Low Code“ im Jahr 2025 bedeutet.

    3. Ecosystem & Education: Mary Hubbards Handschrift

    Mit Mary Hubbard als Executive Director weht ein neuer Wind. Sie sprach weniger über Gefühle, sondern über Fakten und „Learn by doing“.

    Campus Connect: Theorie trifft Praxis

    Ein starkes Beispiel für die Professionalisierung ist das Campus Connect Programm. Die Universidad Fidélitas in Costa Rica macht es vor: Studenten erhalten akademische Credits (Noten!) für Beiträge zum Open-Source-Projekt. Das schließt die Lücke zwischen Uni-Theorie und echter Praxis. Wenn Studenten lernen, wie man Core-Tickets löst, sichert das den Nachwuchs für die nächsten 10 Jahre.

    Die Community wächst

    Trotz aller Unkenrufe ist das Ökosystem gesund.

    • 60.000 Plugins im Repo (ein Anstieg von 68 % bei den Neuzulassungen!).
    • 2,1 Milliarden Plugin-Downloads.
    • 81 WordCamps mit über 100.000 Teilnehmern weltweit.

    4. Playground & Data Liberation

    Adam Zielinski und sein Team haben den WordPress Playground auf ein neues Level gehoben. WordPress läuft komplett im Browser (Wasm), ohne Server. Mit dem neuen Datei-Browser und Blueprints (JSON-Vorlagen) können wir Instant-Umgebungen für Tests hochfahren. Und ja, für den Spaßfaktor gibt es jetzt einen KI-Generator für „Wapuu“-Maskottchen.

    Aber hinter dem Spaß steckt Ernst: Data Liberation. Mary Hubbard positionierte einfache Migrationstools als Waffe gegen „Walled Gardens“ wie Wix oder Squarespace. „Eure Daten gehören euch“ ist der USP gegen die Plattform-Giganten.

    5. Was kritisch bleibt

    Bei aller Begeisterung für „Gene“ und die Abilities API – ein paar Dinge dürfen wir nicht ignorieren:

    1. WP Engine Schweigen: Der Konflikt wurde mit keinem Wort erwähnt. Matt setzt darauf, dass Produkt-Exzellenz alle politischen Probleme überstrahlt. Riskante Wette.
    2. Kosten der Intelligenz: Wer zahlt für die API-Calls der KI? Das „Democratize Publishing“ kostet Rechenleistung. Die muss man irgendwo buchen, sei es bei Open AI, Google, XAi…
    3. Die Komplexität: Mit React, MCP, Abilities API und Wasm wird die Einstiegshürde für „Hobby-Coder“ massiv höher. WordPress wird Professional-Grade-Software.

    Fazit: Fight for the Open Web

    Matt beendete die Keynote mit einem Appell:
    „Kämpft für die Freiheit. Kämpft für ein offenes Web.“

    State of the Word 2025

    WordPress 2025 ist mächtiger denn je. Es ist nicht mehr nur ein Blog-Tool, es ist eine Integrationsplattform, die proprietäre Systeme herausfordert. Die Tools (6.9, Playground, Abilities API) sind da. Jetzt liegt es an uns Entwicklern, sie zu nutzen, bevor die geschlossenen Plattformen den KI-Markt unter sich aufteilen.

    Adapt or Die

    Die State of the Word 2025 kann man als Weckruf verstehen. WordPress transformiert sich von einem CMS zu einer Integrationsplattform für KI-gesteuerte Workflows.

    Die Hürde für Einsteiger („Ich bastel mal was mit einem Standard-Theme“) wird durch den Tech-Stack (React, Node, Wasm, AI-Schemas) massiv höher, vielschichtiger, komplexer. Aber die Möglichkeiten für professionelle Entwickler und Agenturen skalieren ins Unermessliche und wie es aussieht will WordPress in der akademischen Welt, da wo Wissen generiert und nicht nur gescaped und repliziert wird, stärker Fuß fassen.

    Wer jetzt nicht anfängt, seine Datenstrukturen für die Abilities API fit zu machen und Workflows auf den Playground umzustellen, wird in den nächsten 12 bis 24 Monaten womöglich abgehängt. Ich selbst freue mich auf den Shift. Aber ich werde sehr genau beobachten, wer am Ende die Rechnung für die Cloud-API bezahlt.

    Wurde die Themen, die wir erwarteten, angesprochen?

    1. Gutenberg Phase 3 (Kollaboration):
    Ja, ein zentrales Thema. Dies war eines der konkretesten Features der vorgestellten Version WordPress 6.9 „Gene“. Mit der Einführung von „Block Notes“ (Kommentare und Notizen direkt an Blöcken im Editor) wurde ein Kernstück der Phase 3 – die Zusammenarbeit am Inhalt in Echtzeit (ähnlich Google Docs) – live demonstriert. Es geht darum, redaktionelle Workflows direkt in den Editor zu holen.

    2. Data Views mit WordPress 6.9:
    Teilweise. Während der Begriff „Data Views“ nicht als alleinstehende Schlagzeile dominiert, wurden massive Verbesserungen an den Design-Tools und der Verwaltung von Inhalten in Version 6.9 gezeigt.

    Besonders hervorgehoben wurden die „Zoom-Out“-Ansicht zum Bearbeiten von Patterns (Vorlagen) und verbesserte Raster-Layouts. Zudem wurde „Data Liberation“ (Datenfreiheit) betont, was bessere Im- und Exporte impliziert, um Daten nicht in einem System gefangen zu halten.

    3. Politics und „Five for the Future“:
    Indirekt (Fokus auf Bildung). Interne Projekt-Politik oder Dramen waren kein Thema der Keynote. Das Prinzip der Contribution (Beiträge zum Projekt) wurde jedoch stark durch das neue Bildungs-Thema adressiert.

    4. Mehrsprachigkeit ab Werk:
    Ja, aber durch KI. Das Thema wurde aus zwei Winkeln beleuchtet:

    • Wachstum: Der Marktanteil in Japan (fast 60%) und die Tatsache, dass über 56% der Installationen nicht-englisch sind, wurden gefeiert.
    • Technologie: Anstatt nur über die klassische „Phase 4“ (Multilingual Core) zu sprechen, lag der Fokus darauf, wie KI Übersetzungen automatisiert und sogar Live-Übersetzungen (erwähnt im Zusammenhang mit Airpods/Real-time translation) ermöglicht.

    5. WordPress for the next generation & die Hobby-Admins:
    Hier gab es eine klare Botschaft:

    • Next Generation: Dies war explizit Thema durch Mary Hubbard und die Universitätsprogramme. Man will junge Menschen nicht nur als Nutzer, sondern als Contributor gewinnen („Learn by doing“).
    • Hobby-Admins: Sie wurden nicht ausgeschlossen, im Gegenteil. Die massive Integration von KI-Tools (Abilities API, Layout-Generierung per Chat) wurde damit begründet, die „Kluft zwischen Idee und Umsetzung“ zu schließen.
    • Fazit für Hobbyists: Die Botschaft war, dass man kein Entwickler mehr sein muss, um komplexe Dinge zu bauen (z. B. einen Preisrechner oder ein Layout). KI soll den „Hobby-Admin“ so mächtig machen wie eine Agentur. Auch der WordPress Playground (WP im Browser ohne Server-Setup) richtet sich stark an Einsteiger und Experimentierfreudige, was den Hobby-Bereich stärkt.

    State of the Word 2025 auf Youtube:
    https://youtu.be/U_DF4-23C8Q?si=5Bfx_uVzUm6U5dc3

  • 🚀 WordPress 6.9: Ist das der Shift zum Content-Hub und zu immersiven Web-Experiences?

    🚀 WordPress 6.9: Ist das der Shift zum Content-Hub und zu immersiven Web-Experiences?

    Der technologische Shift ist unübersehbar: WordPress 6.9, das planmäßig am 2. Dezember 2025 landet, legt das Fundament dafür, WP vom reinen CMS zu einem echten Content-Hub und einer High-Performance-Plattform für immersive Web-Erlebnisse zu transformieren.

    Dieses Update ist der finale Quarterly Release 2025 und liefert eine Reihe von kritischen Upgrades, die besonders relevant sind für professionelle oder semiprofessionelle User, Agenturen und für alle, die maximale Effizienz und Speed brauchen.

    Der Fokus dieses Releases ist klar definiert und sichtbar:

    • Kollaboration: Teamwork auf Block-Level, optimiert für den Redaktions-Workflow.
    • Immersive Experiences: Neue Blöcke und Core APIs für dynamische, interaktive Inhalte.
    • Performance: Spürbare Geschwindigkeitsvorteile durch Under-the-Hood-Optimierungen – passt gut zur goneo Server-Architektur.
    • Future-Proofing: Der fundamentale Grundstein für seriöse AI-Integration in den Core.

    Wir gehen die wichtigsten confirmed Features durch, die dein WordPress-Projekt auf goneo pushen und die Tür zu echt dynamischen Web-Erlebnissen öffnen.

    ℹ️ Die Betaversionen 1 und 2 für WP 6.9 sind draußen (Stand Anfang November 2025). Never ever diese Version auf einem Live-System installieren. Nutze das Plugin WordPress Beta Tester oder eine dedizierte Staging-Umgebung zum Testen.

    🤝 Workflow-Optimierung: Neue Tools für effizientes Content-Management

    1. Block-Level-Feedback über „Notizen“

    Das gemeinsame Arbeiten wird massiv gestrafft, vergleichbar mit dem Comment-Feature in Tools wie man das z.B. von Google Docs kennt. Die neue Funktion „Notizen“ (Block-Kommentare) erlaubt es, Feedback und Action Items direkt an einzelne Blöcke zu knüpfen.

    • Dein Gain: Der Redaktions-Workflow wird echt straffer und effizienter, weil Diskussionen direkt am Content stattfinden. Die Notizen sind nur intern sichtbar – kein Frontend-Exposure.

    2. Block-Sichtbarkeit: Frontend-Inhalte gezielt ausblenden

    Temporäre oder experimentelle Inhalte können nun direct im Editor verwaltet werden, ohne den Stress, sie im Entwurf zu parken oder zu löschen.

    • Funktionalität: Schalte einzelne Blöcke on/off, sodass sie im Frontend unsichtbar sind, aber im Backend editierbar bleiben.
    • Use Case: Ideal zur Vorbereitung saisonaler Content-Drops, interner Vermerke oder – für Profis – für simple A/B-Tests von CTA-Varianten oder Layouts.

    Block-Sichtbarkeit

    Auf diesem Screenshot siehst du den Block-Inspektor (die rechte Sidebar), wo das neue Visibility Control platziert ist. Es ist ein simpler on/off-Switch, der es echt einfach macht, diesen spezifischen Block auf der Live Site unsichtbar zu schalten. Der Clou: Der Block bleibt im Backend editierbar – das ist clean Staging ohne externe Plugins. So kannst du saisonale Inhalte vorbereiten oder A/B-Testing-Elemente parken, ohne sie löschen oder in separate Entwürfe verschieben zu müssen. Wirklich ein nettes Productivity Feature.

    WordPress 6.9 Screenshot der Block-Sichtbarkeits-Funktion (Block Visibility) im Gutenberg Editor, die das Ausblenden von Blöcken im Frontend ermöglicht.

    3. Universelle Befehlspalette (Dashboard-Turbo)

    Die aus dem Site Editor bekannte, zeitsparende Command Palette (Strg/Cmd + K) skaliert auf die gesamte WordPress-Administration.

    • Dein Gain: Rapid Navigation, Suchen und das Ausführen von Key Actions sind nun von jedem Admin-Screen aus möglich – ein krasser Productivity Boost.

     🎨 Full Site Editing (FSE) und Template-Control

    Die Improvements im FSE adressieren primär die Pain Points von Agenturen und Advanced Usern:

    • Template-Beständigkeit: Custom Templates bleiben jetzt beim Theme-Switch erhalten. Das fixt einen großen Legacy-Ärger und erhöht die Flexibilität.
    • Management: Du kannst Templates nun als Draft speichern, editieren und speichern, ohne sie direkt zu deployen. Außerdem lassen sich Templates deaktivieren, duplizieren und flexibleren Seitentypen zuweisen. Echt pragmatisch.
    • Fokus-Modi: Im Editor wechselst du zwischen einem Writing Mode (fokussiert auf Inhalt, reduzierte Ablenkung) und einem Design Mode (voller Zugriff auf Layout und Styles). Mehr Klarheit bei der Texterstellung, weniger Noise.

    Die Verbesserungen im FSE adressieren primär die Pain Points von Agenturen und Advanced Usern: Gerade das Handling von Block-Patterns wird immer wichtiger, um konsistente Designs über die gesamte Site zu gewährleisten. Hier siehst du, wie das Management im Site Editor aussieht:

    Der Screenshot zeigt die "Patterns"-Verwaltung im WordPress Site Editor. Links ist die Navigation mit Kategorien wie "All template parts", "Header", "Footer" und spezifischen Pattern-Kategorien wie "About", "Banners", "Call to action", "Featured" (aktuell ausgewählt) zu sehen. Der Hauptbereich zeigt eine Übersicht von vordefinierten Block-Patterns ("Featured"). Jedes Pattern ist visuell als Miniaturansicht dargestellt (z.B. "Cover with big heading", "Short heading and paragraph and image", "Banner with description and images grid"). Unter jedem Pattern ist der "Sync status" (z.B. "Not synced") zu erkennen, was auf die Flexibilität bei der Wiederverwendung hinweist. Oben rechts gibt es einen "Add Pattern"-Button.

    Wir kennen bisher nur die englischen Begriffe aus dem Payground von WordPress. Mit den deutschen Bezeichnungen muss man sich neu orientieren. Man kann schnell Dinge durcheinanderbringen.

     ✨ Neue Blöcke und Advanced Design Options

     WP 6.9 erweitert die Block-Library um nützliche Core Blocks und verbessert dieEditing-Experience:

    Funktion Detail Dein Gain
    Akkordeon-Block Ein nativer, WCAG-konformer Block für auf- und zuklappbare Inhalte. Neue Styling-Hooks für Developer. Ideal für FAQs und klare Darstellung. Volle Design-Control.
    Taxonomie-Abfrage-Block Ermöglicht das flexible Rendern von Taxonomie-Termen (z.B. Kategorien) in Listen. Vereinfacht das Erstellen dynamischer Content Directories oder Übersichten.
    Time to read / Word Count Zeigt automatisch die geschätzte Read Time oder die Wortanzahl an. Steigert das User Engagement und die Transparenz.
    Dehnbarer Text (Stretchy Type) Füllt den Text automatisch auf die gesamte verfügbare Breite des Containers auf. Perfekt für Impactful, Dynamic Headlines in Hero-Sektionen.
    Usability-Detail Verbessertes Drag-and-Drop, bei dem der tatsächliche Block verschoben wird. Flüssigeres, visuell klares und zugänglicheres Arbeiten im Editor.
    Design-Steuerung Verbesserte Unterstützung für Border Radius in der theme.json und die Möglichkeit, Custom Social Icons zu registrieren. Mehr Kontrolle über das globale Styling von Block Themes.

     ⚡ The Interactivity API: Der Game Changer

     iAPI: Warum der Vergleich mit klassischen CMS?

    Die Interactivity API (iAPI) ist die wichtigste Innovation für eine moderne User Experience. Sie ist das Core Framework, um dynamische, reaktive Frontends ohne Full Page Reload zu bauen.

    Mechanik Fokus Ziel Resultat
    WordPress iAPI User Experience Steuerung der Interaktivität (Live-Filter, Warenkörbe, dynamische Elemente) ohne Neuladen. Instant-Update einzelner Elemente (Single-Page-Application-Feeling).
    Klassische CMS-Mechaniken (z.B. Joomla) Inhaltsverwaltung Speichern von Daten und Generieren der Seite. Speichern von Daten und oft Full Page Reload.

    In WP 6.9 wird die iAPI durch Client-Side Navigation (Routing-Improvements) massiv erweitert. Das ist wirkmächtig, denn es ermöglicht, dass Seitenübergänge und Interaktionen (wie das Absenden eines Kommentars oder Filtern einer Post-List) ohne den klassischen, sichtbaren Ladevorgang ablaufen. Das ist der Kern der „immersiven Web-Erlebnisse“ und eine klare strategische Abgrenzung zu älteren Architekturen. Echt gut gelöst!

    ⚙️ Performance-Tuning und Developer-Grundlagen

    Besonders goneo-Kunden, die auf Speed stehen, profitieren von diesen Optimizations:

    • Effizientere Cron-Jobs: Geplante Aufgaben (Cron-Jobs) laufen jetzt beim Shutdown des Requests, anstatt während des Seitenaufrufs. Das reduziert den Impact auf die Server-Antwortzeit (TTFB).
    • Laden nach Bedarf (On-Demand Loading): Block-Styles in klassischen Themes werden nun lazy-loaded, was unnötiges CSS vermeidet und die Page Load Times verkürzt.
    • Bfcache Navigation: Ermöglicht eine Instant Back/Forward-Navigation im Browser (Back/Forward Cache). Das pusht die wahrgenommene Geschwindigkeit für Besucher drastisch.

    AI-Grundlagen: Safety First

    WordPress 6.9 legt den sicheren und zukunftsweisenden Grundstein für AI-gestützte Workflows im Core:

    • Abilities API: Schafft eine gemeinsame, maschinenlesbare Sprache, über die AI-Systeme die Funktionen von Plugins und Themes sicher und kontrolliert erkennen und nutzen können. Das ist Governance pur.

    Fazit: Must-Update

    WordPress 6.9 ist ein Pflicht-Updateno discussion. Bei WordPress stellte sich die Frage eigentlich nie, auch wenn man alte Hauptversionen getrost noch eine Weile laufen lassen konnte.

    Es positioniert WordPress klar als modernen Content-Hub und fokussiert sich auf die User Experience. Dies kommt den Veränderungen, die wir im Web sehen entgegen. WordPress stellt sich darauf ein.

    Die Verbesserungen bei der Kollaboration, die Server-Side Performance und der Ausbau der Interactivity API machen WordPress fit für die nächste Generation dynamischer und fesselnder Online-Präsenzen. Eine wirklich hervorragende Nachricht für alle, die auf die Stabilität und den Speed-Boost von goneo Hosting setzen.

    Frage: Welche Use Cases siehst du für die iAPI in deinem Projekt? Wir sind sehr gespannt, hier konkrete Umsetzungen zu sehen.

    Eine letzte Frage war: Bringt WP mit 6.9 ein neues Theme (das hat ja schon Tradition bei einem Major Release)?

    Klare Ansage: Nein, WordPress 6.9 bringt kein neues Standard-Theme.

    Das ist eine offenbar eine bewusste Priorisierung des Core-Teams, und ehrlich gesagt auch pragmatisch. Man sieht auch hier: Die Dinge ändern sich.

    🧐 Der technische und strategische Hintergrund (mein Blick auf die Dinge)

    1. Fokus auf den Core-Shift: Der primäre Fokus dieses Major Release liegt auf der Weiterentwicklung der Architektur – sprich, der Interactivity API, den Kollaborations-Tools und den Performance-Optimierungen (Cron-Jobs, Output Buffering).
    2. Maturity der Block-Themes: Die Block-Themes sind inzwischen sehr reif. Das letzte Standard-Theme, „Twenty Twenty-Five“, ist da, wo es sein muss. Ein neues Default Theme würde primär Styling-Updates mitbringen, was im Kontext der revolutionären iAPI-Erweiterungen gerade zweitranging ist.
    3. Entwicklungs-Pace: Offenbar war der Release-Zyklus für dieses Update (6.9 ist das zweite Major Release 2025) so getaktet, dass die Ressourcen voll in die strategisch wichtigen Features (wie die AI Building Blocks und die Abilities API) geflossen sind. Kein neues Theme bedeutet hier: Full-Power-Commitment auf Funktionalität und Speed.

    Das Team hat entschieden, die Developer- und Redaktions-Experience massiv zu pushen, statt ein Design-Update zu liefern. Das ist vernünftig. Die Kontrolle über das Layout und die Templates wird in 6.9 ohnehin so stark verbessert, dass du die Funktionen in jedem Block-Theme voll nutzen kannst.

  • Joomla im Wandel: Wie das 20 Jahre alte CMS für die Zukunft plant

    Joomla im Wandel: Wie das 20 Jahre alte CMS für die Zukunft plant

    Erinnere dich an das Jahr 2005. Die Digitalisierung nahm gerade richtig Fahrt auf, und inmitten dieses Aufbruchs wurde ein Content Management System geboren, das dir vielleicht noch heute gut bekannt ist: Joomla!. Eine stabile Größe im Open-Source-Universum, die jetzt, fast zwei Jahrzehnte später, eine tiefgreifende strategische Neuausrichtung vornimmt.

    Joomla steht am Scheideweg. Viele von uns, die das System vielleicht noch aus der frühen 3.x-Ära kennen, fragen sich: Wie kann eine 20 Jahre alte Plattform in einer Welt voller KI-Tools, Headless-Architekturen und „No-Code“-Anbieter relevant bleiben?

    Die Antwort, die das Kernteam um Produktionsleiterin Sigrid Gramlinger gibt, ist radikal, mutig und vor allem: professionell. Es ist ein Plan, der nicht nur die Codebasis, sondern auch das Selbstverständnis von Joomla neu definiert. Hier ist ihr Video dazu: https://www.youtube.com/watch?v=wnw1mI6d2AE.


    Abschied von der Vergangenheit: Stabilität ist das neue „Wow“

    Wenn du Joomla von früher kennst, erinnerst du dich vielleicht an lange Wartezeiten zwischen großen Versionssprüngen, die Upgrades zu einem nervenaufreibenden Projekt machten. Das ist vorbei.

    Das erste Fundament der neuen Strategie ist Planbarkeit. Joomla hat auf ein straffes, zeitbezogenes Release-Modell umgestellt: Alle zwei Jahre gibt es ein Major Release (z.B. 6.0, 7.0, 8.0), alle sechs Monate ein Minor Release und alle sechs Wochen ein Wartungs-Update. Diese strenge Taktung soll Verlässlichkeit für das gesamte Ökosystem schaffen. Du weißt jetzt genau, wann du mit neuen Funktionen rechnen kannst und wann du deine Projekte planen musst.

    Tatsächlich definieren die Entwickler die „Wow-Faktoren“ neu: Sie liegen definierterweise nicht in glitzernden Gimmicks, sondern in einer stabilen Architektur, besserer Barrierefreiheit und vor allem in reibungslosen Migrationspfaden.

    Hier findest du mehr zu, künftigen Joomla 8:
    https://magazine.joomla.org/all-issues/june-2025/joomla-8-the-future-is-planned-now .

    Hier ist die Roadmap von Joomla; Joomla 6 soll jetzt im Oktober kommen.
    https://developer.joomla.org/roadmap.html


    Die mutige Wende: Tschüss Hobbyisten, hallo Profis!

    Der vielleicht bemerkenswerteste Schritt in Joomlas Zukunftsplan ist eine strategische Trennung: Du wendest dich bewusst von den Hobby-Nutzern („do-it-yourself“ users) ab.

    Das soll keine böse Absicht sein, sondern ist vielleicht einer nüchterne Marktanalyse entsprungen. Diese Nutzergruppe wechselt ohnehin zu einfacheren „Website-Baukästen“ wie easyPage. Gleichzeitig verursachen sie hohe Support-Kosten und aktualisieren ihre Websites oft nicht, was dem Ruf des Systems schadet.

    Joomla konzentriert sich stattdessen kompromisslos auf die professionellen Anwender:

    • Agenturen und Webentwickler: Die Multiplikatoren, die Hunderte von Websites betreuen.
    • Den öffentlichen Sektor und Non-Profits: Organisationen, die Open Source, Barrierefreiheit und Compliance nach europäischen Standards benötigen.
    • Enterprise-Kunden: Für Intranets und hochstrukturierte Content-Lösungen.

    Du wirst in Zukunft sehen, wie Joomla explizit für komplexe, geschäftskritische Anwendungen entwickelt wird, bei denen Sicherheit und Stabilität mehr zählen als der einfachste Einstieg.

    Das Risiko für die Entwickler-Community

    Diese strategische Entscheidung birgt jedoch eine reale Gefahr für die Open-Source-Community und den Nachwuchs:

    Traditionell finden viele Nutzer und spätere Entwickler über „Trial and Error“ den Einstieg in ein CMS. Das hat man doch bei WordPress gesehen. Man beginnt mit einem kleinen Hobby-Projekt, experimentiert, stößt an persönliche Grenzen und professionalisiert sich dann. Diese Gruppe von initialen „Hobbyisten“ ist oft der Pool, aus dem später die professionellen Anwender, die Unternehmen gründen oder in Agenturen eintreten, hervorgehen.

    Wenn du diese Einstiegsgruppe nun strategisch ausschließt, entsteht ein Problem: Wer soll in Zukunft Leidenschaft und Wissen für Joomla in die Unternehmen tragen und das System dort empfehlen? Wo findet man Developer, die das System kennen (vermutlich kennen TYPO3 und Drupal diesen Effekt). Und wer soll die Reihen der ehrenamtlichen Entwickler, Tester und Dokumentierer auffüllen, deren Engagement für das Überleben von Joomla unerlässlich ist, wenn die Altvorderen offboarden?

    Joomla muss diesen Spagat meistern: Wie kann man die professionelle Ausrichtung konsequent verfolgen und gleichzeitig die Community-Engagement-Tools und das Onboarding so attraktiv gestalten, dass der Nachwuchs auch ohne den „Hobby-Einstieg“ den Weg zum CMS findet.


    Der Joomla 8 Sprint: KI, Compliance und globale Relevanz

    Noch eine Frage muss erlaubt sein: Wie genau sieht die technologische Zukunft von Joomla aus? Die Roadmap, die im Rahmen des „Joomla 8 Sprints“ entwickelt wird, zeigt eine klare Ausrichtung auf die globalen Anforderungen der Creator Economy, insbesondere in Europa:

    1. Automatisierung für Sicherheit: Mit Joomla 6 wird die Option für automatische Core-Updates eingeführt. Das ist ein Game Changer. Es erlaubt dir, die kritischen Sicherheitslücken zu schließen, oft bevor Hacker automatisierte Skripte entwickelt haben – ein entscheidender Faktor im Kampf gegen Cyberangriffe.
    2. Compliance Center: In Europa sind regulatorische Aspekte wie die DSGVO und der EU Cyber Resilience Act (CRA) von zentraler Bedeutung. Joomla reagiert darauf mit der Vision eines Compliance Centers. Dieses Dashboard soll dir eine zentrale Übersicht über den Status von Datenschutz, Barrierefreiheit und allgemeiner Website-Gesundheit bieten. Es soll Joomla als vertrauenswürdiges und rechtskonformes CMS positionieren.
    3. Die KI-Verbindung: Um wettbewerbsfähig zu bleiben, sind KI-Tools unerlässlich. Du kannst dich auf die Integration von KI-Funktionen für Content-Erstellung, Übersetzung und Bildgenerierung freuen. Gleichzeitig werden bessere APIs entwickelt. Diese sind essenziell, um Joomla als Headless-System zu nutzen und es nahtlos mit E-Commerce-Plattformen oder Marketing-Tools zu verbinden – die Grundvoraussetzung, um in der globalen Creator Economy mitzuspielen.
    4. Generative Engine Optimization (GEO): Neben der klassischen SEO bereitet sich Joomla auf die Generative Engine Optimization vor. Das System soll sicherstellen, dass deine Inhalte auch in den KI-Suchergebnissen sichtbar sind – ein Weichensteller für die digitale Zukunft.

    Joomla auf dem globalen Spielfeld: Video und Content Hub

    Joomla ist von Grund auf international: Multilingualität gehört seit Langem zu seinen Kernstärken. Doch die globale Creator Economy – die in „jüngeren“ Märkten wie Indien und dem gesamten Asien-Pazifik-Raum (APAC) am schnellsten wächst – stellt neue Herausforderungen.

    Während Europa den Fokus auf strukturierte Inhalte und Compliance legt, dominiert in APAC das Volumen und Video-getriebener Content, oft im Format „Content-to-Commerce“ oder Live-Shopping. Hier zählen Geschwindigkeit, Reichweite und die nahtlose Anbindung an soziale und Video-Plattformen.

    Die aktuelle strategische Ausrichtung Joomlas auf Stabilität und europäische Regularien könnte das Risiko bergen, diesen riesigen, schnelllebigen Markt zu verpassen.

    Sieht so aus als wären die geplanten technologischen Fortschritte wie das Performance Pack und die API-Erweiterung sind Joomlas einzige Chance, diesen Graben zu überbrücken: Nur wenn das System mühelos große Mediadateien (Videos) verarbeitet und die Inhalte schnell und flexibel über Headless-Funktionen an externe (Video-)Hubs verteilt, kann es sich als relevanter Content Hub in dieser jungen, dynamischen Wirtschaft etablieren. Es geht darum, nicht nur compliance-konforme Texte, sondern auch jugendgerechten, Video-first-Content zu managen.


    Die Initiative: Sei Teil des Kerns

    Joomla ist ein Freiwilligenprojekt, und sein größtes Kapital ist seine Community. Sigrid Gramlinger machte klar: Wenn die ehrenamtlichen Helfer – die Core-Community – schwinden, stirbt das System. Die Stärkung dieser Helfer, der Extension-Entwickler und der Anwender ist die wahre Initiative, mit der Joomla relevant bleiben will.

    Das Joomla-Team hat dich eingeladen: Wenn du Ideen für die Zukunft hast, beteilige dich am Joomla 8 Sprint. Reiche deine Ideen ein und bringe dich ein:

    Joomla hat sich neu erfunden. Es ist nicht mehr das „einfache“ CMS von früher, sondern ein professionelles Werkzeug, das sich auf dem Weltmarkt behaupten will. Jetzt liegt es an uns, diese strategische Wende zu unterstützen und zu nutzen. Die Zukunft von Joomla ist anspruchsvoll, aber dank der engagierten Community ist sie vor allem eines: gesichert.

  • 🚨 Achtung: Deine WordPress-Seite als Malware-Launcher dank EtherHiding

    🚨 Achtung: Deine WordPress-Seite als Malware-Launcher dank EtherHiding

    Du betreibst eine WordPress-Site? Dann pass auf. Die Bedrohungsgruppe UNC5142 nutzt einen echt raffinierten Trick, um ihre Malware zu verteilen, der traditionelle Security-Tools alt aussehen lässt. Die Technik heißt EtherHiding, und sie verlagert den kritischen Teil des Schadcodes von einem leicht abschaltbaren Server auf die Blockchain. Deswegen brauchst du einen WordPress EtherHiding Schutz.

    Das Ziel von UNC5142 ist rein finanziell motiviert (was von dieser Gruppe bekannt ist, steht weiter unten): Sie wollen Infostealer wie Atomic, Vidar oder Lumma unters Volk bringen. Diese stehlen dann Zugangsdaten, Passwörter und Krypto-Wallets von den Rechnern Deiner Besucher. Laut Google Threat Intelligence Group (GTIG) haben die Typen schon Tausende anfällige WordPress-Sites wahllos kompromittiert, um sie als Startrampe zu missbrauchen.


    Was steckt hinter Smart Contracts und der BNB Smart Chain?

    Für das Verständnis dieser Attacke ist der Begriff Smart Contract zentral. Das ist im Grunde ein Code-Snippet, das auf einer Blockchain liegt und autonom läuft.

    Stell Dir das wie einen digitalen, unveränderlichen „Vertrag“ vor (den man dummerweise nicht kündigen kann): Er enthält Regeln und führt vordefinierte Aktionen aus, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind – und das ganz ohne Mittelsmann.

    Der Clou ist, dass dieser Code nach dem Deployment nicht einfach abgeschaltet oder zensiert werden kann, solange die Blockchain läuft. UNC5142 nutzt genau diese Resilienz, um den Schadcode darauf abzulegen.

    Die BNB Smart Chain (BSC) – eine der größten Blockchains neben Ethereum – dient hier als Hosting-Plattform für diesen bösartigen Smart Contract. Sie bietet die notwendige Infrastruktur und API-Zugänge, die der injizierte JavaScript-Loader braucht, um den Payload abzurufen. Damit wird die BSC effektiv zum dezentralen und extrem beständigen C2-Server.


    Offenbar läuft das so ab:

    Zuerst bringen die Angreifer den Smart Contract (kann man sich wie gesagt als ein Stück ausführbaren Code vorstellen) auf die BNB Smart Chain. Dieser Code und sein anfänglicher Zustand werden dann auf allen Nodes (also den Computern), die die BSC betreiben, gespeichert. Er ist öffentlich und unveränderlich dort abgelegt.

    Wenn der injizierte JavaScript-Loader auf deiner gehackten WordPress-Seite vom Browser eines Besuchers ausgeführt wird, macht er folgendes: Er sendet eine API-Anfrage an die BSC (z.B. über einen Public RPC Endpoint oder einen Node-Provider wie Alchemy oder Infura, die Schnittstellen zur Blockchain bereitstellen).

    Diese API-Anfrage ist eine read-only Operation, die den auf der Blockchain gespeicherten Code des Smart Contracts (oder spezifische Daten daraus) abruft. Der Smart Contract selbst wird in diesem Moment nicht „ausgeführt“ im Sinne einer Zustandsänderung. Vielmehr wird sein Code einfach nur aus dem Blockchain-Speicher gelesen.

    Der abgerufene Code (der verschlüsselte Payload) wird dann vom JavaScript-Loader im Browser entschlüsselt und ausgeführt, um die eigentliche Malware nachzuladen.

    Kernpunkt: Der Smart Contract selbst führt die Malware nicht aus. Die Ausführung des bösartigen Codes (der Infostealer) findet auf dem Opfer-Browser/Computer statt, nachdem er von der Blockchain abgerufen wurde. Der Smart Contract dient als passiver, unveränderlicher Speicherort für den Malware-Payload.

    Daher ist den Besitzern des Smart Contracts egal, wie oft der Code gelesen wird. Sie mussten die „Gas Fee“ für die Blockchain nur einmal bezahlen. Das ist ein wichtiger Unterschied zwischen read-only Operationen und write-Operationen auf der Blockchain.

    Das Lesen von Daten von einer Blockchain erfordert keine Gas Fees. Es ist wie das Abrufen einer Webseite – es entstehen keine direkten Kosten für den Abruf selbst. Der JavaScript-Loader (und damit der Browser des Opfers) interagiert hier kostenlos mit dem Smart Contract.

    Wie funktioniert dieser Blockchain-Tarnkappen-Angriff?

    Normalerweise würde man bei einer konventionellen Angriffstaktik einen Command-and-Control-Server (C2) blockieren, und der Angriff wäre vorbei. Aber das EtherHiding hebelt das aus.

    1. Der Einbruch: Zuerst finden die Angreifer eine Schwachstelle in deiner WordPress-Installation – oft ein veraltetes Plugin oder Theme. Sie injizieren dann einen winzigen, unauffälligen JavaScript-Code-Loader (genannt CLEARSHORT Stage 1) entweder in Plugin-Dateien, Theme-Files oder direkt in die Datenbank.
    2. Der Abruf (Der Clou): Wenn ein Besucher Deine Seite lädt, führt sein Browser diesen Code aus. Aber anstatt einen herkömmlichen Server zu kontaktieren, fragt der Code über eine Standard-API den bösartigen Smart Contract auf der BSC ab.
    3. Die Ausführung: Die Blockchain liefert dann den eigentlichen, verschleierten Payload. Dieser wird ausgeführt und lädt die finale Malware (den Infostealer) nach. Oft wird das Ganze als Fake-Update-Meldung für den Browser getarnt (ClickFix oder ClearFake).

    Weil der Schadcode dezentral auf der Blockchain liegt, kann er quasi nicht abgeschaltet werden. Faszinierend, wie schnell die Threat Actors neue Tech adaptieren. Hier ist einge grafische Dartsellung der Funktionsweise:

    ETHERHIDING ANGRIFFSKETTE: UNC5142 VERSTECKT MALWARE AUF DER BLOCKCHAIN

1: INFEKTION: DER EINBRUCH
UNC5142 nutzt anfällige WordPress-Sites (veraltete Plugins/Themes) aus.

Injiziert einen winzigen, obfuskierten JavaScript-Loader in Website-Dateien/Datenbank.

Beispielcode: // Malicious JS Loader <script>fetch('bsc-datseed...')...</script>

2: DEZENTRALER PAYLOAD-ABRUF

Wenn ein Besucher die Seite lädt, wird der JS-Loader ausgeführt.

Verbindet sich über eine API mit einem Smart Contract auf der BNB Smart Chain (BSC).

Smart Contract enthält den verschlüsselten, endgültigen Malware-Payload.

3: AUSFÜHRUNG: MALWARE-AUSLIEFERUNG

Der Browser lädt und entschlüsselt den Payload, der aus der Blockchain geladen wurde.

Oft als gefälschtes "Update Jetzt" Pop-up getarnt (ClearFake Kampagne).

HERAUSFORDERUNG: Payload ist nicht stoppbar, solange die Blockchain aktiv ist.

SCHUTZMASSNAHMEN: DIE EINTRITTSSTELLEN SCHLIESSEN!
- Patch & Update
- Starke Passwörter & 2FA
- Sicherheits-Scanner & CSP
    Infografik zur EtherHiding Attack Chain von UNC5142: Diese Darstellung zeigt den dreistufigen Angriffsprozess, bei dem Malware über kompromittierte WordPress-Sites verbreitet und der Payload dezentral auf der BNB Smart Chain versteckt wird. Außerdem sind die wichtigsten Schutzmaßnahmen aufgeführt, um Deine Website zu sichern. (Quelle: GTIG / Google Threat Intelligence Group)

    🛡️ Dein Protection-Plan: Die Entry-Points dichtmachen!

    Die gute Nachricht ist: Der Angriff beginnt immer mit einem erfolgreichen Initial-Access auf Deiner WordPress-Site. Wenn Du diesen ersten Schritt verhinderst, kann die EtherHiding-Technik machen, was sie will – sie bleibt wirkungslos. So gewinnen wir den Ansatz für einen WordPress EtherHiding Schutz.

    Hier sind die Must-Haves für Deine Security-Strategie (Quelle: Eigene Analyse der Google-Erkenntnisse und Security-Best-Practices):

    1. Patching ist nicht optional – es ist ein Muss

    UNC5142 visiert verwundbare Sites an. Delayed Updates sind das größte Risiko.

    • Core, Themes & Plugins: Halte wirklich alles, alles, alles auf dem neuesten Stand. Jede verzögerte Aktualisierung ist ein offenes Tor für Exploits.

    2. Access Control härten

    Keine Chance für Brute-Force und gestohlene Credentials.

    • Starke Passwörter: Einzigartige, komplexe Passwörter für Admin und DB-Zugänge sind Standard.
    • 2FA (Zwei-Faktor-Authentifizierung): Aktiviere 2FA für jeden WordPress-Login. Das ist der effektivste Schutz gegen gestohlene oder erratene Passwörter.

    3. Defense-in-Depth mit Security-Tools

    Du brauchst einen Layer zur Intrusion Detection. Das dienst auch als WordPress EtherHiding Schutz.

    • Security-Plugin: Installiere ein robustes Security-Plugin (wie Wordfence oder Sucuri). Wichtig ist, dass diese Tools File-Integrity prüfen und auf verdächtiges, neu eingefügtes JavaScript im Theme-Header/Footer oder der Datenbank aufmerksam machen.
    • CSP (Content Security Policy): Ein Content Security Policy Header kann verhindern, dass Deine Seite Code von externen, nicht autorisierten Quellen (wie der BNB Smart Chain) nachlädt. Das ist ein Advanced-Defense-Layer, den Du Dir mal genauer anschauen solltest.

    4. Monitoring und Auditing

    Du musst wissen, was auf Deiner Site passiert.

    • Regelmäßiges Code-Scanning: Scanne Deine Dateien und Datenbank-Einträge nach unerwartetem, kurzen JavaScript-Code oder verdächtigen Iframes. Insbesondere Injektionen in header.php, footer.php oder Plugin-Dateien sind rote Flaggen.

    Fazit: WordPress EtherHiding Schutz

    EtherHiding ist so etwas wie ein Game Changer in der Cyber-Security-Welt, weil es zeigt, wie dezentrale Tech zum Problem werden kann. Es macht die Takedown-Strategie von Security-Teams extrem schwierig. Bisher konnte man da ganz gut ansetzen: Man musst „nur“ den Betreiber des Servers über die IP-Adresse finden und im einfachsten Fall eine nette Abuse-Mitteilung senden.

    Für dich als WordPress-Betreiber bedeutet das aber im Prinzip: Die Security-Basics sind jetzt wichtiger denn je. Vernachlässige Deinen Wartungs-Workflow nicht. Patching und Access Control sind Dein MVP gegen diese Next-Gen-Threats.

    Was denkst Du dazu? Hast du deine WordPress-Installation schon auf eine CSP umgestellt, um solche externen Code-Loads zu blocken, oder setzt du primär auf Scanner?

    Wer ist UNC5142?

    UNC5142 ist in der Cyber-Security-Community definitiv bekannt, aber vielleicht nicht so im breiten Public-Eye wie andere, spektakulärere Gruppen. Das ist typisch für Gruppen, die primär finanziell motiviert sind und sich auf Massen-Compromise und Malware-Distribution spezialisiert haben, statt auf Nation-State-Attacks.

    Hier sind die Key Facts zur Bekanntheit von UNC5142 (Quelle: Google Threat Intelligence Group (GTIG) und Mandiant):

    1. Im Fokus der Threat Intelligence: Die Gruppe ist den großen Security-Forschern und Threat Intelligence Teams wie Google/Mandiant sehr gut bekannt. Sie haben der Gruppe auch diesen internen Tracking-Code UNC5142 (steht für Uncategorized Threat Group) gegeben. Die Tatsache, dass Google dazu einen detaillierten Report veröffentlicht hat, unterstreicht, dass sie als ernstzunehmende Bedrohung eingestuft wird.
    2. Spezialisten für EtherHiding: Sie wurden bekannt durch die aggressive Adaption und den Einsatz der EtherHiding-Technik (die ursprünglich 2023 von Guardio Labs dokumentiert wurde). Das hat ihre Reputation in der Security-Welt als innovative und resiliente Gruppe etabliert, die Web3-Tech für Web2-Angriffe nutzt.
    3. Hohe Opferzahl, aber unspezifisch: Bis Juni 2025 wurden laut Google rund 14.000 kompromittierte WordPress-Seiten identifiziert, die JavaScript mit dem UNC5142-Verhalten aufwiesen. Das ist eine massive Zahl, was die Reichweite der Gruppe beweist. Die Angriffe sind aber oft indiscriminate (wahllos) gegen anfällige WordPress-Sites gerichtet, was sie eher zu einem Volume-Player im Malware-Distribution-Geschäft macht.
    4. Verbindung zu ClearFake: Sie werden auch oft in Verbindung mit der ClearFake-Kampagne gebracht, die für die gefälschten Browser-Update-Pop-ups bekannt ist. Das zeigt, dass sie Teil eines größeren Malware-Ökosystems sind.
    5. Aktueller Status – Ein Rätsel: GTIG hat keine UNC5142-Aktivität mehr seit Juli 2025 festgestellt. Das ist ein krasser Stopp. Das kann entweder bedeuten, dass sie aufgehört haben, oder – wahrscheinlicher – dass sie einen Operational Pivot gemacht und ihre TTPs (Tactics, Techniques, and Procedures) so verändert haben, dass sie aktuell von den Trackern nicht mehr erfasst werden. Sie sind also entweder weg vom Fenster oder gerade dabei, ein noch stealthyeres Attack-Schema zu deployen.

    Lies mehr:

    Was tun, wenn du einen Hack auf WordPress erlebt hast?

    Sichere dein WordPress, mach Backups

    Halte dich auf dem Laufenden, was Bedrohungen von WordPress angeht:

  • Was wir vom WordCamp US 2025 erfahren haben

    Was wir vom WordCamp US 2025 erfahren haben

    WordPress am Scheideweg: Tech-Revolution und die Frage der Führung der Community

    Portland ist gelaufen. Wenn du dachtest, beim WordCamp US 2025 ging es nur um neue Features und Networking, müssen wir dich enttäuschen. Und das ist eine gute Nachricht (wir haben darüber geschrieben).

    Wir wollen hier mehr liefern als Zusammenfassungen, sondern eine tiefgehende Analyse der entscheidenden Vorträge versuchen. Wir nennen Namen, arbeiten die zentralen Thesen der Vordenker heraus und zeigen dir, welche strategischen Konsequenzen sich daraus für dich als Agentur, Webdesigner oder anspruchsvoller Webseitenbetreiber ergeben. 

    WordCamp US 2025 auf X: https://x.com/WordCampUS

    Im Web: https://wc-us.org/

    Teil 1: Der technologische Tsunami – Drei Paradigmenwechsel und ihre wahren Konsequenzen

    Die vorgestellten Technologien sind keine simplen Updates. Es sind grundlegende Verschiebungen, die definieren werden, was WordPress in den nächsten Jahren sein kann.

    Paradigma 1: WordPress wird zum agnostischen Daten-Hub

    Die zentrale Aussage: Die Zeit, in der WordPress nur Inhalte aus seiner eigenen Datenbank kannte, ist vorbei.

    Bisher war die Sache klar: Daten rein in die wp_posts, und vorne wieder raus. Der Vortrag von Seth Rubenstein und Max Schmemelling (Automattic) über „Block Composability“ hat diesen Grundsatz pulverisiert. Ihre Demonstration der „Remote Data Blocks“ ist nichts weniger als eine Neudefinition von WordPress.

    • Die Technologie im Detail: Stell dir einen nativen WordPress-Block vor, der seine Inhalte nicht aus der Datenbank, sondern über eine serverseitige API-Anfrage live aus einer externen Quelle bezieht. Das können Immobiliendaten aus einem MLS-System, Produkte aus einem PIM, Veranstaltungen aus einem Buchungstool oder – ganz simpel – Öffnungszeiten aus einem Google Sheet sein. Dank intelligentem Caching (Object & Page Cache) geschieht dies performant.
    • Der entscheidende Unterschied: Das ist kein wackeliges <iframe> oder ein nächtlicher Daten-Import. Es ist eine native, serverseitige Integration. WordPress agiert hier nicht mehr als in sich geschlossenes CMS, sondern als zentraler Hub zur Aggregation und Darstellung von Daten aus beliebigen Quellen.
    • Die technologische Erwartung: Wir erwarten, dass die Block-Bindings-API weiter ausgebaut wird. WordPress wird sich zu einem erstklassigen Frontend für Headless-Systeme aller Art entwickeln. Du kannst ein hochkomplexes Backend in einem anderen System betreiben und WordPress als flexible, benutzerfreundlich zu bedienende Präsentationsschicht nutzen.

    Paradigma 2: Die KI-Souveränität – Das ethische Gegengewicht zum API-Monopol

    Die zentrale Aussage: WordPress wird es dir ermöglichen, KI zu besitzen, anstatt sie nur von OpenAI & Co. zu mieten.

    In einer Zeit, in der jeder „KI-Integration“ ruft und damit meist nur einen API-Call zu ChatGPT meint, präsentierte Jeffrey Paul (VP of Open Source, Fueled) einen radikal anderen Weg. Sein Workshop zur „Scalable, Ethical AI“ war ein Manifest für digitale Souveränität.

    • Die Technologie im Detail: Jeffrey Paul demonstrierte, wie man mit Tools wie Ollama quelloffene KI-Sprachmodelle (LLMs wie Llama 3, Mistral etc.) direkt auf dem eigenen Server betreiben kann. In Kombination mit dem ClassifAI-Plugin kann WordPress diese lokale KI für redaktionelle Aufgaben nutzen: automatische Verschlagwortung, Erstellung von Alt-Texten, Zusammenfassungen oder die semantische Analyse von Inhalten.
    • Die strategische Konsequenz: Dies ist die Antwort von Open Source auf das Quasi-Monopol von Big Tech im KI-Bereich. Für dich und deine Kunden im europäischen Raum ist das ein gewaltiger Vorteil. Du kannst KI-gestützte Workflows anbieten, die zu 100 % DSGVO-konform sind, da keine Daten an Drittserver in den USA gesendet werden.
    • Die technologische Erwartung: Wir erwarten eine Welle von Plugins und Hosting-Lösungen, die die Installation und Verwaltung lokaler LLMs vereinfachen. WordPress hat das Potenzial, die führende Plattform für den Aufbau privater, unternehmensinterner KI-Lösungen zu werden.

    Paradigma 3: Die Entfesselung der Performance – Jenseits von Caching

    Die zentrale Aussage: Die nächste Performance-Stufe wird nicht mehr nur auf dem Server, sondern intelligent im Browser des Nutzers gezündet.

    Western Router vom Google-Sponsoring-Team zeigte in seinem Vortrag zum Performance Lab Plugin, dass die Tage von rein serverseitigem Caching als Allheilmittel gezählt sind. Die Zukunft liegt in der Nutzung moderner Browser-APIs.

    • Die Technologie im Detail:
      • Speculative Loading API: Der Browser lernt, welche Links du wahrscheinlich als Nächstes klicken wirst (z.B. beim Überfahren mit der Maus) und lädt diese Seiten im Hintergrund bereits vor. Der Klick führt dann zu einer nahezu sofortigen Navigation.
      • View Transitions API: Statt des harten „White-Flash“ beim Laden einer neuen Seite ermöglicht diese API sanfte, App-ähnliche Übergänge und Animationen. Das verbessert die wahrgenommene Geschwindigkeit massiv und lässt eine klassische WordPress-Seite wie eine moderne Single-Page-Application wirken.
    • Die technologische Erwartung: Diese Funktionen, die aktuell im Performance Lab Plugin getestet werden, werden schrittweise in den WordPress-Core wandern. Das Ziel ist klar: Eine WordPress-Seite „out of the box“ soll sich so schnell und flüssig anfühlen wie eine native App.
    Screenshit Bühne Track 1 WordCamp US 2025 : we are here to talk about tech, but mostly aboout community

    Teil 2: Die Zerreißprobe – Die Führungskrise und die Zukunft der Gemeinschaft

    So brillant die Technologie ist, sie kann nicht überdecken, dass das menschliche Fundament des Projekts Risse zeigt. Die beim WordCamp US spürbare Kontroverse ist das Ergebnis von lange schwelenden Konflikten.

    Die zentrale Aussage: Die größte Bedrohung für WordPress ist derzeit nicht die Konkurrenz, sondern der interne Konflikt über Führung, Wertschätzung und die zukünftige Ausrichtung.

    • Die Namen und Fakten: Die Kritik wird von respektierten Veteranen der Community wie Mika Epstein und Morten Rand-Hendriksen lautstark geäußert. Ein offener Brief von über 100 Contributors, der beim WordCamp Europe in Basel übergeben wurde, prangerte konkret Burnout bei Freiwilligen, mangelnde Transparenz und eine Top-Down-Entscheidungskultur an. Im Zentrum der Kritik steht oft Matt Mullenweg, dem vorgeworfen wird, die Grenze zwischen dem Open-Source-Projekt und seiner kommerziellen Firma Automattic zu sehr zu vermischen.
    • Die tiefere Ursache: Es ist der Kampf zweier Kulturen. Auf der einen Seite die dezentrale, kollaborative und oft chaotische Welt eines Open-Source-Projekts. Auf der anderen Seite der Bedarf an einer straffen, produktorientierten Führung, um im Wettbewerb mit kommerziellen Anbietern wie Wix oder Shopify bestehen zu können. Diese beiden Welten prallen derzeit ungebremst aufeinander.

    Deine strategische Roadmap für 2026: Konkrete Handlungsanweisungen

    Was bedeutet dieser Mix aus technologischem Aufbruch und interner Krise nun für dich?

    1. Für Agenturen & Entwickler:
      • JavaScript wird zur Pflicht: Die Zukunft von WordPress ist interaktiv. View Transitions, die Interactivity API – wer hier nicht sattelfest in modernem JavaScript ist, wird den Anschluss verlieren.
      • Denke in APIs, nicht nur in Themes: Dein Wert als Dienstleister wird sich daran messen, wie gut du WordPress mit anderen Systemen verbinden kannst. Die „Remote Data Blocks“ sind dein Einstieg.
      • Entwickle eine KI-Strategie: Positioniere dich jetzt als Experte für private, DSGVO-konforme KI-Lösungen auf Basis von WordPress. Das ist ein riesiger, wachsender Markt.
    2. Für KMUs & anspruchsvolle Webseitenbetreiber:
      • Fordere moderne Performance: Frage deine Agentur gezielt nach den Möglichkeiten des Performance Lab Plugins. Gib dich nicht mehr mit Ladezeiten über einer Sekunde zufrieden.
      • Überdenke deine Content-Workflows: Musst du wirklich alles im Backend pflegen? Prüfe, ob du Daten (Events, Produkte, Standorte) nicht effizienter in Tools wie Airtable oder Google Sheets verwalten und live auf deiner Seite ausspielen kannst.
      • Hinterfrage deine Tool-Landschaft: Bevor du eine weitere Lizenz für einen komplexen Page-Builder verlängerst, prüfe, wie weit du mittlerweile mit den Bordmitteln von WordPress kommst. Der Core wird mächtiger – nutze das.

    Presentation Day 1

    Tech-Highlights und Enterprise-Strategien aus Track 2

    Während auf der einen Bühne die großen Visionen diskutiert wurden, ging es in Track 2 des WordCamp US 2025 ans technisch Eingemachte. Hier zeigten die Experten von Dow Jones, Google und Automattic die technologische Zukunft von WordPress im Detail und wie große Unternehmen die Plattform bis ans Limit treiben. Wenn du wissen willst, welche konkreten Technologien bald deinen Arbeitsalltag prägen werden, findest du die Antworten hier.

    Die Neudefinition des WordPress-Kerns

    Drei Vorträge stachen besonders hervor, da sie die Grundfesten von WordPress neu definieren:

    1. WordPress als Daten-Zentrale: Seth Rubenstein und Max Schmemelling von Automattic präsentierten die wohl größte Neuerung: die „Remote Data Blocks“. Stell dir vor, du kannst Daten live aus einem Google Sheet, einer Airtable-Basis oder deinem Shopify-Shop direkt in WordPress anzeigen, ohne sie jemals zu importieren. WordPress wird damit zu einer flexiblen Integrationsplattform, die als Schaltzentrale für alle deine Unternehmensdaten dienen kann.
    2. Der Editor wird portabel: Josh Bryant von Dow Jones zeigte, wie sie den Gutenberg-Editor komplett von WordPress entkoppelt und in eine eigene React-Anwendung für Journalisten eingebaut haben. Das Ergebnis ist ein blitzschneller Editor für Eilmeldungen. Für Entwickler bedeutet das: Gutenberg ist nicht mehr nur ein Teil von WordPress, sondern ein modulares Werkzeug, das du in beliebigen Projekten einsetzen kannst.
    3. Performance wie eine App: Western Router von Google gab einen Ausblick auf die Zukunft der Seitengeschwindigkeit. Vergiss reines Caching. Mit neuen Browser-Technologien wie Speculative Loading (intelligentes Vorladen von Seiten) und View Transitions (sanfte Seitenübergänge) werden sich WordPress-Seiten bald so flüssig und direkt anfühlen wie eine native App auf deinem Smartphone. Viele dieser Funktionen findest du schon heute zum Ausprobieren im Performance Lab Plugin.

    Skalierung in der Praxis: Von 150+ Seiten und der perfekten Migration

    Doch was nützt die beste Technologie ohne die richtige Strategie? Zwei Vorträge zeigten, wie man WordPress in der Praxis meistert:

    • Jacob Trust erklärte, wie seine Agentur über 150 Unternehmens-Websites mit einem einzigen System verwaltet. Das Geheimnis war eine „globale Bibliothek“ – eine Master-WordPress-Seite, aus der Design-Komponenten und Vorlagen per Knopfdruck an alle anderen Seiten verteilt werden konnten. Ein beeindruckendes Beispiel für echte Skalierbarkeit und Markenkonsistenz.
    • Ganz praxisnah zeigte Maryanne Ashen Brener einen klaren Schritt-für-Schritt-Fahrplan, um eine veraltete Website von einem klassischen Theme sicher auf ein modernes Block-Theme umzuziehen. Ihr Vortrag war eine Meisterklasse in Projektplanung und zeigte, dass die Migration mit der richtigen Vorbereitung reibungslos gelingen kann.

    Abgerundet wurde der Tag durch eine Diskussion über das „WordPress Campus Connect“-Programm, eine Initiative, die aktiv die nächste Generation von WordPress-Talenten an Hochschulen fördert und so die Zukunft des gesamten Ökosystems sichert.

    Zusammenfassend zeigte Track 2 ein WordPress, das technisch erwachsen wird: modularer, schneller und bereit für die komplexesten Anforderungen großer Unternehmen und Agenturen.

    Presentation Day 2

    WordPress, KI und die Zukunft des Webs: Die Highlights aus Matt Mullenwegs Keynote beim WordCamp US 2025

    Wie jedes Jahr blickte die WordPress-Welt gespannt auf die Abschluss-Keynote von WordPress-Mitbegründer Matt Mullenweg.

    Für alle, die nicht live dabei sein konnten, haben wir die wichtigsten Erkenntnisse zusammengefasst. Denn was dort besprochen wurde, wird schon bald auch deine Website hier bei goneo betreffen.

    Die Präsentation war inspirierend und zukunftsorientiert, mit Parallelen zu historischen Entwicklungen in WordPress. Zentrale Werte sind die Demokratisierung des Publizierens und die GPL-Lizenz als „Verfassung“ von WordPress. Diese gewährt vier Freiheiten: Weiterverbreitung. Nutzung für jeden Zweck, Einsicht in den Code, Modifikation.

    Das Herz von WordPress: Die unschlagbare Stärke von Open Source

    Zuerst erinnerte Mullenweg uns alle daran, warum wir WordPress so lieben: seine offene Natur. In einer digitalen Welt, die von geschlossenen Systemen dominiert wird, ist WordPress eine Festung der Freiheit und Zusammenarbeit.

    Er brachte es auf den Punkt, als er sagte: 

    „Ein großer Vorteil, wenn man seine Inhalte auf eine Open-Source-Plattform wie WordPress stellt […], ist, dass man ständige Upgrades ‚umsonst‘ bekommt, während wir die Software warten und weiterentwickeln.“

    Matt Mullenweg, WordCamp US 2025

    Mit dieser Aussage will er die Sicherheit und Langlebigkeit deiner Website danke WordPress unterstreichen. Während andere Plattformen kommen und gehen, biebe WordPress dank seiner riesigen, globalen Community beständig und wird täglich besser und sicherer. Mullenweg betonte stolz: „WordPress ist so einzigartig, weil wir nicht nur ein Produkt sind; wir sind eine Bewegung.“

    Die Zukunft ist jetzt: Künstliche Intelligenz direkt im WordPress-Kern

    Das wohl spannendste Thema des Abends war Künstliche Intelligenz. KI ist kein ferner Traum mehr, sondern wird bald ein fester Bestandteil deines WordPress-Dashboards sein. Mullenweg gab einen klaren Ausblick darauf, wie KI die Arbeit mit WordPress revolutionieren wird:

    • Intelligente Werkzeuge: Stell dir vor, KI hilft dir bei der Erstellung von Inhalten, optimiert deine Bilder automatisch für SEO oder gibt dir Vorschläge zur Verbesserung der Barrierefreiheit deiner Seite. Genau das ist die Vision.
    • Effizientere Verwaltung: Die KI soll dir Routineaufgaben abnehmen, damit du dich auf das konzentrieren kannst, was wirklich zählt: deine Inhalte und dein Geschäft.
    • Vorschau auf WordPress 6.9: Die nächste große Version wird bereits tiefgreifende KI-Funktionen enthalten und den Grundstein für eine neue Ära der Website-Erstellung legen.

    Ökosystem und rechtliche Updates

    Mullenweg berührte kurz Kontroversen aus dem Vorjahr (z. B. Medienaufmerksamkeit um Ökosystem-Mitglieder), die nun im rechtlichen System bearbeitet werden, inklusive einer Schlichtungskonferenz. Er vermied Details und lenkte den Fokus auf positive Entwicklungen, um die Community nicht zu belasten.

    Wachstum und Statistiken 2025

    Ein zentraler Teil war die Präsentation von Wachstumszahlen seit dem letzten WordCamp US:

    • Traffic auf WordPress.org: +10 %,
    • Neue Besucher: +20 %,
    • Neue Follower in Social Media: +124.000,
    • YouTube- und TikTok-Wachstum: Abonnenten fast verdreifacht,
    • Events: +32 % im Vergleich zur Post-COVID-Zeit, mit vielen Neulingen und Organisatoren.

    Er hob die globale Expansion hervor, z. B. neue WordCamps in Afrika (fünf in Uganda, zwei in Nigeria, eines in Kenia). Besonders erwähnte er das WordPress Campus Connect-Programm: Universitäten integrieren WordPress in ihre Curricula, mit Mentoren für Studenten. Bisher 570 Studenten involviert, zwei abgeschlossene Events und neun laufende. Dies fördert die nächste Generation von Entwicklern und Nutzern.

    Verbesserungen im Plugin-Verzeichnis

    Mullenweg lobte das Plugin-Team für herausragende Arbeit („This has been one of the teams that’s doing some of the best work across the whole dot-org ecosystem“). Frühere Probleme wie monatelange Warteschlangen für Plugin-Einreichungen sind gelöst:

    • Über 60.000 Plugins im Verzeichnis (insgesamt 73.000 Plugins und Themes),
    • Einreichungen fast verdoppelt im Jahresvergleich,
    • Warteschlangen nun unter einer Woche.

    KI wird hier für Automatisierung und Mentoring eingesetzt, was die Effizienz steigert. Dies wurde in Live-Tweets als Highlight gefeiert, z. B. von David Pérez, einem Team-Mitglied.

    Kommende Änderungen in WordPress 6.9

    Mullenweg demonstrierte neue Features in WordPress 6.9 (geplant für Ende 2025):

    • Block-Kommentare: Teil von Phase 3 des Gutenberg-Projekts für Kollaboration. Nutzer können Kommentare zu Blöcken hinzufügen, was Teamarbeit erleichtert.
    • Command Palette: Ein Keyboard-Shortcut-System (z. B. Command + K auf Mac), um schnell durch den Admin-Bereich zu navigieren. Dies nutzt die Abilities-API, die auch für KI-Agenten zugänglich ist.

    Diese Features machen WordPress zugänglicher und effizienter.

    KI-Integration und Zukunftstrends

    Der Kern der Präsentation war die Rolle von KI in WordPress. Mullenweg verglich KI mit historischen Innovationen wie dem WYSIWYG-Editor (TinyMCE), der trotz Kritik (weniger sauberer Code) WordPress massentauglich machte: „I see AI as very much like a new version of this.“ („Ich sehe KI als eine neue Version davon.“) KI ermögliche es, Tools für die nächste Generation zu schaffen, ohne „mit einem geliehenen Stift zu schreiben“ (Zitat: „How do we give the tools to the next generation to not write with a borrowed pen?“).

    Schlüsselaspekte:

    • KI-Browser und Usability: Erwähnung von Tools wie Perplexity’s Comet (integriert in Chrome), die Cookies und Logins beibehalten und Aufgaben in Gutenberg automatisieren (z. B. Blöcke verschieben oder Inhalte bearbeiten).
    • Kontext-Engineering statt Prompt-Engineering: KI profitiert von WordPress‘ reifen, dokumentierten Systemen für agentische Workflows.
    • Demos:
      • Ein WordPress-Assistent aus dem Contributor Day, der mit OpenAI-Keys arbeitet (GitHub-Repo: https://github.com/felixarntz/wp-ai-sdk-chatbot-demo; Screencast: https://www.youtube.com/watch?v=LX1kAR4Js98).
      • Telex: Ein experimentelles Tool, das Gutenberg-Blöcke per Beschreibung erstellt („Vibe Coding“). Demo: Erstellung eines Doom-Spiel-Blocks, der als ZIP-Datei heruntergeladen und installiert werden kann. Telex funktioniert ähnlich wie v0 oder Lovable, aber WordPress-spezifisch. Es ermöglicht das Erstellen autonomer KI-Agenten in Workspaces, die 24/7 arbeiten, Kanäle zuweisen und benutzerdefinierte Skills haben.
    • Sponsoren wie Elementor und Hostinger shippen bereits KI-Agenten.

    Mullenweg betonte, dass WordPress‘ offene Struktur KI perfekt ergänzt und endlose Möglichkeiten für agentische Workflows bietet – trotz einiger Skepsis in der Community.

    Historischer Kontext und Kontroversen

    Er zog Parallelen zu vergangenen Debatten (z. B. TinyMCE), die WordPress zugänglicher machten, und argumentierte, KI sei kontrovers, aber essenziell für die Demokratisierung.

    Ankündigungen für zukünftige Events

    • WordCamp Asia 2026: In Mumbai, Indien, 9.–11. April – potenziell das größte WordPress-Event aller Zeiten (basierend auf lokalen Events mit 2.000 Teilnehmern).
    • WordCamp US 2026: In Phoenix, Arizona, 16.–19. August (mit Scherz über die Hitze, aber Versicherung von Klimaanlagen).
    • Erwähnung von WordCamp Canada 2025 als „pretty amazing flagship event“ (sehr beeindruckendes Flaggschiff-Event).

    Q&A-Session

    Nach der Keynote folgte eine live Q&A, in der Mullenweg Fragen aus dem Publikum beantwortete. Details aus Berichten und Tweets:

    • Themen umfassten KI-Integration, WordPress-Verbesserungen und Community-Fragen.
    • Es gab Diskussionen zu AI-Agenten und deren Potenzial (z. B. der Chatbot-Demo).
    • Eine Frage bezog sich auf die Zukunft von Open Source und Tools für Neueinsteiger.
    • Keine spezifischen Kontroversen (z. B. aus dem Vorjahr) wurden detailliert behandelt, aber Mullenweg blieb optimistisch und interaktiv.
    • Nach der Session gab es informelle Gespräche, z. B. mit Teilnehmern über AI und WordPress (wie in Tweets von Dustin Hyle erwähnt).

    Die Präsentation endete mit Applaus und führte direkt zur After-Party. Insgesamt war sie motivierend, mit Fokus auf Innovation und Community-Wachstum. Reaktionen in sozialen Medien waren positiv, mit Highlights wie Telex und den KI-Demos.

    Für dich als Nutzer bedeutet das: Deine Website wird nicht nur einfacher zu bedienen, sondern auch leistungsfähiger und zugänglicher für alle Besucher.

    Was bedeutet das für dich als goneo-Kunde?

    Die Botschaft von Matt Mullenweg ist: WordPress ist und bleibt die zukunftssicherste Wahl für deine Online-Präsenz. Die Kombination aus einer stabilen, von der Community getragenen Open-Source-Basis und der Integration modernster KI-Technologie ist unschlagbar.

    Als goneo-Kunde bist du bestens auf diese Zukunft vorbereitet. Wir sorgen dafür, dass unsere Server immer optimal für die neuesten WordPress-Versionen konfiguriert sind, damit du von allen neuen Funktionen – einschließlich der kommenden KI-Tools – reibungslos profitieren kannst. Deine Vision verdient eine Plattform, die mit dir wächst, und genau das bietet das Duo aus WordPress und goneo.

    Wir sind gespannt auf diese Entwicklungen und halten dich natürlich auf dem Laufenden!

    Fazit

    WordPress wird technologisch dezentraler, flexibler und leistungsfähiger als je zuvor. Gleichzeitig wird seine Führung als so zentralisiert und richtungsweisend wie nie zuvor empfunden. Dieser fundamentale Widerspruch wird die Entwicklung der nächsten Jahre prägen. Die Chancen, die sich aus der technologischen Revolution ergeben, sind immens. Aber es wird entscheidend sein, dass das Projekt seine internen Gräben überwindet, um dieses Potenzial auch nachhaltig zu entfalten.

    Wir bei goneo bieten dir die stabile und performante Hosting-Grundlage, auf der du diese neuen Technologien sicher erkunden kannst. Bleib neugierig – wir halten dich auf dem Laufenden.

    Was denkst du über die Integration von KI in WordPress? Freust du dich darauf oder siehst du es kritisch? Schreib uns deine Meinung in die Kommentare!

  • Was wir vom Wordcamp US erwarten

    Was wir vom Wordcamp US erwarten

    Was ist eigentlich los mit WordPress? (Spoiler: Mehr als du denkst!)

    Bist du auch immer wieder überrascht, wie viel „WordPress“ im Internet eigentlich steckt? Fast 43% aller Websites laufen darauf – also fast jede zweite Seite, die du täglich besuchst!

    Doch 2025 fühlt sich ein bisschen wie Staffelfinale bei einer dieser Netflix-Serien an, wo alle Stränge zusammenlaufen und du denkst: Geht’s jetzt nach oben oder in die Krise?

    Lass uns heute mit einem XXL-Deep-Dive schauen, warum das WordCamp US 2025 in Portland, Oregon, plötzlich zur größten Weichenstellung der Internetgeschichte wird, welche Rolle KI wirklich spielt, was hinter den Kulissen kracht, wer sich wo engagiert und warum gerade auch Unternehmen und Agenturen aus Deutschland und Europa jetzt ganz genau hinsehen sollten.

    Portland ruft! Die große Bühne für KI, Kollaboration und Krisenmanagement

    Vom 26. bis 29. August pilgern die WordPress-Nerds, Entwicklerinnen, Agenturen, Marketer und Community-Heroes nach Portland, um mehr über die WordPress Zukunft 2025 zu hören und zu sehen. Aber ehrlich: Das ist diesmal weit mehr als ein Branchentreffen – es ist DIE Plattform für globale Strategien, für einen neuen Spirit, für Retter:innen der Community und sogar für etwas Nerd-Glamour aus den Big Tech-Schmieden.

    WordCamp US 2025: Agenda Highlights – Hier entscheidet sich das Web

    • Contributor Day: Hier werkeln Hunderte Hochmotivierte direkt am Code oder testen neue Features. Man munkelt, der “Abilities API Hackathon” wird ein Hotspot mit Leuten wie Adam Silverstein (Google, Core Contributor) oder Jonathan Bossenger („Mr. Plugin“).
    • Sessions & Workshops: Ein Hauptprogramm, das dermaßen KI-lastig ist, dass du glatt ChatGPT einen eigenen Ausweis basteln könntest! Zum Beispiel „Unlock Developer Superpowers with AI“ (Adam Silverstein, Google) oder der Hands-On-Workshop „Turn your local WordPress install into your AI coding assistant“ (Jonathan Bossenger). Sogar E-Commerce-Use-Cases wie „From Storefront to Strategy: What Happens When AI Shops for Your Customers?“ mit Sonja Ibele sind vertreten.
    • Showcase Day: Fallstudien und Live-Demos, u.a. wie Tidio KI-Chatbots Websites revolutionieren und Elementor AI das Webdesign auf eine neue Stufe hebt.
    • Keynote-Speaker: Nicht weniger als Danny Sullivan (Google Search Liaison), John Maeda (VP bei Microsoft & ehemaliger Automattic CDO, Open Source-Guru!) und Adam Gazzaley (Neurowissenschaftler à la „Black Mirror“ für’s Web) legen vor, bevor Matt Mullenweg himself bei „State of the Word“ die Strategie für die WordPress-Zukunft vorstellt und sich – ganz Reality-TV – den Publikumsfragen stellt.

    Tipp: Viele Sessions werden übrigens als Livestream vorbereitet. Für alle, die 2025 keine Lust auf die Westküste haben oder im Home Office zwischen Kaffee und Katzen Videos schauen wollen…

    KI – Vom Buzzword zur Plattform-DNA

    Abilities API: Die Revolution vom Plugin-Ghetto zur Plattform-Power

    Okay, gaaaaanz langsam – diese Änderung ist wirklich epochal:
    Mit WordPress 6.9 kommt die „Abilities API“. Keine simple neue Funktion wie ein frisches Block-Pattern, sondern ein komplett neues System, damit KI nativ, sicher, performant und flexibel mit dem WordPress-Kern spricht.

    Bislang war’s oft so: Du hast ein Plugin wie ChatWP, Rank Math AI, Elementor AI installiert – und jedes Plugin kocht sein eigenes Süppchen.

    Die Zukunft? Du kannst als Entwickler*in oder als Agentur gezielt jedes beliebige KI-Modell andocken: OpenAI, Google Gemini, Meta Llama 3, lokale Modelle wie Rasa oder sogar deine eigene Custom-KI – alles per API, alles direkt auf den Content, die Mediathek, die Website-Suche, die WooCommerce-Produkte oder selbst erstellte Blöcke!

    WordPress und KI: Einige pluginbasierte KI-Beispiele

    • Yoast SEO: Neben bekannten Funktionen wie Content-Analyse testet Yoast bereits GPT-basierte Onpage-Texterstellung.
    • Elementor AI: Designer:innen lieben, dass sie nun Text, Layoutblöcke UND Bilder generieren lassen können. Pro-Tipp: Die KI kann die Seitenheader direkt barrierefrei designen!
    • Tidio/LiveChat AI: Support-Chats erledigen jetzt auch komplexe Preisanfragen oder Produkt-Support vollautomatisch – oft schneller als der menschliche Kundendienst (Aua, aber wahr…).
    • Rank Math AI: Automatische Headlines, meta descriptions, ja sogar die Outlines ganzer Blogposts: GPT im Plugin, aber bald Core-integriert.

    Das Ziel? Kein Plugin-Wildwuchs mehr, sondern ein strukturierter, sicherer Playground, auf dem auch Krankenhäuser, Banken oder E-Commerce-Riesen wie Zalando KI-Vorteile nutzen, ohne Datenschutz oder Performance zu riskieren.

    Die folgende Tabelle fasst die wichtigsten KI-fokussierten Sessions zusammen und ordnet sie strategisch ein, um die Tiefe und Breite des KI-Engagements auf dem WordCamp US 2025 zu verdeutlichen.

    Das Engagement für KI in den Sessions

    Hier eine Tabelle mit den wichtigsten KI-fokussierten Sessions. Das zeigt die Tiefe und Breite des KI-Engagements auf dem WordCamp US 2025.

    Session-TitelSprecherKategorieKernstrategische Einsicht
    Core AI: What We’re BuildingJames LePageAISignalisiert den Übergang von Drittanbieter-KI-Lösungen zu einer erstparteiischen, plattformweiten Strategie.
    Unlock Developer Superpowers with AIAdam SilversteinAIPositioniert KI als Produktivitätswerkzeug für die bestehende Entwicklerbasis, nicht als Ersatz.
    Turn your local WordPress install into your AI coding assistantJonathan BossengerAIFördert die Integration von KI in den lokalen Entwicklungs-Workflow und senkt die Einstiegshürde.
    Your Words, Your Brain, Your Device: Democratizing Writing Assistance with ML at the EdgeElijah PotterHoning your SkillsBetont datenschutzfreundliche, gerätebasierte KI und adressiert Bedenken hinsichtlich zentralisierter KI-Modelle.
    Catch Bugs Faster with AI & Playwright (No Hype, Just Results)Wendy Erdheim-PochAIZeigt den praktischen Nutzen von KI bei der Verbesserung der Code-Qualität und der Reduzierung von Entwicklungszeit.
    From Storefront to Strategy: What Happens When AI Shops for Your Customers?Sonja IbeleAIHebt das Potenzial von KI zur Revolutionierung des E-Commerce und der Kundenerfahrung hervor.
    Fixing and Optimizing websites with AIArnas DonauskasTechnical WordPressDemonstriert den Einsatz von KI für Wartungs- und Performance-Aufgaben, ein wachsender Markt für Agenturen.
    A New Era of Experiential Medicine – AI and the BrainAdam GazzaleyKeynoteErweitert den Horizont über das Web hinaus und positioniert KI als transformative Kraft für die menschliche Erfahrung.

    Kollaboration: WordPress meets Google Docs & Notion

    Mit WordPress 6.9 kommt nicht nur die KI-Revolution, sondern auch eine neue Ära der Zusammenarbeit.
    Professional Teams, Editors, Agenturen – aufgepasst!

    Block-Level-Kommentare, Multi-Reviewer, Approval-Workflows…

    Du willst mit deinem Team an einem Post arbeiten, Feedback geben, Absätze blockweise kommentieren? Bald alles direkt im Editor!
    Die Einführung erinnert an die besten Funktionen von Google Docs oder Notion, nur eben Open Source und viel sicherer (Stichwort: DSGVO!).

    Gerade größere Newsrooms (wie Zeit Online oder t3n), Agenturen wie Inpsyde aus Deutschland oder Valet aus den USA, aber auch NGOs und Behörden mit vielen Mitwirkenden werden sich den Umweg über umständliche Third-Party-Kollaborationslösungen sparen.

    Hier und da ist von einem Admin-Redesign die Rede. Mal sehen, was in Portland dazu gezeigt wird. Das Dashboard in WordPress wirkt wirklich etwas betagt und umständlich. Newbies kommen damit immer schwerer zurecht. Interessanterweise hatte wordpress.com (die Automattic-Variante) einige Zeit lang ein ganz anderes Backend. Inzwischen haben sie wieder das gleiche wie die Communityversion von wordpress.org. Tja, Admin-Panels zu bauen und zu pflegen ist aufwendig und teuer.

    Typische Anwendungsfälle

    • Redaktion gibt Feedback zu Block X („Bitte inhaltliche Tiefe ausbauen, Sarah!“)
    • Marketing-Chef setzt nur die Abschnitte „Final“ auf grün
    • Externe Lektor:innen kommentieren Rechtschreibung, ohne Zugriff auf sensible Daten zu benötigen

    Ehrlich, mega! Und ein absoluter Verkaufs-Booster für Agenturen, denn du kannst deinen Kund:innen nun echtes Teamwork auf der Website zugänglich machen.

    wordpress zukunft 2025: Der Kollaborations-Foku, : Gutenberg Phase 3
Mit WordPress 6.9 beginnt offiziell Phase 3 der Gutenberg-Entwicklung. Ziel ist es, WordPress zu einer kollaborativen Plattform für professionelle Teams auszubauen, vergleichbar mit Google Docs oder Notion.

Phase 1: Block Editor
Einführung eines modernen, blockbasierten Bearbeitungserlebnisses.

Phase 2: Full Site Editing
Erweiterung des Block-Editors auf die gesamte Website, einschließlich Header und Footer.

Phase 3: Kollaboration (WP 6.9)
Integration von Werkzeugen für die Zusammenarbeit im Team, wie z.B. Kommentare auf Blockebene.

    Krise im Maschinenraum: Community vs. Machtspiele

    Tech ist das eine, Menschen das andere – und da gibt’s gerade ziemlich viel Zoff.
    Viele sprechen vom „WordPress-Burnout”, und das zeigt sich nicht nur auf X/Twitter, sondern auch ganz real in Basel oder auf GitHub.

    Der Rechtsstreit: Automattic gegen einen großen Spezialhoster

    Ja, du hast richtig gelesen: Automattic, die Company von Matt Mullenweg (einem der „Erfinder“ von WordPress), hat einen echten Showdown mit einem WordPress-Hosting-Provider, einem der größten Spezialisten der Branche.

    Anklagepunkte/Fakten

    • Markenmissbrauch: Es ging u. a. darum, dass WP Engine angeblich das Trademark „WordPress“ für eigene Produkte zu offensiv genutzt hat.
    • Sanktionen: Zeitweise wurden bestimmte Core-Updates für WP Engine-Kunden geblockt (What?!)
    • Gerichtsverhandlungen & Shitstorms: Die Community diskutierte offen auf X/Twitter, in Slack und auf Github Tickets, ob Automattic zu viel Macht an sich zieht.
    • Wichtige Stimmen: Leute wie Mika Epstein (WordPress-Plugin-Revue-Queen) und Morten Rand-Hendriksen (WordPress-Philosoph & Accessibility-Vorkämpfer) äußerten öffentlich Kritik an der mangelnden Transparenz und zu starker Zentralisierung.

    Der Hilferuf aus Basel: Der offene Beschwerdebrief

    Auf dem WordCamp Europe in Basel 2025 hat Patricia Brun Torre, eine der ganz alten Core-Mitarbeiterinnen, einen Brief mit den Unterschriften von über 100 Contributors an die neue WordPress-Geschäftsführerin Mary Hubbard übergeben.

    Worum ging’s?

    • Organisator:innen brennen aus (Stichwort: Event-Volunteer-Burnout)
    • Viele fühlen sich aus Entscheidungsprozessen ausgeschlossen („top-down statt bottom-up“, wie es Ines van Essen anmerkte)
    • Globale Contributors wünschen sich wieder mehr Wertschätzung und flache Hierarchien – statt strategische Ansagen von oben

    Direkter O-Ton aus dem Brief

    „Wir bauen nicht nur Software, wir bauen auch die Werte für ein freies Internet. Redet MIT uns, nicht ÜBER uns!“
    Mehr Mut zur Mitbestimmung, mehr Transparenz bei Finanzen, Diversität einfordern – Forderungen, die auch Unternehmen und Agenturen weltweit unterstützen!

    Bedeutung für Deutschland und Europa – WordPress als Innovationsmotor

    Nicht vergessen: Deutschland ist Nummer 2 weltweit bei WordPress-Websites!
    Über 1,7 Millionen Sites – von Greenpeace bis zum Bäckermeister um die Ecke, von t3n über Tagesspiegel bis hin zu Zalando.

    Warum das relevant ist

    • KMUs & Startups: Ohne WordPress hätten viele Unternehmen nicht mal schnell eine eigene Präsenz am Markt. Die Digitalisierung von Mittelstand, Ärztehäusern und Freiberuflern läuft fast immer via WordPress
    • Arbeitsmarkt: Agenturen wie Inpsyde (Köln), MarketPress (München), Elbnetz (Hamburg) oder MenschDanke (Bochum, fast mein Nachbar!) suchen nach immer mehr WordPress-Talenten – da steckt richtig Musik in Sachen Jobs und Wachstum.
    • DSGVO & Datenschutz: WordPress kann auf deinem eigenen Server stehen. Du entscheidest, wo die Daten liegen – der Unterschied zu Cloud.basierten Website-Buildern ist für viele Unternehmen und Behörden ein Gamechanger.
    • Agenturen profitieren vom offenen Ökosystem: Kein Locked-In, keine horrenden SaaS-Monatsgebühren, sondern individuelle Anpassung, Hosting-Kontrolle, Flexibilität.

    Ein schönes Beispiel: Die Universität Leipzig betreibt ihre ganze Webkommunikation mit einem zentralisierten WordPress-Multisite-System (über 200 Mikrosites!) – DSGVO, Barrierefreiheit, Performance – alles in Eigenregie, alles Open Source.

    WordPress Zukunft 2025 – Zwischen Genie und Wahnsinn

    WordPress ist 2025 kein Harmonieparadies, aber eben auch kein Fossil!
    KI, Kollaboration und Community-Turnaround müssen jetzt zusammenwachsen. Die Agenda und Roadmap zeigen den Willen zum Wandel.

    Ob Matt Mullenweg nach Portland die richtigen Zeichen setzt? Werden die Keynotes wie die von John Maeda (Microsoft) Innovation UND Ethik die Community vereinen? Könnten Website-Builder-Konkurrenten durch das neue KI-Ökosystem endlich echten Gegenwind spüren? Wir sind live dabei!

    Bleibt nur: Bleib du auch kritisch, engagiert, kreativ! Diskutier mit (Kommentare auf goneo Blog offen), schau dir die Sessions auch aus Entwicklersicht an, oder bring dich in der deutschen WP-Community ein – z. B. bei den Meetups in Berlin, Köln oder virtuell bei wpde.org.

    In diesem Sinn: WordPress kann die Zukunft rocken – wenn Technik und Community wieder Hand in Hand gehen.

    Und du? Bist du dabei, einfach average zu bleiben (Wink mit dem Buchtitel von Ayra Mudessir: „INSPIRED BY THE FEAR OF BEING AVERAGE“), oder gehst du den nächsten Schritt – mit, für oder sogar auf WordPress?

    Schreib’s in die Kommentare. Wir sind mega gespannt – und begleiten dich, wohin das Web 2025 noch steuert!

  • Finde das richtige CMS für dein Projekt

    Finde das richtige CMS für dein Projekt

    Ein Wegweiser durch den Dschungel der Web-Systeme 2025

    Du startest ein neues Webprojekt und stehst vor der vielleicht wichtigsten Frage: Welches Content-Management-System (CMS) ist das richtige für dich? Die Auswahl ist riesig und auf den ersten Blick unübersichtlich. WordPress, TYPO3, Joomla, Drupal oder doch etwas ganz anderes?

    Die gute Nachricht: Die führenden Open-Source-Systeme sind lebendiger denn je und entwickeln sich ständig weiter, wie die Gründung der Open Website Alliance zeigt, einem Zusammenschluss der Macher hinter den großen Plattformen. Doch die Wahl des richtigen Systems geht heute weit über eine reine Feature-Liste hinaus. Es ist eine strategische Entscheidung über die grundlegende Architektur deiner zukünftigen Website.

    In diesem Beitrag bringen wir Licht ins Dunkel und zeigen dir die zwei großen Pfade, zwischen denen du dich im Jahr 2025 entscheiden musst.

    Die große Weggabelung: Monolithisch vs. Headless

    Die vielleicht wichtigste Unterscheidung bei modernen CMS ist die zwischen monolithischen und Headless-Systemen. Das klingt technisch, ist aber ganz einfach zu verstehen.

    1. Der Monolith: Das All-in-One-Paket

    Stell dir ein monolithisches CMS wie ein Fertighaus vor. Alles ist in einem einzigen, integrierten Paket enthalten: Das Backend, in dem du deine Inhalte schreibst und verwaltest, und das Frontend, das für das Design und die Darstellung deiner Website für die Besucher zuständig ist. Beide Teile sind eng miteinander verbunden.

    • Bekannte Vertreter: WordPress, TYPO3, Joomla, Drupal.

    Vorteile:

    • Benutzerfreundlichkeit: Redakteure und Autoren lieben diese Systeme, da sie oft eine intuitive Oberfläche bieten, um Inhalte zu erstellen und gleichzeitig das Design anzupassen.
    • Riesiges Ökosystem: Besonders bei WordPress gibt es Zehntausende von fertigen Themes und Plugins, mit denen du deine Seite schnell und oft kostengünstig erweitern kannst.
    • Schneller Start: Für Standard-Websites wie Blogs oder Firmenpräsenzen kommst du mit einem monolithischen System oft am schnellsten zu einem fertigen Ergebnis.

    Nachteile:

    • Weniger Flexibilität: Da alles in einem System steckt, bist du an die vorgegebenen Strukturen gebunden.
    • Performance: Bei sehr großen und komplexen Seiten können die Ladezeiten leiden, da bei jeder Anfrage Datenbanken und Templates auf dem Server verarbeitet werden müssen.

    2. Headless CMS: Der Baukasten für Kreative

    Ein Headless CMS ist das genaue Gegenteil. Hier wird dem System der „Kopf“ (das Frontend) abgetrennt. Übrig bleibt ein reines Backend, das nur eine Aufgabe hat: Inhalte zu verwalten und sie über eine Schnittstelle (API) bereitzustellen.

    Was mit diesen Inhalten passiert, entscheidest du völlig frei. Du kannst ein hochmodernes Frontend mit Frameworks wie Astro oder Next.js bauen, die Daten in einer mobilen App anzeigen oder sie an ein Smart-Display senden.

    • Bekannte Vertreter: Strapi, Directus, Cockpit, Contentful.

    Vorteile:

    • Maximale Flexibilität: Du hast die absolute Freiheit bei der Wahl deiner Frontend-Technologie.
    • Top-Performance: Da das Frontend als eigenständige, optimierte Anwendung gebaut wird, sind die Ladezeiten oft unschlagbar schnell.
    • Zukunftssicherheit: Deine Inhalte sind nicht an ein bestimmtes Design gebunden. Du kannst das Frontend jederzeit neu gestalten, ohne das Backend anzufassen.

    Nachteile:

    • Höherer Entwicklungsaufwand: Du (oder dein Team) musst das Frontend separat entwickeln und pflegen. Das erfordert mehr technisches Know-how.
    • Komplexere Integration: Die Verbindung der einzelnen Dienste (Backend, Frontend, Suche, Formulare etc.) liegt in deiner Verantwortung.

    Die verschiedenen CMS-Typen im Detail

    Nachdem du die grundlegende Architektur verstanden hast, schauen wir uns die verschiedenen CMS-Typen genauer an, die auf diesen Prinzipien aufbauen.

    Die Marktführer: Die Alleskönner für den Mittelstand

    Dies sind die klassischen, monolithischen Systeme, die den Großteil des Webs antreiben.

    WordPress: Mit einem Marktanteil von über 60 % ist WordPress der unangefochtene Platzhirsch. Es ist unglaublich vielseitig und dank seines riesigen Plugin-Ökosystems für fast alles geeignet – vom einfachen Blog über die Unternehmenswebsite bis hin zum Online-Shop mit WooCommerce. Seine Stärke liegt in der einfachen Bedienung und der riesigen Community.

    Joomla: Die stabile und von der Community getragene Alternative. Joomla bietet eine tolle Balance aus Funktionalität und Benutzerfreundlichkeit. Mit einer klaren Roadmap und einem professionellen Sicherheitsprozess (Joomla ist eine offizielle CVE Numbering Authority) ist es eine verlässliche Wahl. Die eingebaute API macht es zudem fit für Headless-Anwendungen.

    TYPO3 & Drupal: Die Kraftpakete für den Enterprise-Bereich. Sie sind komplexer in der Einrichtung, bieten dafür aber unübertroffene Skalierbarkeit, Sicherheit und Flexibilität. Wenn du eine große, mehrsprachige Unternehmenswebsite mit komplexen Benutzerrechten planst, sind diese Systeme oft die erste Wahl. Ihre stabilen Langzeit-Support-Versionen (LTS) und die professionelle Governance machen sie zu einer sicheren Investition.

    Die Leichtgewichte: Die Sprinter ohne Datenbank

    Flat-File-CMS (z. B. Grav, Bludit, Automad): Diese Systeme kommen komplett ohne Datenbank aus. Deine Inhalte werden einfach in Textdateien auf dem Server gespeichert. Das macht sie extrem schnell, sehr sicher und unglaublich einfach zu sichern. Perfekt für Portfolios, kleine Blogs oder Dokumentationsseiten, bei denen es auf maximale Geschwindigkeit und minimale Komplexität ankommt.

    Die Spezialisten: Die API-Könige für moderne Architekturen

    Hier kommen die Headless-Systeme wieder ins Spiel. Sie sind die erste Wahl, wenn du eine „Composable Architecture“ aufbauen möchtest, also ein System aus den besten spezialisierten Diensten zusammenstellst. Ein Headless CMS wie Strapi oder Directus ist dabei dein zentraler Content-Hub, der hochperformante Frontends mit Inhalten versorgt.

    Wie triffst du die richtige Entscheidung?

    Stell dir die folgenden drei Fragen, um das passende CMS für dein Projekt zu finden:

    1. Was ist das Ziel deiner Website?
      • Ein Blog, eine persönliche oder eine einfache Firmenwebsite? → WordPress ist oft der schnellste und einfachste Weg. Auch ein Flat-File-CMS wie Grav ist eine exzellente, performante Option.
      • Eine große, mehrsprachige Unternehmensseite mit hohen Sicherheitsanforderungen? → TYPO3 oder Drupal bieten die nötige Stabilität und Skalierbarkeit.
      • Du willst Inhalte für eine Website, eine mobile App und vielleicht mehr? → Ein Headless-Ansatz mit Strapi oder Directus gibt dir die nötige Flexibilität.
    2. Wie technisch versiert bist du oder dein Team?
      • Anfänger oder Fokus auf die Redaktion? → WordPress und Joomla haben eine flachere Lernkurve.
      • Erfahrene Entwickler, die volle Kontrolle wollen? → TYPO3 und Drupal bieten eine tiefgreifende, framework-ähnliche Umgebung.
      • Frontend-Entwickler, die moderne Tools wie React oder Astro lieben? → Ein Headless CMS ist genau das, was ihr sucht.
    3. Was ist dir wichtiger: Schneller Start oder maximale Flexibilität?
      • Schnell starten mit einem riesigen Ökosystem? → WordPress.
      • Langfristige Stabilität und Planbarkeit für ein Enterprise-Projekt? → TYPO3.
      • Absolute Freiheit, das Frontend mit den neuesten Technologien zu bauen? → Headless CMS.
    Welches Cms für welchen Zweck

    Fazit: Es gibt nicht das eine, perfekte CMS

    Die Wahl des richtigen CMS ist eine der wichtigsten Weichenstellungen für dein Webprojekt. Das „beste“ System gibt es nicht – es gibt nur das System, das am besten zu deinen Zielen, deinem Budget und deinen Fähigkeiten passt.

    Egal, ob du dich für ein leichtgewichtiges Flat-File-System, den Marktführer WordPress oder ein Enterprise-Kraftpaket wie TYPO3 entscheidest – bei goneo findest du das passende, performante Hosting für dein PHP-basiertes Projekt. Unsere Server sind für alle gängigen Systeme optimiert und bieten dir die stabile Grundlage, die du für deinen Erfolg im Web brauchst.

    Verschiedene Herangehensweisen

    Monolith versus Composable

    Die folgende Tabelle fasst gefundene Informationen zu jedem analysierten CMS zusammen. Sie ermöglicht dir einen schnellen Vergleich der wichtigsten Metriken.

    CMS / TechnologieKategorieAktuelle stabile Version (Q3 2025)EntwicklungsstatusPHP 8.x SupportMySQL 8.x SupportKompatibilitätshinweise & wichtige ÜberlegungenArchitektonisches Paradigma
    Leichtgewichtig & Flat-File
    AutomadLeichtgewichtig2.1.2AktivJaN/ADatenbankunabhängig.Flat-File
    BluditLeichtgewichtig3.15.0AktivJaN/ADatenbankunabhängig.Flat-File
    Grav CMSLeichtgewichtig1.7.43AktivJaN/ADatenbankunabhängig.Flat-File
    Publii CMSLeichtgewichtig0.45.2AktivN/AN/ADesktop-Anwendung, generiert statische Seiten.Static Site Generator
    TypemillLeichtgewichtig2.5.1AktivJaN/ADatenbankunabhängig.Flat-File
    Headless-Native & API-First
    CockpitHeadless2.7.2AktivJaJaUnterstützt auch SQLite und MongoDB.Headless (PHP)
    DirectusHeadless10.12.1AktivN/AJaNode.js-basiert. Unterstützt PostgreSQL, MS SQL, etc.Headless (Node.js)
    Gentics MeshHeadless2.3.0AktivN/AJaJava-basiert.Headless (Java)
    KeystoneHeadless6.0AktivN/AJaNode.js-basiert. Unterstützt PostgreSQL.Headless (Node.js)
    PayloadHeadless2.17.0AktivN/AJaNode.js-basiert. Unterstützt PostgreSQL, MongoDB.Headless (Node.js)
    SquidexHeadless8.6.0AktivN/AN/A.NET-basiert. Unterstützt MongoDB.Headless (.NET)
    StrapiHeadless4.25.2AktivN/AJaNode.js-basiert. Unterstützt PostgreSQL, SQLite.Headless (Node.js)
    CMS für den Mittelstand (KMU)
    ApostropheCMSMittelstand3.69.0AktivN/AN/ANode.js-basiert. Benötigt MongoDB.Monolithisch (Node.js)
    Concrete5Mittelstand9.3.2AktivJa (8.1+)JaErfordert PHP 8.1 oder höher.Monolithisch
    ContaoMittelstand4.13.43 (LTS)AktivJa (8.1+)JaBaut auf Symfony-Komponenten auf.Monolithisch
    Django CMSMittelstand4.2.0AktivN/AJaPython-basiert.Monolithisch (Python)
    ExpressionEngineMittelstand7.4.4AktivJa (8.0+)JaKommerzielles Open-Source-Modell.Monolithisch
    JoomlaMittelstand5.3.2AktivJa (8.1+)JaKlare Roadmap zu v6. Ist eine CNA.Monolithisch
    MODXMittelstand3.0.6AktivJa (7.4+)JaPHP 8.x-Support ist robust.Monolithisch
    ProcessWireMittelstand3.0.225AktivJaJaBekannt für seine starke API.Monolithisch
    RedaxoMittelstand5.16.1AktivJa (8.0+)JaStark im deutschsprachigen Raum.Monolithisch
    WordPressMittelstand6.8.2AktivJa (7.4+)JaKritisch: mysql_native_password ist veraltet.Monolithisch
    Enterprise Open Source CMS
    Bloomreach XM (CE)Enterprise15.0.0AktivN/AJaJava-basiert. Community Edition.Monolithisch (Java)
    dotCMS (CE)Enterprise23.01AktivN/AJaJava-basiert. Community Edition.Monolithisch (Java)
    DrupalEnterprise11.2.3AktivJa (8.3+)JaBaut auf Symfony auf. Upgrade-Pfad ist klar definiert.Monolithisch / Hybrid
    Liferay (CE)Enterprise7.4.3.112AktivN/AJaJava-basiert. Community Edition.Monolithisch (Java)
    Magnolia (CE)Enterprise6.2.38AktivN/AJaJava-basiert. Community Edition.Monolithisch (Java)
    NEOS CMSEnterprise8.3.9AktivJa (8.1+)JaHeadless-First-Ansatz.Hybrid
    OpenCMSEnterprise16.0AktivN/AJaJava-basiert.Monolithisch (Java)
    PimcoreEnterprise11.2.2AktivJa (8.2+)JaIntegrierte PIM/DAM/CMS-Plattform.Monolithisch
    PloneEnterprise6.0.11AktivN/AJaPython-basiert.Monolithisch (Python)
    Sulu CMSEnterprise2.6.4AktivJa (8.1+)JaBaut auf Symfony auf. Headless-First.Hybrid
    TYPO3Enterprise13.4.x (LTS)AktivJa (8.2+)JaKlare LTS-Roadmap. Ist eine CNA.Monolithisch
    UmbracoEnterprise13.4.1AktivN/AJa.NET-basiert.Monolithisch (.NET)
    WagtailEnterprise6.1.1AktivN/AJaPython-basiert. Baut auf Django auf.Monolithisch (Python)
    JavaScript Frameworks
    Ghost CMSLeichtgewichtig5.83.1AktivN/AJaNode.js-basiert. Fokus auf Publishing.Monolithisch (Node.js)

    Weiterführende Links und Quellen

    1. Open Website Alliance (Gründung):
    2. Open Website Alliance (Joomla Perspektive):
    3. Open Website Alliance (TYPO3 Perspektive):
    4. Vergleich Monolithisch vs. Headless:
    5. WordPress Plugin Verzeichnis:
    6. WordPress Theme Verzeichnis:
    7. Headless-Architektur erklärt (am Beispiel von Strapi):
    8. Vorteile von Headless (am Beispiel von Astro):
    9. Zukunftssicherheit durch Headless:
    10. Herausforderungen bei Headless-Systemen:
    11. CMS Marktanteile (W3Techs):
    12. WordPress Showcase:
    13. WordPress Hooks (Developer Handbuch):
    14. WordPress Plugin Grundlagen:
    15. WordPress Philosophie der Erweiterbarkeit:
    16. WordPress Governance-Modell:
    17. WordPress Stiftung:
    18. WordPress Mission:
    19. WordPress Geschichte:
    20. WordPress Community:
    21. Joomla Roadmap:
    22. Joomla! 5 Ankündigung:
    23. Joomla Versionen:
    24. Joomla als CVE Numbering Authority:
    25. TYPO3 Offizielle Website:
    26. Drupal Offizielle Website:
    27. TYPO3 Agenturenverzeichnis:
    28. Drupal Enterprise-Lösungen:
    29. Drupal und Symfony:
    30. Drupal Core Architektur:
    31. Drupal für Entwickler:
    32. TYPO3 Extbase und Fluid:
    33. TYPO3 für Entwickler:
    34. TYPO3 LTS (Long-Term Support) Roadmap:
    35. Drupal Release-Zyklus und LTS: